Institut für Deutsche Sprache, Mannheim



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Vorglühen für das Weihnachtsfest

Samstag gibt es Feuerzangenbowle im Bistro Nando

Es hat sich zur guten Tradition entwickelt: die Party mit Feuerzangenbowle im Bistro Nando. Am kommenden Samstag, 22. Dezember, ist es wieder soweit. Gegen 19 Uhr soll der Zuckerhut brennen. (BRZ07/DEZ.16689 Braunschweiger Zeitung, 19.12.2007; Vorglühen für das Weihnachtsfest)
Prunksitzung der Karneval-Vereinigung der Rheinländer und „Prinzenball“: Narren feierten bis zum frühen Sonntagmorgen

Von Rainer Heusing

Zum Vorwärmen, mehr noch zum Vorglühen auf den 30. Karnevalszug wurde die Große Prunksitzung der Karneval-Vereinigung der Rheinländer (KVR) in der Stadthalle. Im großen Saal, in dem auch die Emporen gut besucht waren, stimmten sich am Samstagabend mehr als 1000 Menschen auf den Höhepunkt der närrischen Session ein.

Weil die Zuschauer immer wieder Zugaben forderten und „Raketen“ zündeten, dauerte das Programm mehr als fünf Stunden. Danach fand der „Prinzenball“ statt. Die Folge: Die Besucher mit der größten Kondition kamen erst im Morgengrauen nach Hause, sodass ihnen nur wenige Stunden Schlaf bis zum Beginn des Umzugs blieben.

Die KVR hatte diesmal vor allem auf Stimmungslieder und tänzerischen Schwung gesetzt. (BRZ08/FEB.01848 Braunschweiger Zeitung, 04.02.2008; Tänze, Stimmungslieder und immer wieder Raketen)
Kreislaufschwäche führte zum Tod

Vorglühen“ mit Freundinnen wurde Hankensbüttelerin zum Verhängnis – Polizei prüft Verschulden Dritter

Von Jörg Brokmann

GIFHORN. (BRZ08/APR.05776 Braunschweiger Zeitung, 11.04.2008; Kreislaufschwäche führte zum Tod)


„Wir müssen jetzt prüfen, woher der Alkohol kommt und ob ein Verschulden Dritter vorliegt.“ Nach dem augenblicklichen Stand der Ermittlungen treffe nach den Worten Schmidts „den Diskothekenbesitzer keine Schuld.“ Im Gegenteil.

Es sei offensichtlich so gewesen, dass die Hankensbüttelerin und ihre Freundinnen vor dem Disko-Besuch „vorgeglüht“ hätten. So wird das exzessive Saufen vor dem Besuch von Veranstaltungen genannt, um entweder preiswert zu trinken oder überhaupt in Stimmung zu kommen. „Und hinterher haben die Mädchen noch nachgetankt“, sagte der Kripo-Beamte. Zum Tod nach einigen Stunden in der Nacht habe schließlich eine Kreislaufschwäche geführt. „Es ist nicht außergewöhnlich, dass die Wirkung des Alkohols erst später eintritt.“

Vor dem Disko-Besuch steht für viele Jugendliche das „Vorglühen“, der übermäßige Alkoholgenuss. Foto: Agentur (BRZ08/APR.05776 Braunschweiger Zeitung, 11.04.2008; Kreislaufschwäche führte zum Tod)
Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, sind die Parkplätze in meiner Straße heiß begehrt. Wird eine Lücke freigegeben, stößt schnell der nächste Parker vor. Meistens stehen einige Fahrzeuge in zweiter Reihe in Lauerstellung. Anwohner und auch Radfahrer finden die dadurch entstehenden Engpässe und den folgenden Slalomverkehr gar nicht toll. Ich gehöre dazu. Ab und zu lasse ich mich zu einem maßregelnden, sehr engen Vorbeifahren an den wartenden Autos hinreißen. Aber ich fühle ich mich auch genötigt, meinen Parkplatz zügig zu räumen, damit die wartenden Fahrzeuge die Straße freigeben. Ich spüre die genervten Blicke, wenn ich zu langsam mein Losfahr-Ritual abspule: Parkausweis weglegen, Musikanlage einsetzen, Vorglühen, Anschnallen, Starten, Scheiben wischen, Gang einlegen, ausparken. Wegen der stillen Nötigung der Wartenden mache ich das alles natürlich hektisch. Und prompt habe ich vergessen, dass ich einen Brief einwerfen wollte. Nur 50 Meter weiter halte ich dafür in zweiter Reihe.

E-Mail: arne.grohmann@bzv.de (BRZ08/MAI.00854 Braunschweiger Zeitung, 03.05.2008;)


Von Peter Mlodoch und Nadine von Wille

BRAUNSCHWEIG.

Exzessives Vorglühen vor dem Diskobesuch und Besäufnisse an Bushaltestellen – Vorfälle wie diese melden die Polizeidienststellen aus ganz Niedersachsen. Auch im Braunschweiger Land haben Polizeibeamte immer häufiger mit betrunkenen Kindern und Jugendlichen zu tun.

4213 Minderjährige hat die niedersächsische Polizei in den Monaten April bis Juni unter Alkoholeinfluss aufgegriffen; darunter 164 Kinder. Viele waren so betrunken, dass die Polizei sie im Streifenwagen nach Hause brachte. 65 Euro Gebühr kostet die Eltern dieser polizeiliche Taxidienst; diese werde inzwischen in den meisten Fällen kassiert, erklärte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) bei der Vorstellung der Bilanz.

Zum Vergleich: Im Braunschweiger Land wurden im gleichen Zeitraum 2106 Kinder und Jugendliche kontrolliert. (BRZ08/AUG.12323 Braunschweiger Zeitung, 26.08.2008; Polizei griff 1067 betrunkene Jugendliche auf)
Bereits seit 2001 arbeiten die Lehrer der Meiner Realschule an einem umfassenden Präventionskonzept. „Es fügen sich mehr und mehr Bausteine zusammen“, sagt Schulleiterin Ursel Loges. Mit dem Elternabend komme nun ein weiterer hinzu. „Dieser ist für alle Eltern gedacht“, betont Lehrerin Gabriele Schinke-Sage, „nicht nur für betroffene.“ Sie hat das Konzept mit ihrer Kollegin Christine Werner ausgearbeitet.

Themen des Abends seien nicht nur illegale Drogen wie Haschisch und Ecstasy, sondern ebenso übermäßiger Fernseh-, Computer- oder Handykonsum – sowie vor allem der von Alkohol. „Dass Jugendliche auch mal etwas trinken, ist ja nicht neu“, sagt Schinke-Sage. „Allerdings trinken sie immer früher und mehr.“ Dinge wie „sich am Wochenende abschießen“ oder „öffentliches Vorglühen“ seien besonders bedenklich. Auch der Hausmeister des Schulzentrums müsse häufiger Scherben von Bierflaschen wegräumen – meist montags, merkte Loges an. „Aber nicht nur von unseren Schülern.“

Die Anregung für die Abendveranstaltung kam vom Schulelternrat, Ziel ist es aufzuklären – zu infor-mieren und zu sensibilisieren. Abseits des Unterrichts, in dem Sucht- und Drogenprävention zum Inhalt gehören. Zudem macht das Suchtmobil in der nächsten Woche in Meine Halt. Die Schule arbeitet eng mit der Polizei und dem Netzwerk Prävention zusammen.

Am Montag werden Siegfried Conrad vom Gifhorner Gesundheitsamt und Ferdinand Heinrich von der Polizei ab 19 Uhr im Gemeindezentrum über Erkennungszeichen, Wirkungsweisen, mögliche Hilfe sowie gesundheitliche und strafrechtliche Folgen referieren. (BRZ08/NOV.00951 Braunschweiger Zeitung, 14.11.2008; Den Süchten im Alltag vorbeugen)


SEMMENSTEDT.

„Jedes Glas Bier steigert das Krebsrisiko um drei Prozent.“ Dr. Michael Wünning vom Klinikum Wolfenbüttel referierte auf Einladung des Präventionsrates der Samtgemeinde Asse über den zunehmenden Alkoholmissbrauch Heranwachsender.

Der Leitende Arzt der zentralen Aufnahme konnte dabei auf zahlreiche persönliche Erfahrungen aus dem Wolfenbütteler Klinikum zurückgreifen. Dementsprechend schockierend waren seine Schilderungen über die gesundheitlichen Schäden durch Alkoholmissbrauch für die Zuhörer im Gasthof „Zur Linde“, darunter neben Politikern und Mitgliedern des Präventionsrates auch Vertreter örtlicher Vereine. Wünning berichtete schonungslos vom „Vorglühen zum Komasaufen oder zu Kotztreffen“.

Dabei kritisierte er, dass Alkohol für Jugendliche insbesondere an Tankstellen noch viel zu leicht zu bekommen sei. Die Folgen des Alkoholkonsums seien immer drastischer. So seien vor einigen Wochen zwei Peiner Jugendliche vom Zug überfahren worden, weil sie sich nach einem Saufgelage zum Ausruhen auf die Schienen gelegt hätten.

Die Zahl der alkoholbedingten Krankenhausaufenthalte in der Gruppe der 15 bis 19-Jährigen habe sich seit 2001 fast verdoppelt, von 249 auf 463 Jugendliche je 100 000 Menschen in dieser Altersgruppe. Und speziell Mädchen seien extrem gefährdet. (BRZ09/MAR.10960 Braunschweiger Zeitung, 21.03.2009; Komasaufen gehört zum Lebensstil)
HELMSTEDT.

Mit einem vermeintlichen Freundschaftsdienst hat ein 18 Jahre alter Helmstedter seiner Clique einen Bärendienst erwiesen.

Laut Polizei kaufte der Mann Freitagabend Bier und mehrere 0,7-Liter-Flaschen Schnaps für die sieben 12 bis 16 Jahre alten Mädchen und Jungen. Anwohner machten die Polizei auf die Gymnasiasten aufmerksam, die auf dem Spielplatz an der Chemnitzer Straße für das um 21 Uhr beginnende Feuerwerk des Jahrmarkts vorglühten.

Alkoholtests bei den Minderjährigen ergaben Promillewerte zwischen 0,4 und 1,2. „Und die Flaschen waren längst nicht geleert“, schaudert es den Beamten. Die Polizei nahm die jungen Leute mit auf die Wache und ließ sie dort von den Müttern und Vätern abholen. „Die Eltern waren schockiert bis erbost“, schildert der Polizist deren Reaktionen. „Sie haben sich bedankt, dass wir sie informiert haben.“ Eine Mutter habe angegeben, längst Argwohn geschöpft zu haben.

Gegen den 18-Jährigen ermittelt die Polizei wegen des Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz. Dass er den Alkohol weitergab, ist ebenso eine Ordnungswidrigkeit wie der Verkauf. Dem Supermarkt wollen die Ermittler indes nichts anhängen. (BRZ09/MAR.11087 Braunschweiger Zeitung, 23.03.2009; 18-Jähriger kauft junger Clique Schnaps)
Zudem muss er 50 Arbeitsstunden leisten. Auf versuchte Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Strafvereitelung lautet das Urteil.

Strafmildernd wirkte sich aus, dass der Elektrolehrling geständig und bisher strafrechtlich noch nicht in Erscheinung getreten war.

Im Oktober 2008 war es zu dem Vorfall gekommen, den der 19-Jährige, wie er gestern beteuerte, inzwischen bereut. Mit Freunden war er nach Hannover zu einem Punk-Konzert gefahren – natürlich nicht, ohne ordentlich „vorzuglühen“. Wegen der hohen Bierpreise auf solchen Konzerten. „So ungefähr zehn Bier und eine halbe Flasche Schnaps“ habe er getrunken.

Und so soll es später auf dem Konzert zur Prügelei mit Polizisten gekommen sein: Ein „paar Idioten“ aus seiner Gruppe hätten plötzlich angefangen, mit Flaschen zu werfen. Dann sei die Polizei angerückt und habe auf einige seiner Freunde eingeprügelt. Ein Polizist wird von einer leeren Flasche am Kopf getroffen, nur der Helm verhindert eine schlimme Verletzung. Der Beamte schnappt sich den mutmaßlichen Werfer, dann tritt der vermummte Angeklagte in Erscheinung. Das Polizei-Video hat alles dokumentiert. Er schubst oder schlägt den Beamten, der Tatverdächtige kann sich aus dem Staub machen. (BRZ09/MAI.12540 Braunschweiger Zeitung, 27.05.2009; Polizist auf Punk-Konzert verprügelt)


„Trash Pop“, das beinhaltet die Euro-Dance-Lieder der 90er Jahre. Die Zeit von Aqua und ihrem „Barbie Girl“ oder Culture Beats „Mr. Vain“. Schnell und stimmungsvoll sind die Lieder. Tanzbar ohnehin. Und textsicher zeigt sich zudem jeder Gast.

Da lässt es sich selbst Club-Chef Tim Lemke nicht nehmen nach langer Zeit auch mal wieder die eine oder andere Platte selbst zu spielen. Erstmals gibt es eine zweite Ausgabe der Trash-Pop im selben Monat. Am 22. August kommen alle Fans noch einmal in den Genuss. Bleibt nur zu hoffen, dass man mit dieser Strategie den Fanatismus um die Eventreihe nicht schneller begräbt als sie zu fördern.

Vorglühen“ auf der

Straße – Zoff am Gieseler

Das Samstagabendprogramm lässt in den Sommermonaten nicht nur im Fernsehen zu wünschen übrig, sondern auch die Clubs fahren mit ihren Angeboten auf Sparflamme. Wenn es also nicht in die Beach-Clubs verschlug, der traf sich, wie immer mehr zu beobachten, zum sogenannten „Vorglühen“ am Gieseler. Nicht in den Diskos, sondern vermehrt auf der Straße. (BRZ09/AUG.04613 Braunschweiger Zeitung, 11.08.2009;)
„Vorglühen“ auf der

Straße – Zoff am Gieseler

Das Samstagabendprogramm lässt in den Sommermonaten nicht nur im Fernsehen zu wünschen übrig, sondern auch die Clubs fahren mit ihren Angeboten auf Sparflamme. Wenn es also nicht in die Beach-Clubs verschlug, der traf sich, wie immer mehr zu beobachten, zum sogenannten „Vorglühen“ am Gieseler. Nicht in den Diskos, sondern vermehrt auf der Straße.

Ein gutes Geschäft für die Kiosk- und Imbiss-Betreiber, ein Dorn im Auge der Clubinhaber, die nicht zuletzt Umsatzeinbrüche zu verzeichnen haben, sondern für die Verschmutzung auf den Gehwegen verantwortlich gemacht wurden.

Je später die Nacht umso mehr trudeln die Jugendlichen dann doch auf den Tanzflächen ein. Ob am Samstagabend zum Konzert von „Lè Band“ im Merz, zum Diva’s Club ins Pfau oder eben doch ein paar Meter weiter zur „Dance up da Deel“-Party im 42° Fieber. (BRZ09/AUG.04613 Braunschweiger Zeitung, 11.08.2009;)
Mitarbeiter würden von Passagieren angerempelt, bedroht, angebrüllt und mitunter auch verprügelt, berichtete Hommel.

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigte sich besorgt. „Wo Alkohol im Spiel ist, kommt es vor allem bei Jugendlichen immer häufiger zu Sachbeschädigungen und Körperverletzung. Teilweise sind die Belastungen kaum noch zu ertragen“, sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg. Es müsse deshalb über ein Verkaufsverbot von Alkohol an Bahnhöfen nachgedacht werden – „wenn zum Beispiel Fußballchaoten zu den Spielen unterwegs sind“.

Die Metronom Eisenbahngesellschaft zeigte sich erfreut über die Debatte. Vandalismus gebe es nicht nur bei Fußballfans, sondern jedes Wochenende in Zügen aus den Vororten, wenn Jugendliche auf dem Weg in die Städte „massiv vorglühen“. Viele Pendler, die sonst Stammkunden seien, mieden deshalb an den Wochenenden mit ihren Familien die Regionalzüge.

dpa (BRZ09/OKT.08722 Braunschweiger Zeitung, 20.10.2009; Bahn prüft Alkoholverbot in Regionalzügen)


In Kissenbrück gebe es Dank engagierter Eltern seit September eine Jugendband, deren Übungsabende im Jugendraum immer auch Anziehungspunkt für andere Jugendliche seien. Für das Jugendhaus in Remlingen gebe es Überlegungen, es für samtgemeindeweite Aktionen zu öffnen. „Wir hatten Ende Oktober eine Ü10-Halloween-Party, die toll angenommen wurde.“ Etwa 60 Jugendliche hätten dort mitgemacht. Nicht genutzt werde derzeit der Semmenstedter Jugendraum. „Der ist ohne Beteiligung Jugendlicher renoviert worden. Überlegungen zur Nutzung laufen noch“, erklärte Gorny.

„Was passiert, wenn die Jugendlichen unbeaufsichtigt unterwegs sind, sehen wir im Präventionsrat“ so der Jugendpfleger. Groß Denkte sei hier zweifelsohne ein Brennpunkt. „Denkte liegt an der B79, nah an der Stadt, und hier treffen sich die Jugendlichen zum Vorglühen vor dem Diskobesuch“, erläuterte er. Gorny wies auf die Angebote des Präventionsrats hin. So habe er die Zerleg-Bar im Angebot, die gemietet werden könne. „Sie hat schon auf dem Mittelaltermarkt mit alkoholfreien Angeboten gut funktioniert, und die Polizei Wolfenbüttel hat sie sich auch schon ausgeliehen“, sagte Gorny. (BRZ09/NOV.06420 Braunschweiger Zeitung, 14.11.2009; Jugendpfleger analysiert die Jugendarbeit)


Unterdessen bittet die Stadt Helmstedt alle Fußgänger, an Gebäuden auf herunterhängende Eiszapfen und sich möglicherweise lösende Dachlawinen zu achten. „So weit die Hauseigentümer eine gefahrlose Entfernung dieser Gefahrenquellen vornehmen können, sollte dies veranlasst werden“, sagte Pressesprecherin Martina Hartmann. Ein Problem stellten die tiefen Temperaturen für die Effektivität des Streusalzes dar. „Bei Temperaturen unter zehn Grad minus ist Streusalz kaum noch wirksam, so dass Schnee und Eis nicht mehr überall entfernt werden können“, sagte Hartmann.

Die Kälte stellt auch die Autofahrer vor Probleme. Batterien geben den Geist auf, Scheibenwaschanlagen frieren ein. „Der Frostschutz für Wischwasser reicht oft nur bis minus 20 Grad“, sagt Heinz Bottke, Vorsitzender der Kfz-Innung. Bei Diesel-Fahrzeugen könnten sich Probleme mit dem Vorglühen des Motors einstellen. „Wenn nicht alle Glühkerzen sauber arbeiten, springt der Motor nicht an“, so Bottke.

Einen Rohrbruch auf Grund der bitteren Kälte gab es gestern früh in der Clausfeldstraße in Schöningen. Foto: Linne

Ein Vorhang aus Eiszapfen, gesehen in Ingeleben. Foto: privat (BRZ10/JAN.01955 Braunschweiger Zeitung, 07.01.2010; Auf den Schnee folgt die arktische Kälte)


Durch innovative Kassensysteme, die Warnhinweise bei Alkoholverkauf anzeigen, durch gezielte Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden. Das ist der Weg, der beschritten werden muss.

Ruft man sich die begangenen Straftaten junger alkoholisierter Menschen ins Gedächtnis, steht man einigermaßen fassungslos vor der Argumentation, dass wirtschaftliche Interessen in dieser Debatte den Vorrang haben sollen. Wie wollen wir jungen Menschen eigentlich sonst ein Gefühl für Anstand, gutes Benehmen und Rücksichtnahme vermitteln, wenn wir gleichzeitig dulden, dass sie betrunken, pöbelnd und mit Bier- und Schnapsflaschen in der Hand nachts durch unsere Straßen ziehen, öffentliche Verkehrsmittel und Plätze verschandeln und sich selbst in Gefahr bringen?

Das teure Disko-Vergnügen wird durch „Vorglühen“ an der Tankstelle erschwinglich, nächtliches „Komasaufen“ zum üblichen Ritual. Die Zeche zahlen im wahrsten Sinne des Wortes wir alle. Steigende Kriminalität und Gewalt, Hunderte von eingelieferten Jugendlichen, die den Stehkragen bis zur Besinnungslosigkeit voll haben – im Krankenhaus werden sie aufgepäppelt, der Beitragszahler übernimmt.

Der Gesetzgeber in Baden-Württemberg hat einen klugen Schritt getan. Nach den positiven Erfahrungen in Freiburg, wo die entsprechende Regelung vom Gericht gestoppt wurde, ist das Verkaufsverbot zur Nachtzeit die angemessene, aber auch notwendige Antwort auf das Problem.

Niemand macht sich Illusionen. Findige Tankstellenpächter werden die Ausnahmetatbestände für sich zu nutzen versuchen, und natürlich könnten sich Jugendliche auch tagsüber mit Alkohol eindecken. (BRZ10/MAR.07362 Braunschweiger Zeitung, 16.03.2010; Ist ein nächtliches Alkoholverkaufs-Verbot sinnvoll?)
Niebel: „Schülerausweise akzeptieren wir schon lange nicht mehr, die waren fast nur gefälscht.“ Dasselbe gelte für die „Erziehungsbevollmächtigungen“, bei denen jüngere Schüler über eine von den Eltern eingesetzte „erziehungsbeauftragte Person“ Eintritt erlangen konnten. Auch da hat es laut Polizei viel Schmu gegeben. Nunmehr – auch jüngst in Ilsede – versuchten, Jugendliche, sich über gefälschte und geliehene Personalausweise Zutritt zu verschaffen.

Niebel: „Gefälschte Ausweise sind keine Lappalien – in diesen Fällen nehmen wir die Betreffenden mit auf die Wache und beziehen Eltern oder Jugendamt mit ein.“ 14 Strafanzeigen allein wegen Einlasskontrollen – so die Bilanz der jüngsten Abiparty in der Gebläsehalle.

Genauso beliebt sei das Vorglühen, das heißt das Alkoholtrinken im Vorfeld. Der Gefahrenpunkt „Tankstelle in Ilsede“ gehöre jedoch der Vergangenheit an – der Inhaber sei sehr kooperativ und verkaufe in solchen Nächten keinen Alkohol mehr. Und auch die Sicherheitskräfte sind absolut strikt, betont Niebel: „Leute, die betrunken sind, kommen nicht in die Halle.“

Entsprechende Kandidaten landeten vielmehr auf der Polizeistation zur Alkoholkontrolle – wo sie von ihren Eltern abgeholt werden sollen. Niebel: „Wenn sich Eltern weigern, nimmt auch das Jugendamt die Jugendlichen in Obhut.“ Die Erfahrungen mit den Eltern seien jedoch positiv – „ihnen ist ja auch überhaupt kein Vorwurf zu machen.“ Ein Vater habe beispielsweise seinem Sohn nur entgegengehalten: „Wie kannst du denn in eineinhalb Stunden auf 1,7 Promille kommen?“ Einige der ertappten Jugendlichen hätten zwar gepöbelt, viele jedoch seien ungewöhnlich still gewesen – aus Angst vor de (BRZ10/APR.05178 Braunschweiger Zeitung, 15.04.2010; Probleme bei Abipartys – zu viel Alkoholundgefälschte Ausweise)


Neben den Verwaltungsspitzen der Mitgliedsgemeinden und Samtgemeindebürgermeister Holzapfel nahm auch der Leiter des Polizeikommissariats Meine an dem Bürgermeistergespräch in Rötgesbüttel teil.

„Das ist ein vernünftiger Beschluss“, sagt auch Polizeichef Bernhard Bathis. „Es gilt zwar: Je früher der Morgen, desto höher der Alkoholpegel.“ Es liege der Polizei fern, „mit Kanonen auf Spatzen zu schießen“. Denn in den beiden vergangenen Jahren habe es lediglich in Meine und Rötgesbüttel Probleme gegeben. „Alle anderen Schützenfeste liefen gut.“ Besonders die Zeltdiscos am Freitagabend bereiteten durch „reisende Randalierer“ Sorgen.

André Lohmann (CDU), Bürgermeister in Rötgesbüttel kommentierte: „Probleme gibt es im Grund mit denjenigen Jugendlichen, die schon vorglühen und dann vollgetankt aufs Fest kommen.“ Auch Lohmann begrüßt daher die nun vereinbarte Lösung.

Die Tradition bleibt für Schützen im Papenteich erhalten. Hier gratulieren im Jahr 2009 Meiner ihrem König Stefan Müller zum Titel. Foto: Archiv (BRZ10/APR.09333 Braunschweiger Zeitung, 23.04.2010; Schützen dürfen doch bis vier Uhr feiern)


Bisher war alles ganz einfach: Glühkerzensymbol leuchtet = der Dieselmotor meines Wagens wird vorgeglüht; Glühkerzensymbol leuchtet nicht = das Vorglühen ist beendet, jetzt kann der Zündschlüssel rumgedreht und der Motor gestartet werden. Dann wurde es kompliziert: Denn plötzlich blinkte auf meiner Fahrt über die Nord-Süd-Straße die Anzeige der Vorglüheinrichtung. Was könnte das bedeuten? Glühkerze oder gar die Motorsteuerung kaputt?

Nein. Es ist ganz simpel: Der Hersteller meines Wagens kam auf die Idee, die Glühkerzenlampe blinken zu lassen, wenn beide Bremslichter gleichzeitig kaputt sind. Das wäre eine geniale Idee – wenn man dem besorgten Autofahrer erklären würde, was die irritierende Blinkerei bedeutet. In der Betriebsanleitung jedenfalls wird das Thema nicht behandelt. Was ich noch gerne wissen würde: Was leuchtet eigentlich, wenn bei einem Benziner die Bremsleuchten ausfallen? (BRZ10/MAI.09693 Braunschweiger Zeitung, 26.05.2010;)


Zwei Abende Techno-Hämmerei

Zum Artikel „Rekord – 17 000 feiern das Eberfest“ vom 26. Juli:

Die Relikte des Eberfestes waren in diesem Jahr nicht so immens wie sonst, was sicherlich der Präsenz der Ordnungshüter zu verdanken ist. Allerdings fanden sich immer wieder größere Gruppen auf dem Landesbankplatz ein, um sich zum „Vorglühen“ zu animieren. Vielleicht war das auch nötig, um sich anschließend auf engstem Raum das Hirn aus dem Kopf dröhnen zu lassen.

Auch wir waren zwei Abende lang – sogar in der Amtsstraße – der Techno-Hämmerei ausgesetzt, so dass wir unser Kontrastprogramm nur mit Kopfhörern verstehen konnten.

Trotz modernster WC-Wagen zogen aber immer noch viel zu viele die freie Natur um die Kirche herum vor. Ein hübsches WC-Häuschen hinter der Kirche wie in Stendal in der Fußgängerzone wäre bestimmt eine Abhilfe. „Paciencia“ heißt es im Spanischen. (BRZ10/JUL.12775 Braunschweiger Zeitung, 30.07.2010; Zwei Abende Techno-Hämmerei)
Was machen Sie Silvester kurz vor Mitternacht? (Schon mal vorglühen – also die Raketen zur Begrüßung des neuen Jahres?) Unser Vorschlag für ein Kontrastprogramm mit Knalleffekt: die nächste Ratssitzung. Die findet am 31. Dezember ab 23.55 Uhr statt, so steht es im Internet-Terminplan der Stadt. Politisches Schwarzbrot statt Böller. Und das um fünf vor zwölf, was allein schon vielfältigen Raum für missgünstige Deutungen zuließe. Wir glauben: Es handelt sich hier um einen Irrläufer im Kalender.

Spätestens seit dem gestrigen Rat allerdings scheint alles möglich. Bevor es kurz nach Mittag richtig losging, haben die Linken schon vorsorglich Sitzungsabbruch für 22 Uhr beantragt und Fortsetzung am nächsten Morgen. Deshalb wohl auch die vielen Anträge mit wenig Gehalt, damit nicht aus Versehen doch der Gesprächsstoff für eine lange Sitzung ausgeht. (BRZ10/DEZ.07085 Braunschweiger Zeitung, 15.12.2010;)


Prävention kann Sexualstraftaten verhindern – Viele Sexualstraftäter werden schon im Kindes- und Jugendalter auffällig

Von Bettina Thoenes

Sie sind befreundet, die vier Jungs und zwei Mädchen, die sich vorm Diskobesuch zum „Vorglühen“ treffen, wie es im Jugendjargon heißt. Der Alkohol fließt. Und er enthemmt: Plötzlich fallen die Jungs über die Mädchen her, halten sie fest, ziehen sie gegen ihren Willen aus, fassen sie an.

Auch Patrick macht mit. Patrick, dem niemand so etwas zugetraut hätte. Die Gruppe zieht ihn mit. Auch das. Doch geht es um noch etwas anderes. Es geht um Macht, darum, sich einmal stark zu fühlen. Patrick und die anderen sind im Alltag auffällig angepasst. (BRZ11/FEB.08981 Braunschweiger Zeitung, 19.02.2011; Die eigenen dunklen Seiten kennen lernen)


Fahrt zur Disco mit Drogen im Auto

WALLE. Junge Männer im Alter von 21 bis 23 Jahren aus Meine wollten in der Nacht zum Samstag nach Braunschweig in die Disco fahren. Da die Stimmung gut ist, will man zuvor zu Freunden und „vorglühen“, heißt es im Bericht der Polizei Gifhorn. Durch die zügige Fahrweise und laute Musik im Fahrzeug wird eine Zivilstreife aus Meine auf das Fahrzeug aufmerksam. In Walle halten die Beamten das Fahrzeug an. Der Fahrer wird einem Drogen- und Alkoholtest unterzogen, kann die Fahrt anschließend aber ohne Beanstandung fortsetzen. Neben allerlei hochprozentigem Alkohol wird bei einem Mitfahrer eine kleinere Menge Marihuana aufgefunden, teilt die Polizei mit. Dem Mitfahrer erwarten ein Strafverfahren und die Mitteilung des Besitzes illegaler Drogen an die Straßenverkehrsbehörde.

red (BRZ11/FEB.10045 Braunschweiger Zeitung, 21.02.2011; Fahrt zur Disco mit Drogen im Auto)
Aber auch am anderen Ende der Disco-Route brennt’s: am Welfenhof, wo Dax-Besucher manche Nacht über die Stränge schlagen – und Hotelgäste verstimmen. Mövenpick-Geschäftsführer Joost Smeulders hat vor allem die Open air-Raucher als Störenfriede ausgemacht. „Sie gehen zum Rauchen mal kurz vor die Tür und ab einem bestimmten Promille-Pegel geht’s auch schon los mit dem Gegröle – bis vier Uhr morgens.“

Das Problem habe sich in den letzten Jahren zugespitzt. Dabei gäben sich die Dax-Betreiber, sagt Smeulders, viel Mühe und hätten einiges getan im Hinblick auf den Lärmschutz. Nur, längst nicht alle, die draußen stehen, seien Dax-Gäste. „Das muss man auch mal sagen.“

Oft, meint auch die Polizei, werde Alkohol vom Kiosk mitgebracht – und vor der Diskothek verzehrt – zum Vorglühen und um in die richtige Partystimmung zu kommen.

Dax-Geschäftsführer Martin Müller sieht’s ähnlich. Man habe Schilder aufgestellt, auf denen Gäste gebeten werden, wenn sie rausgehen, die Nachtruhe einzuhalten. „Viel mehr kann man nicht machen.“

Palmenbrand im Welfenhof (BRZ11/MAR.05080 Braunschweiger Zeitung, 10.03.2011; Partygäste ziehen nachts laut durch die City)
Puccinis „Turandot“ mit starken Sängern in Hannover

Von Andreas Berger

Wer’s bis zum Braunschweiger Burgplatz-Open-Air nicht mehr aushält, kann in der Staatsoper Hannover schon mal vorglühen: Thomas Bischoffs kostbar ausgestattete „Turandot“-Inszenierung ist dort jetzt in exzellenter Neubesetzung zu sehen.

Uta Kalas Ausstattung zeigt den blutroten Palast als hermetischen Ort, mit modischen Tapetenlounges für die Chöre und Showtreppe für Prinzessin Turandot. In den Massenszenen herrscht Statik, Symmetrie, Formalismus. Für Bischoff ist Puccinis Oper ein grausames ästhetizistisches Ritual, in dem der Perser-Prinz, der die Fragen Turandots nicht beantworten konnte, selbst sein blutendes Herz darbringt.

Mit breitem Siegergestus positioniert sich der fremde Prinz Kalaf in diesem Spiel. Und das deckt sich mit dem schmetternden Siegerton des Heldentenors an der Rampe. Ricardo Tamura ist ein Prachttenor, verfügt über wohlig schmelzende Farben ebenso wie über mühelose Strahlkraft in der Höhe. (BRZ11/MAR.07224 Braunschweiger Zeitung, 15.03.2011; Grausames Ritual)
Nachdem es in der Vergangenheit besonders am Wochenende oft zu Gewalttaten unter Alkoholeinfluss gekommen war, führt das Unternehmen Gespräche mit der Bundespolizei über die Einführung eines Alkoholbanns in und um den Bahnhof.

Nach Medienberichten könnte ein mögliches Verbot bereits im Juni kommen. Die Stadt begrüßt diese Maßnahmen. Vorher müsse noch geklärt werden, ob trotz des Verbots auch Alkohol in den Kneipen und Läden im Bahnhof verkauft werden dürfen. Der Hauptbahnhof Hannover wäre die erste Station bundesweit, in der der Konsum von Alkohol verboten wäre, sagte ein Bahn-Sprecherin gestern in Hamburg.

Pöbeleien, zerbrochene Flaschen, mitunter auch Gewalt – der Hauptbahnhof Hannover wird am Wochenende zum Brennpunkt. Besonders im Nordteil treffen sich Feierwütige zum sogenannten Vorglühen.Immer wieder kommt es zu Schlägereien und sonstigen Gewalttaten.

„Mehr als die Hälfte der Taten wurden 2010 unter Alkoholeinfluss verübt“, sagte Martin Ackert, Sprecher der Bundespolizei, die für die Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen zuständig ist.

dpa (BRZ11/APR.10114 Braunschweiger Zeitung, 21.04.2011; Im Hauptbahnhof droht Alkoholverbot)
Fachtagung der Polizei zu Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen – Gefahren und Präventionsmöglichkeiten

Von Shirin Schönberg

Lukas ist ein ganz normaler Jugendlicher. Er ist 15 und geht in die neunte Klasse. In seiner Freizeit trifft sich Lukas mit seinen Freunden. Sie hängen zusammen herum, spielen Computer und schauen sich Filme an. Am Wochenende gehen sie gemeinsam aus. Sie treffen sich zum „Vorglühen“ vorm Schloss. Wo sie Alkohol herbekommen, wissen sie. Irgendwer hat immer ältere Freunde und außerdem gibt es auch Kioskbesitzer, denen egal ist, ob sie an Minderjährige Schnaps verkaufen, solange der Umsatz stimmt. Eines Samstagabends wird Lukas von der Polizei aufgegriffen, weil er orientierungslos am Straßenrand herumtorkelt.

Lukas ist nur ein Beispiel unter vielen. Jedes Wochenende sind die Beamten vielfach unterwegs und müssen sich mit teils stark alkoholisierten Jugendlichen auseinandersetzen.

Dass Jugendliche feiern wollen und dass dazu auch Alkohol gehört, steht für Polizeipräsident Harry Döring nicht zur Debatte. „Es geht nicht darum, dass Jugendliche etwas trinken, wenn sie abends weggehen, sondern um eine bestimmte Gruppe, die in einer Art und Weise säuft, die sie selbst und andere in Gefahr bringt“, erklärt er. (BRZ11/NOV.02151 Braunschweiger Zeitung, 04.11.2011; Saufen bis zum Umfallen)
Ende dieser Woche soll es noch kälter als bisher werden. Temperaturen von minus 20 Grad Celsius und darunter sind angesagt. Deswegen rät der Automobilclub ADAC, jetzt die Autobatterie prüfen zu lassen.

Denn: Ältere Batterien versagen bei starkem Frost häufig ihren Dienst, insbesondere dann, wenn die Kraftspender älter als vier Jahre sind. Ein Aufschub der Prüfung führt möglicherweise zum ungewollten Stillstand des Fahrzeugs.

Die Tücke: Bei Temperaturen über null Grad Celsius funktioniert auch eine ältere Batterie scheinbar tadellos. Denn dann ist nur ein Bruchteil ihrer Leistung gefordert. Sobald aber der Motor bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt schwerer dreht (wegen des zähflüssigen Öls), ein Diesel länger vorglühen muss und die chemischen Vorgänge zur Stromerzeugung in der Batterie langsamer ablaufen, erreicht eine überalterte Batterie schnell ihre Grenzen.

Übrigens: Besonders strapaziert werden die Energiespender im Kurzstreckenbetrieb. Aber auch Stromverbraucher wie Heckscheiben- und Sitzheizung oder Gebläse fordern die Batterie stark. Der Einsatz sollte deshalb nach Möglichkeit eingeschränkt werden. red (BRZ12/FEB.00002 Braunschweiger Zeitung, 01.02.2012; Vor der Kälte Autobatterien prüfen)


Geduld beim Vorglühen – Winter setzt Diesel-Autos zu

ADAC-Vorsitzender gibt Autofahrern einige Tipps

Von Michael Strohmann (BRZ12/FEB.06153 Braunschweiger Zeitung, 11.02.2012; Geduld beim Vorglühen – Winter setzt Diesel-Autos zu)
Hier, an der Ecke Rheingoldstraße, sind die Benzinpreise für viele Besucher eher nebensächlich, die Spritpreise hingegen nicht. Denn Sprit nehmen Hunderte von Eintracht-Fans seit vielen Jahren an diesem Kult-Treffpunkt bevorzugt in Form von Bier zu sich, wenn sie sich mitunter schon Stunden vor dem Anpfiff der Heimspiele zum geselligen Beisammensein – oder besser gesagt: Rumstehen – versammeln.

An dieser Schankstelle wird kräftig aufgetankt. Nein, kein Benzin, sondern Sprit – also Bier. Nun gut, der Sprit, also das Bier, ist hier ein paar Cent teurer als im Supermarkt, aber darüber regt sich niemand auf. Unter den stets wachsamen Augen der berittenen Polizei fühlt man sich gut aufgehoben – gepflegtes „Vorglühen“ nennt sich das im Volksmund.

„Wir treffen uns um 12 Uhr an der Tanke“ – wer das vor einem Eintracht-Spiel sagt, der muss keine Rückfrage befürchten wie: „Hä, wo?!“ Es kann nur eine Tanke geben. Vermutlich ist es sogar die bekannteste Tankstelle der Stadt – die geselligste und blau-gelbste ist es auf jeden Fall. Nein, diese Zeilen sollen den Sprit – also das Bier - nicht verharmlosen. Aber schlagen Sie mal einem ausgewachsenen Eintracht-Fan vor, er solle an der Tanke vor dem Spiel lieber etwas lauwarme Milch in sich reinschütten. Er wird Sie fragen, ob Sie noch alle Latten am Zaun haben. (BRZ12/AUG.14654 Braunschweiger Zeitung, 29.08.2012; Auftanken an der Schankstelle)
Von Elmar Dreher

SAO PAULO. So richtig krachen ließen es der Champion und seine Mannschaft nach dem historischen Hattrick im Nobel-Club Villa Mix in Sao Paulo. Mit den landestypischen Caipirinhas und allerlei anderem Hochprozentigen feierte Sebastian Vettel mit Freundin Hanna und der Red-Bull-Truppe bis in die Puppen.

Teamchef Christian Horner hatte schon beim „Vorglühen“ an der Strecke champagner-selig garantiert: „Da werden einige einen Kater haben.“

Der ganze Stress, die ganze Anspannung waren Stunden nach dem Wahnsinns-Finale der Formel 1 in Sao Paulo vorüber und vergessen. Jetzt war nur noch Feiern bis zum Abwinken angesagt. „Das wird eine tolle Nacht mit den Jungs“, hatte Vettel nach seinem lange am seidenen Faden hängenden dritten Titel-Triumph erleichtert versprochen. „Ich will das jetzt genießen und die Batterien wieder aufladen. Ich geh jetzt mal kurz feiern.“ Gegen halb vier Uhr am Montagmorgen war auch der Feier-Akku leer und Vettel verzog sich mit seiner Freundin ins Hotel.

Derweil feierten die internationalen Medien den neuen Mega-Star. (BRZ12/NOV.14038 Braunschweiger Zeitung, 27.11.2012; „Ich geh jetzt mal kurz feiern“)
»Früher hat’s so was hier gar nicht gegeben«, stellte der dicke Baring richtig und schob seine Feuerwehrmütze aus der Stirn. Das Schweißband ließ einen roten Streifen unter dem Haaransatz zurück. »Stimmt, bevor’s der Däne eingeschleppt hat, nicht.«

Möhle, einen halben Kopf größer als Baring und entschieden weniger korpulent, brachte beim Sprechen kaum die Zähne auseinander und klang, als hätte Sören Jensen bei seiner Ankunft vor drei Jahren die Pest im Gepäck mit nach Groß Zicker gebracht. »Wie sieht’s aus, Hiddenseer, spendierst du ’ne Runde zur Feier des Tages?« Baring hatte das Interesse an Katze und Tonne verloren und knuffte Thiel auffordernd in die Seite. «Ein bisschen vorglühen kann nicht schaden, oder was meinst du?«

Natürlich hätte Thiel mitgehen, eine Runde ausgeben und auch die nächsten noch mittrinken können. Dann wäre wahrscheinlich alles anders gekommen. Dann hätten sie ihn spätestens um acht sternhagelvoll in sein Quartier geschleift und gewusst, dass er an diesem Abend nirgendwo mehr hingehen würde. Zum Feuerwehrball im Festzelt nicht und mit Manu nach Hause erst recht nicht. Denn Manu konnte Besoffene nicht ausstehen, das wussten nicht nur die, die erst im Vollrausch den Mut fanden, mit ihr zu poussieren und das Lächeln zu ertragen, mit dem sie sich abwandte.

Einem Lächeln, so wissend und verächtlich, dass man sich hilflos und mickrig fühlte mit seiner Lust auf sie. (BRZ12/DEZ.06777 Braunschweiger Zeitung, 15.12.2012; Brandeis)


„Wer schon mehrfach aufgefallen ist, wird eng eingebunden“, sagt Polizeibeamtin Monika Kniep. Ständige Kontakte zur Polizei und ein klares Aufzeigen strafrechtlicher Konsequenzen sollen verhindern, dass aus einem jugendlichen Wiederholungstäter ein Intensivtäter wird.

Auch Gewalt unter Jugendlichen und das sogenannte „Abziehen“ von Geld oder Handy ist laut Polizeistatistik rückläufig: So wurde im vergangenen Jahr gegen elf junge Braunschweiger wegen Raubes ermittelt, 2008 waren es 20. Die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen sank im gleichen Zeitraum in Braunschweig von 134 auf 62.

Ob es um Jugend-Phänomene wie das „Abziehen“, sprich Raub, oder das „Vorglühen“ als Vorstufe für so manche Rauschtat geht – „insgesamt hat sich etwas zum Positiven bewegt“ meint Harry Döring. Klar ist: Alkoholprävention hilft, Straftaten zu verhindern.

Auch die Pflicht der Schulen, mögliche Straftaten zu melden, ist laut Kniep ein guter Weg, bedenklichen Entwicklungen entgegenzuwirken. „Die Polizei bewertet im Einzelfall, ob es sich um eine Straftat handelt oder eine präventive Maßnahme greift. Es kann wirksam sein, wenn zum Beispiel ein Fall von Mobbing in einer Klasse mit Hilfe der Polizei geklärt wird.“

Die jährliche Statistik der städtischen Jugendgerichtshilfe bestätigt ebenfalls den Trend, der sich nicht nur in der Region Braunschweig, sondern landesweit abzeichnet. Danach stehen in Braunschweig Jahr für Jahr weniger junge Menschen vor Gericht. (BRZ13/MAR.10357 Braunschweiger Zeitung, 28.03.2013, Ressort: 1BS-Lok; Weniger Jugendliche rauben und schlagen)
„Aber eins kann ich euch sagen. Wir werden alles daran setzen, am 25. das zu erreichen, wovon wir alle träumen!“, rief der 68-Jährige dem Anhang zu.

Die größten Beifallsstürme erntete auf dem Weg zur Zeremonie Trainer Jupp Heynckes, der den Bierduschen seiner Spieler nach der Ehrung nicht entkommen konnte. „Normalerweise muss man flinke Beine haben, aber die habe ich nicht mehr“, scherzte der 68-Jährige. „Wenn man es versucht, kann es sein, dass man sich einen Muskelfaserriss zuzieht, und das wollte ich nicht.“

Stimmungsvoll wurde die 23. Meisterschaft, die 22. in 50 Jahren Bundesliga gefeiert, eine rauschende Titelparty war es noch nicht. Allenfalls ein Vorglühen auf das, was in zwei Wochen nach dem angestrebten Sieg im Londoner Wembley-Stadion gegen Dortmund abgehen soll. Schon am Samstag feierten mehr als 100 000 Fans ihren FC Bayern beim Autokorso zum Marienplatz, wo 15 000 Anhänger für ein rot-weißes Fahnenmeer am Rathaus sorgten.

„Hey, hey, super Bayern, super Bayern“ war dort der Song des Abends, den sogar der bedächtige Heynckes auf dem Balkon anstimmte. Bei der späteren Feier abseits der Öffentlichkeit gab es dann nicht nur euphorische Töne. Denn die Münchner waren in den Postpalast zurückgekommen - jenen Ort, an dem sie sich vor knapp einem Jahr nach der Finalniederlage gegen den FC Chelsea am liebsten unter den Tischen verkrochen hätten. (BRZ13/MAI.04175 Braunschweiger Zeitung, 13.05.2013, Ressort: 1Sport; Ein Titel reicht den Bayern nicht)


VON KATHARINA POCK

Immer mehr Jugendliche greifen zum Alkohol und sie werden immer jünger. Diese traurige Entwicklung belegen Studien: Jedes zehnte Kind zwischen elf und dreizehn Jahren macht bereits regelmäßig Erfahrung mit Alkohol. 14 Prozent der 13- bis 14-jährigen Österreicher konsumieren regelmäßig Alkohol.



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