Institut für Deutsche Sprache, Mannheim



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"Vorglühen" für den Rückrundenstart: Bei der 05-Fanparty heute Abend im Eisgrubbräu wollen sich das "Meenzer Huhn" und seine Kumpels für das Match gegen den VfB in Stimmung bringen. Das Huhn alias Jörg Dietrich wird dabei seinen Song "Meenzer wie wir..." vorstellen.

MAINZ.


An diesem Wochenende rollt der Ball endlich wieder durch Deutschlands Bundesliga-Stadien. Der FSV Mainz 05 empfängt den VfB Stuttgart, und wie immer wird Jörg Dietrich in seinem gelben Federkostüm als "Meenzer Huhn" im Block stehen. Der Mombacher mit der verrückten Verkleidung hat die Winterpause nicht ungenutzt verstreichen lassen: "Meenzer wie wir..." heißt der Song, mit dem das Huhn seine Premiere als Sänger feiert. (RHZ05/JAN.20754 Rhein-Zeitung, 21.01.2005; Das 05-Huhn ist Meenzer wie wir)
Der Mombacher mit der verrückten Verkleidung hat die Winterpause nicht ungenutzt verstreichen lassen: "Meenzer wie wir..." heißt der Song, mit dem das Huhn seine Premiere als Sänger feiert. "Es ist kein reiner Fußballsong", erzählt Dietrich. "Er soll für alle Mainzer sein, deshalb tauchen auch andere typische Elemente wie die Fastnacht im Text auf." 5,99 Euro kostet die CD, die unter anderem über die Homepage zu beziehen ist; 50 Cent davon gehen an die Kinderkrebsstiftung.

Heute abend können alle Freunde lokalen Liedguts den Titel zum ersten Mal hören - bei der "Meenzer-Huhn-Party" im Eisgrubbräu. "Wir wollen vor dem Spiel ein bisschen vorglühen", erzählt Dietrich grinsend. Um 20 Uhr geht's los, der Eintritt kostet vier Euro. Zu Gunsten des Fanprojektes läuft eine Tombola, bei der Preise wie Reisegutscheine, Sportartikel oder Bücher auf die Gewinner warten. Für die musikalische Untermalung sorgt Eisgrub-Plattendreher DJ Patrick. Dietrich verspricht: "Wir haben noch einige Überraschungen in Petto!"

Eine Überraschung könnte es am höchsten Mainzer Feiertag geben. In jüngster Zeit hat sich das Huhn, ganz den Gepflogenheiten seiner Heimat verpflichtet, intensiv an die Fastnacht angenähert. Bilder von Besuchen im Fastnachtsmuseum, beim Sitzungspräsidenten der Eiskalten Brüder Andreas Schmitt oder bei "Till" Friedrich Hofmann sind auf der Homepage zu bewundern. Und wer weiß, was an Rosenmontag passiert - man munkelt, das Huhn habe schon ein Bein auf einem Wagen einer renommierten Korporation... Jens Bednarek (RHZ05/JAN.20754 Rhein-Zeitung, 21.01.2005; Das 05-Huhn ist Meenzer wie wir)
Damals lief nur der Motor des Gefährts. Aber das reichte, um Willi Adenauer zum Kauf zu bewegen. "Dieses Geräusch allein ist schon klasse!", schwärmt der Bastler vom dumpfen und lauten Klopfen, das ihn an seine Kindheit erinnert: "Früher hat man sowas ja noch öfter fahren gehört..."

Adenauer meint damit das Besondere an seinem Oldie-Schlepper. Denn der hat nur einen Zylinder, einen so genannten "Glühkopf", mit einem Kolben so groß wie ein Wassereimer und dem entsprechenden Hubraum: 5750 Kubikzentimeter. Um ihn in die Gänge zu kriegen, muss man mit einer speziellen Heizlampe die Glühnase am Zylinder bis zu sieben Minuten lang vorglühen - bis der Diesel zündet...

Das alles klappte zwar beim Kauf des Treckers. Bis er aber wie neu aussah, dauerte es immerhin vier Jahre. Inzwischen scharen sich dafür bei jedem Traktortreffen wahre Menschentrauben um den originalgetreu restaurierten "Vierzon". Und das macht seinen Besitzer "schon ein bisschen stolz".

In Stunden kann Willi Adenauer, der als Angestellter bei der Deutschen Bahn arbeitet, die Zeit allerdings nicht beziffern, die er bisher in seinen Liebling investiert hat. Allein die Suche nach Ersatzteilen hat manchmal Tage gekostet: Sogar auf Märkten in den Niederlanden, Belgien und Frankreich war er dafür unterwegs. Und wenn er selbst dort das richtige Teil nicht fand, dann musste zumindest jemand her, der es nachbaute. (RHZ05/FEB.00130 Rhein-Zeitung, 01.02.2005; Adenauers Franzose ist ein seltener...)


Selbst wenn man die Hälfte des Alkoholkonsums jugendlicher Prahlerei zuschreibt, bleibt noch eine stolze Portion übrig, eine fast leere Flasche Apfelkorn dient als Beweis.

Würde man den "Fall Dennis" als Einzelfall betrachten, hätten schon mindestens vier Personen gegen die Auflagen des Jugendschutzgesetzes verstoßen. Die Eltern, denn sie haben Dennis gestattet, bis 3 Uhr bei der Party zu bleiben; der Veranstalter der Party, denn er hat beim Einlass und auch im weiteren Verlauf des Abends nicht überprüft, wie alt seine Party-Gäste sind; der Mann hinter der Theke: Er hat Dennis Wodka verkauft; und viertens eine Aushilfe an einer Tankstelle in Bad Ems: Die Flasche Apfelkorn, sie sollte eigentlich zum "Vorglühen" dienen, wurde dort verkauft.

Für Dennis und seine Kumpels ist der Abend normal. "Party ist nur gut, wenn du voll bist", meint Frank. Anne, eine 15-Jährige, glaubt, dass "man dann einfach cool drauf ist." Bei der Fastnachts-Disco scheint es für Kids und Jugendliche nicht sonderlich schwer, an Alkohol zu kommen. Eine "Happy-Hour" zwischen 20 Uhr und 21 Uhr bietet sogar gleich "zwei Getränke zum Preis von einem" an. "Das war ja auch der Grund, warum unser Appelkorn noch nicht leer ist", lacht Frank. "Hier fragt keiner nach deinem Ausweis", weiß Magda. "Es gibt so ein paar Partys, wo echt genau kontrolliert wird", erzählt die 16-Jährige, "zum Beispiel in Nievern, da sind die echt kleinlich". (RHZ05/FEB.08953 Rhein-Zeitung, 08.02.2005; Faschings-Party nur mit Promille)
DAADEN.

Wenn er nur sprechen könnte. Dann hätte der Lanz Bulldog aus dem Jahr 1937, der heute Volker und Hans-Günther Schütz aus Daaden gehört, viel zu erzählen. Vom real existierenden Sozialismus, von müden Ackergäulen, langen Arbeitstagen, von Krieg, Zerstörung und Verfall. Und von Äckern ohne Ende und Anhängern, die er kaum ziehen konnte. Doch er kann nicht reden. Einiges indes wissen seine neuen Besitzer zu erzählen - zum Beispiel über das Anlassen.

Viele Dieselfahrer kennen die obligatorische Gedenkminute bei den älteren Selbstzündern, ist doch bei Diesel-Autos vor dem Anlassen des Motors eine kurze Wartezeit für das Vorglühen notwendig. Viel mehr Geduld müssen Volker und Hans-Günther Schütz bei ihrem Lanz Bulldog aufbringen. Bis zu 15 Minuten brauchen sie, damit sich der alte "Glühkopf" in Bewegung setzt. So lange wird mit einer benzinbetriebenen Heizlampe die so genannte "Glühnase" (Glühkerze) erhitzt, bis sie rot glüht.

Doch das ist nicht alles. Der eigentliche Kraftakt beim "3506" der Schütz-Brüder kommt gleich darauf: Der dicke Dieselmotor muss mit Muskelkraft angeschmissen werden. Und das geht so: Als Kurbel dient das Lenkrad. Es wird abgeschraubt, dafür an der Fahrzeugseite aufgesetzt, dann muss der Motor mit einer kräftigen Lenkbewegung angeworfen werden - viel mühseliger als durch eine Kurbel. (RHZ05/AUG.02885 Rhein-Zeitung, 03.08.2005; Der älteste Trecker weit und breit)


Kabarettistische Einstimmung auf den kommenden Wahltag im 3sat-Zelt - Monaco Bagage mit Volksmusik der anderen Art

MAINZ.


Urban Priol saust schon vor seiner Sendung beim 3sat-Zeltfestival wie ein Kugelblitz über die Bühne und deckt sein Publikum mit Wortkaskaden ein. "Des is nur so des Vorglühe", behauptet der kleine Mann mit dem wirren Haar, dabei ist eine Steigerung kaum denkbar. Da seine Show "Alles muss raus" aufgezeichnet und am Tag vor der Wahl gesendet wird, muss er noch was anmerken - wie immer ganz schnell: "Nicht wundern, wenn ich zwischendurch deprimiert sach: Was wähl" ich morgen bloß?"

Die Wahl und die Stimmung im Land sind die Themen Priols. In der Rolle von Helmut Kohl lobt er Angela Merkel: "Das Angela is mein Mädchen. Die hab" ich gemacht. Jedes Mal, wenn ich die im Fernsehen seh", denk ich: Brav, das bin ja ich." Doris Schröder-Köpf bezeichnet der Kabarettist als die Yoko Ono der Sozialdemokraten, und zu Stoibers Äußerung, in Bayern lebten die klügsten Teile der Republik, fällt ihm auch was ein: "Das sind die gestandenen Männer, denen nie das Herz in die Hose rutscht, weil da die geschwollene Säuferleber sitzt." (RHZ05/SEP.17749 Rhein-Zeitung, 14.09.2005; Bei Urban Priol purzeln die Sätze im...)


Sie rumpelten einst rustikal und spartanisch ausgestattet, aber zuverlässig über die deutschen Straßen der Nachkriegszeit und sorgten maßgeblich für das Wirtschaftswunder: Die Laster der 50er-Jahre. Ein top-restauriertes Überbleibsel haben die Bertgens aus Müden aufgehoben.

MÜDEN.


"Vorglühen" bis es in dem kleinen Guckloch am Armaturenbrett rot schimmert, anlassen und Gas geben. Den zweiten Gang einlegen und die gewaltige Kupplung furchtlos kommen lassen: Sieben Tonnen Stahl, Blech, Holz und Segeltuch setzen sich mittels Sechsszy- linder-4,5-Liter-Diesel dröhnend in Bewegung.

Mit dem Mercedes-Benz-Lastwagen L 311, Jahrgang 1956, der Bertgens aus Müden geht es raus aus dem Ort rechts ab in Richtung Karden. Von Beschleunigen kann keine Rede sein, bestenfalls von Fahrt aufnehmen.

Höchstens mit 60 Sachen rumpelt das urige Nutz-Gefährt an der Mosel entlang. Bei mehr Gas wird"s unangenehm, weil man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Fürchterlich krachend, aber klaglos nimmt das 49 Jahre alte Fünfgang-Getriebe die Gangwechsel mit dem riesigen derben Schalthebel hin. (RHZ05/SEP.19515 Rhein-Zeitung, 16.09.2005; Echte Knochenarbeit am Lenkrad)
30. Oktober, in Ruhe in einer Vielzahl von Artikeln stöbern. Tonarbeiten, Weihnachtskrippen, Holzprodukte,

Geschenkartikel, Herbstdekorationen, frische Blumengestecke, Schmuck, Gewürze, 3D-Bilder oder handbemalte Tannenbaumkugeln sind im Angebot.

Korbflechter, Stein-Bildhauer und Drechsler präsentieren zudem ihr Handwerk. Schausteller wollen mit einem Karussell, einer Schießbude und einem Autoscooter die Kinder erfreuen. Am Samstag steht von 16 bis 22 Uhr der Nachtmarkt an. Höhepunkt soll ein Vorglühen von Heißluftballons werden - das allerdings nur bei entsprechendem Wetter. Am Abend wird das schönste Halloween-Kostüms von Kindern und Erwachsenen im Restaurant Mediterrana prämiert.

Am Sonntag, 30. Oktober, hat der Markt von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Kinder, die einen Hand geschnitzten Kürbis mitbringen, können an einer Tombola teilnehmen. Außerdem haben die Besucher des Marktes die Möglichkeit, einige Unternehmen des Gewerbeparks Oberraden zu besichtigen. (RHZ05/OKT.32959 Rhein-Zeitung, 27.10.2005; Halloween-Markt hat Premiere)


Denn im amüsanten Wettkampf ums Regiment sowohl in der Gemeinde als am heimischen Herd zockten die Damen die Herren der Schöpfung in deren ureigensten Disziplinen: Armdrücken, Saufen und Rauchen, Kartenspielen ab. Dabei waren die Rollen den Akteuren wie auf den Leib geschrieben. Unter Regie von Günter Stock kämpften vier Streiter auf der Seite "Adams": Peter Benner spielte überzeugend den Dorfwirt Becherer, der mehr von der Ehe versteht als alle anderen und drum noch Junggeselle ist: "Am Tag, an dem das Weib regiert, ist die Erde ruiniert."

Stefan Lück mimte glaubhaft den Dorfmetzger Schnitzler, der als potenter "GTI" protzt, wohingegen seine Holde ihn als alten "Diesel" sieht, der einen Abend vorglühen muss. Köstlich war es auch, Pfarrer Ulrich Bals in der Rolle des Ehe erfahrenen und geplagten Friseurs Schnippinger zu erleben, der im Brustton der Überzeugung donnert: "Eine Schnur an die Frauen, und man kann sie als Drachen steigen lassen."

"Zieh dich aus, kleine Maus"

Zeribert Schütz - er hatte die Gesamtleitung - erfüllte seinen Part ebenso erfrischend und litt als Bäckermeister Mürbinger gleich doppelt: unter der Beschimpfung seiner "Luftballon-Semmel" und einem Dummchen als Frau. (RHZ05/OKT.38824 Rhein-Zeitung, 31.10.2005; Lustiger Kampf der Geschlechter)


Ordentlich laut, mit super Mucke und heftigstem Abtanzen rutschen die Kulturzentren KUZ und Schlachthof ins Jahr 2006. Während in Mainz schon um 21 Uhr begonnen wird, wartet Wiesbaden, bis das Raketenpulver verschossen ist und legt um 0.30 Uhr nach. Jeweils 3 Mal 2 Menschen müssen sich entscheiden: welche Rheinseite darf es diesmal sein? Schick und Schön wird im gleichnamigen Club zum Jahreswechsel von abends Zehn bis morgens Zehn mit den Resident-DJs und einem guten Schuss House-Musik gefeiert. Die zehn Euro Eintritt zum Silvesterspaß können sich sechs Partyhopper sparen. Wen zur späten Stunde noch der Hunger plackt, der ist im Red Cat richtig. Hier geht"s nach dem Vorglühen auf der Kupferbergterasse (23 Uhr) ab 0.30 in der roten Katze neben Clockwork & The Buttbrothers musikalisch und kulinarisch zur Sache. Zum Buffet schicken wir zwei Tanzmäuse. Viele neue Musikgesichter bringen Schwung in jedes Tanzbein - ab 21 Uhr in der Altstadt. Zur Silvesterparty heizen Jammin" Cool und DJ Erni im Frankfurter Hof mit Klassiker von Kool & the Gang und Earth, Wind and Fire ein.

Das Phantom der Oper, der Musicalthriller nach dem Roman von Gaston Leroux, wird in deutscher Sprache am 3. Januar in der Phönixhalle zu Gast sein. Sechs Fans können die internationalen Musicalstars auf der Bühne bewundern (20 Uhr). (RHZ05/DEZ.09263 Rhein-Zeitung, 07.12.2005; Der Nikolaus bringt Kultur zum Nulltarif)


Der nächste Besitzer reduzierte die Fahrgeschwindigkeit des Treckers von acht auf sechs Kilometer pro Stunde und musterte das Fahrzeug damit aus: Von nun an war der "Elfer" steuer- und haftpflichtfrei, und das gilt bis heute.

Mutter Lehnhäuser hatte sich damals über den Kauf ihres Filius" regelrecht aufgeregt, aber die Oma meinte, dass ihr Enkel sein Geld an einem Trecker gut anlegt habe. Sie hatte recht, denn heute wird ein "Elfer-Deutz" im gepflegten Zustand mit 3000 Euro gehandelt. Als Lehnhäuser ihn kaufte, musste er zunächst den Zylinder und die Zylinderbuchse wechseln. Den Originalkolben hat er bis heute aufgehoben.

Eine Dose mit Zündhütchen zum Vorglühen hat Karl-Heinz immer im Werkzeugkasten, und nach wenigen Kurbeldrehungen steht der Veteran mit seiner kompletten Leistungskraft zur Verfügung. Auf Ausstellungen und bei Treckertreffen hat er seinem Besitzer schon manchen Pokal für das älteste und originellste Modell eingebracht.

Klöckner-Humbold-Deutz hat 1936 mit der Produktion des "F1M 414" begonnen und bis 1942 mehr als 10 000 Stück dieses Typs ausgeliefert. Interessant ist auch, dass der Originalfahrersitz aus massivem, zentimeterdicken Stahlguss gefertigt ist - nicht sehr ergonomisch, aber für die Ewigkeit geschaffen.

Manfred Kögler (RHZ05/DEZ.10135 Rhein-Zeitung, 08.12.2005; Oldtimer einst vom Taschengeld gekauft)
Schulparty steigt am Freitag

"Vorglühen" für das große Ereignis, das am kommenden Freitag in der Sporthalle der Mayener Realschule stattfinden wird: Die "RPR 1-Klasse! Intermedial-Schulparty" wird dort von 10 Uhr bis 12.45 Uhr über die Bühne - und via Radio über den Sender - gehen. Gestern probten Schüler, RZ-Mitarbeiter sowie Andrea Willig von RPR 1 (vorne, Mitte) den "Ernstfall". Und am Freitag gibt es einen echten Stargast zu hören ... Foto: Wölm (RHZ06/FEB.17228 Rhein-Zeitung, 18.02.2006; Schulparty steigt am Freitag)
Die "Magic Majorettes" marschierten mit und wirbelten ihre Stöcke umher. Mit heißen Rhythmen heizte die Tanzgruppe "Os Latinos" ein: Zu latein-amerikanischer Musik ließen sie die Hüften kreisen. Die Samba-Truppe "Batida de Samba" stand dem in nichts nach.

Dass auch Frauen sportbegeistert sind, bewiesen die Sinziger Stadtmauremöhne: Verkleidet als große Fußbälle und fahnenschwingend zollten sie der Fußball-WM Tribut. Ein krönender Abschluss für die Session 2005/06.

"Ruud" waren nicht nur die "Ruuse" und Pappnasen beim Bachemer Karnevalszug, sondern auch die Nasen von manchem Jeck am Straßenrand. Das lag allerdings weniger an den Promille, die mancher zum "Vorglühen" brauchte, sondern eher an den eisigen Temperaturen und der feuchten Wetterlage.

So lobte auch am Ende das Prinzenpaar von Bachem, Beate I. und Erich I. (Stadtfeld), seine Narrenschar auf seinem Prinzenwagen "Ihr seid alles tolle Jecken". Ein großes Thema waren die Haare, die das aus Bad Neuenahr stammende Friseurmeister-Prinzenpaar zuhauf hätte stylen können.

So ging die Kirchengemeinde Pius und Rosenkranz als Struwwelpeter, die Möhnen hatten noch die Lockenwickler im Haar und die Bürgergemeinschaft Bachem half derweil mit Kamm und Schere aus. Der Sportverein Germania bedankte sich als Fußballfans beim Bürgermeister für das neue Licht "Endlich haben wir gute Sicht durch Tappes neues Licht" und der Männerchor schickte als Scheichs ein Stoßgebet "Liebe Ölscheichs habt Erbarmen, mit dem Spritpreis werden wir verarmen". (RHZ06/MAR.00802 Rhein-Zeitung, 01.03.2006; Temperamentvoller Kehraus in Sinzig und Bachem)
Nostalgische Traktoren zogen neugierige Blicke auf sich

Erst vorglühen: 150 Landmaschinen waren in Asbach zu bewundern - Lanz-Bulldog von 1934 war die Attraktion - Immer mehr junge Leute dabei

ASBACH.

Wieviel Pferdestärken nun am Wochenende auf dem Asbacher Marktplatz zusammenkamen, lässt sich kaum errechnen. Fest steht allerdings, dass über 150 alte Traktoren und Landmaschinen zu bewundern waren. Damit hatten die Oldtimerfreunde Asbacher Land eine Rekordzahl seit Bestehen des Oldtimer-Treffens erreicht. Die "Veteranen" zogen die Besucher magisch an, und so mancher erfreute sich an den knatternden Traktoren, die an vergangene Zeiten erinnern. (RHZ06/MAI.08904 Rhein-Zeitung, 10.05.2006; Nostalgische Traktoren zogen neugierige Blicke auf sich)


Wasserwerk, Notstromaggregat, Heizung (eingebaut, sonst wäre sie daheim geblieben), Powermoon-Beleuchtung, Essen, Trinken. Nein, sie wollen sich nicht auf das dünne Lunchpaket und die Warmverpflegung verlassen. Nebenan hat der ASB in der Turnhalle einen Behandlungsplatz für 50 Verletzte eingerichtet. Tragen, Medikamente, Feldbetten.

Die Fans "glühen" vor

Zurück zur WM-Meile begleiten mich drei Feuerwehrleute ein Stück. In der Nähe des Stiftsplatzes geht nichts mehr, alles steht. Überall laufen TV-Geräte in den Verkaufszelten, alle drücken Ghana gegen die Tschechoslowakei die Daumen. USA und Italia skandieren die Fans, die in brütender Hitze "vorglühen". "Das wird heiß, ahnt Notärztin Dr. Reinhild Tillmann. Die Malteser haben ihre Autos jetzt auf einem schattigen Hof geparkt, ein Zelt aufgebaut, sich mit "Malteserburgern" verpflegt. Statt um 17 Uhr kommt die Warmverpflegung um 20 Uhr.

Die Public-View-Arena nebenan ist rappelvoll, Polizisten lassen immer nur so viele Besucher rein wie rauskommen. Auf der Straßen ballen sich die Fans, die Wiese vorm Polizeipräsidium ist überfüllt. Dazwischen wuseln Plastikflaschen-Sammler, bedienen sich aus dem Rinnstein und aus Mülleimern. Hunderte von Pfandflaschen werden hinter Büschen deponiert, ein Pfandjäger stopft ein ganzes Auto damit voll. Bei vielen Fans drückt das Bier, ein Klo fehlt. "Hier nicht" schickt Gerhard Welz die Eckenpinkler weg - wir sind hier nicht auf der Kreuznacher Weiberfastnacht. (RHZ06/JUN.17254 Rhein-Zeitung, 20.06.2006; Das Spiel dauert nur für die Kicker 90 Minuten)


Aus lauter Liebe zum Autofahrer stürzt sich Gottschalk natürlich auch diesmal nicht in die Diskussion. Er weiß, die Pkw-Maut würde auch das Pkw-Geschäft mehr belasten. In diesem Fall sei ihm seine Parteilichkeit aber verziehen.

Auto-Lexikon

Dieselmotor muss Vorglühen

Anders als bei einem Benziner gehört zum Startvorgang eines Dieselmotors das so genannte Vorglühen. Der Grund dafür ist, dass beim Kaltstart des Diesels die beim Verdichtungsprozess erreichte Temperatur zum Entzünden des Kraftstoffs nicht ausreicht. Das Gemisch muss vorgewärmt werden. Diese Aufgabe übernehmen Glühkerzen, die in den Verbrennungsraum hineinragen. Ein Teil des eingespritzten Kraftstoffs verdampft an den heißen Glühkerzenspitzen und entzündet sich. Früher dauerte der Vorglühprozess mehrere Minuten, mittlerweile reichen wenige Sekunden aus.

Ratgeber (RHZ06/AUG.04034 Rhein-Zeitung, 05.08.2006; Anlasser Gottschalk meutert gegen...)
Auto-Lexikon

Dieselmotor muss Vorglühen

Anders als bei einem Benziner gehört zum Startvorgang eines Dieselmotors das so genannte Vorglühen.Der Grund dafür ist, dass beim Kaltstart des Diesels die beim Verdichtungsprozess erreichte Temperatur zum Entzünden des Kraftstoffs nicht ausreicht. Das Gemisch muss vorgewärmt werden. Diese Aufgabe übernehmen Glühkerzen, die in den Verbrennungsraum hineinragen. Ein Teil des eingespritzten Kraftstoffs verdampft an den heißen Glühkerzenspitzen und entzündet sich. Früher dauerte der Vorglühprozess mehrere Minuten, mittlerweile reichen wenige Sekunden aus.

Ratgeber


Pannenhelfer sind unfallversichert (RHZ06/AUG.04034 Rhein-Zeitung, 05.08.2006; Anlasser Gottschalk meutert gegen...)
Während der eine Fahrer seinen Deutz mit dem Zündplättchen zum Laufen bringt, muss der andere mit dem Brenner vorglühen. (RHZ06/AUG.13936 Rhein-Zeitung, 16.08.2006; Während der eine Fahrer seinen Deutz mit...)
Auch die schnellsten Flitzer kommen inzwischen ohne Ottomotor aus

Auf dem Markt der Sportwagen tut sich etwas: Die ersten Autohersteller stoßen mit Dieselmotoren ins sportliche Segment vor. Doch die etablierten Sportwagenbauer bleiben skeptisch.

Sie müssen beim Anlassen ewig vorglühen, stoßen Rußwolken aus und sind beim Beschleunigen ziemlich lahm. Dieselmotoren hatten früher trotz aller Vorzüge beim Verbrauch mit Vorurteilen zu kämpfen. Viele haben sich zwar mit der Einführung moderner Turbolader- und Direkteinspritztechnologien erledigt. Trotzdem denken die meisten Autofahrer beim Thema Sportwagen immer noch an Ottomotoren.

Das könnte sich ändern: Audi hat auf dem Pariser Automobilsalon einen Topdiesel für den Q7 vorgestellt, der es mit den Benzinaggregaten aus manchen Supersportwagen aufnehmen könnte. Aus zwölf Zylindern schöpft das mit zwei Turbos aufgeladene 6,0-Liter-V-Aggregat 368 kW/500 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 1000 Newtonmetern. Damit beschleunigt Q7 in nur 5,5 Sekunden auf Tempo 100. (RHZ06/NOV.02407 Rhein-Zeitung, 04.11.2006; Der Diesel wird immer sportlicher)


Harte Drogen sind schon längst Alltag

Suchtberatungsstelle in Westerburg verzeichnet steigende Fallzahlen - Trinkgelage bei Jugendlichen

"Abschädeln", "Vorglühen" oder "Abpumpen" lauten die Bezeichnungen für eine neue Art von Trinkgelage, die unter Jugendlichen immer beliebter wird. Beim sogenannten Binge-Drinking wird in kurzer Zeit so viel getrunken wie irgend möglich. Dies ist nur ein Trend, den Drogenberater ausgemacht haben. Die WZ fragte beim Diakonischen Werk in Westerburg nach Fallzahlen.

WESTERWALDKREIS.

Alkohol und Drogen werden für immer mehr Menschen aus dem Westerwald zur Flucht aus der Realität. Die Suchthilfe des Diakonischen Werks in Westerburg (der einzigen Beratungsstelle im Kreis für illegale Drogen) verzeichnet seit Jahren steigende Fallzahlen. Mehr als 700 Personen werden bis Ende des Jahres eine Drogenberatung durchgemacht haben - mehr als je zuvor. (RHZ06/DEZ.04802 Rhein-Zeitung, 05.12.2006; Harte Drogen sind schon längst Alltag)
Es war eine Woche der verblüffenden Nachrichten, und sie fing mit der verblüffendsten gleich an. Die Kriminalität im Kreis Altenkirchen ist 2006 gestiegen, meldeten wir Dienstag - und schoben am Mittwoch hinterher, dass sie so niedrig lag wie seit Jahren nicht. - oder ein anderer Raub war; bei organisierter Kriminalität mischen Koblenz oder vielleicht sogar das LKA mit... Und da jede Dienststelle ihre Fälle separat festhält, bewahrheitet sich die alte Weisheit: Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!

Nur Mut, Männer!

An Schwerdonnerstag werden 300 Frauen aus Norddeutschland in Oberlahr eintreffen, um im Hotel Westerwald-Treff eine rauschende Karnevalsfete zu feiern. Unterwegs schon "vorglühen" ist da für die Närrinnen Pflicht, denn sofort bei Eintreffen um 17 Uhr sollen sie per Polonaise in die Disko geführt werden, wo DJ "Rucki-Zucki" (!) auflegt. Dringender Appell der Hotelleitung: Eilet herbei, Ihr Westerwälder Männer! Die Damen wollen wohl nicht unter sich bleiben. Eine Kurzumfrage in der Redaktion ergab: Unsere Männer sterben fast vor Neugier, aber trauen täte sich keiner.

Beamte mobil

Sorgfältig gepflegte Vorurteile macht die Kreisverwaltung kaputt. Nicht nur, dass es da Mitarbeiter gibt, die zu fortgeschrittener Abendstunde noch aus dem Kreishaus anrufen. In den Gebäudemanagern haben wir nun auch noch welche kennengelernt, die in aller Öffentlichkeit nach mehr Arbeit verlangen: Mit ihrem Wunsch, die kreiseigenen Immobilien rundum zu betreuen, sind sie viel zu mobil fürs Beamten-Mikado. (RHZ07/FEB.02945 Rhein-Zeitung, 03.02.2007; Nachlese)
Kläävbotze in Oberlahr

Narrhalla in der -Treff: Die KG Oberlahr wird am Freitagabend ab 20.11 Uhr ihre Prunksitzung unter dem Motto "3x11 Jahre KG Oberlahr" feiern und so das närrische Wochenende eröffnen. Ab 19.30 Uhr gibt es für die Jecken, die es nicht erwarten können, ein karnevalistisches "Vorglühen", wenn die Kindertanzgruppen ihr Können präsentieren. Höhepunkte der Sitzung sind sicher die Regimentstrompeter der KG Prinzengilde 1947 Eschweiler, die Büttenreden von "Horst und Ewald" und die kölsche Mundartgruppe "Kläävbotze", die rheinischen Frohsinn garantiert.

Uwe lädt die Narren ein

Nachdem am Samstag angesichts der langen Partynacht in Oberlahr Ausschlafen angesagt ist, hat der gemeine Jeck danach die Qual der Wahl. -jährigen Bestehen werden vor allem Moped Manni und Wilhelm Heidepeter in der Bütt, Bauchredner Addy Axon und die Musiker von Cover Kölsch viele Tusche kassieren. (RHZ07/FEB.08638 Rhein-Zeitung, 09.02.2007; Kläävbotze in Oberlahr Narrhalla in der...)


BAD KREUZNACH.

Dieser Käfig ist nur besoffen zu ertragen, behaupteten wandelnde Magenbitter-Fläschchen mit ihrer Rückenaufschrift. Neun Mitarbeiter des Jugendamtes erwischten aber weitaus weniger ganz junge Gäste mit Alkohol als noch 2006. Vanessa Berg und ihre Kollegen haben im Käfig und außerhalb "viele gute Gespräche" mit dem närrischen Nachwuchs geführt, berichtet sie. Die meisten seien sehr einsichtig gewesen. Notarzt Dr. Ari Cronenberg musste allerdings mehr volltrunkene Jugendliche behandeln als im Vorjahr.

Die Patrouille des Ordnungsamtes stellte fest, dass viele Jugendliche komplett außerhalb feierten - und nicht nur, wie in vergangenen Jahren, draußen "vorglühten", weiß Amtsleiter Hans Dieter Corell. Vor dem Gymnasium an der Stadtmauer stieg eine große Party, in der Mannheimer Straße kurz vor dem Käfig drängten sich mehr Jugendliche als 2006. Corell freut sich, dass sich in diesem Jahr keine Anwohner wegen Lärmbelästigung beschwerten. Dieses Problem sei in Absprache mit den Vereinen gelöst worden.

Weitaus mehr leere Dosen und Flaschen als 2006 blieben vorgestern auf den Straßen liegen, meint Corell. Die Mitarbeiter des Bauhofs mussten aber nur etwas mehr als halb so viel Müll einsammeln als 2006, freut sich dessen Leiter Erwin Elfeld. Denn erstmals musste der Veranstalter, der Verein "Kreiznacher Narrefahrt", den Dreck im Käfig selbst beseitigen. (RHZ07/FEB.16833 Rhein-Zeitung, 17.02.2007; Kaum einer nutzte Tonne)


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Tanzfläche



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