Institut für Deutsche Sprache, Mannheim



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Vorglühen der anderen Art

4Ein ganz besonderes „Vorglühen“ konnte die Wiener Neustädter Jugend am Samstagabend in der Neustädter Kapuzinerkirche erleben. Unter dem Motto „Saturday Night Spirit - Das andere Vorglühen“ fand zum bereits achten Mal eine speziell für Jugendliche aufbereitete Messe statt. Coole Musik und die rhythmischen Lobpreislieder der modernen Messe, die von Pater Marek gelesen wurde, sorgten dabei für gute Stimmung vor dem Fortgehen in die Innenstadt. (NON13/MAR.12274 Niederösterreichische Nachrichten, 28.03.2013;)


3Zum 30. Geburtstag wurde Michaela Regel von ihrem Onkel, dem Feuerwehrkommandanten von Matzendorf Martin Schneidhofer und seiner Familie ein ganz besonderer Wunsch erfüllt: ein Hubschrauberrundflug.

Vorglühen der anderen Art

4Ein ganz besonderes „Vorglühen“ konnte die Wiener Neustädter Jugend am Samstagabend in der Neustädter Kapuzinerkirche erleben. Unter dem Motto „Saturday Night Spirit - Das andere Vorglühen“ fand zum bereits achten Mal eine speziell für Jugendliche aufbereitete Messe statt. Coole Musik und die rhythmischen Lobpreislieder der modernen Messe, die von Pater Marek gelesen wurde, sorgten dabei für gute Stimmung vor dem Fortgehen in die Innenstadt. (NON13/MAR.12274 Niederösterreichische Nachrichten, 28.03.2013;)
3Zum 30. Geburtstag wurde Michaela Regel von ihrem Onkel, dem Feuerwehrkommandanten von Matzendorf Martin Schneidhofer und seiner Familie ein ganz besonderer Wunsch erfüllt: ein Hubschrauberrundflug.

Vorglühen der anderen Art

4Ein ganz besonderes „Vorglühen“ konnte die Wiener Neustädter Jugend am Samstagabend in der Neustädter Kapuzinerkirche erleben. Unter dem Motto „Saturday Night Spirit - Das andere Vorglühen“ fand zum bereits achten Mal eine speziell für Jugendliche aufbereitete Messe statt. Coole Musik und die rhythmischen Lobpreislieder der modernen Messe, die von Pater Marek gelesen wurde, sorgten dabei für gute Stimmung vor dem Fortgehen in die Innenstadt. (NON13/MAR.12274 Niederösterreichische Nachrichten, 28.03.2013;)
Müll vom Vorglühen

Ärger


Im Süden St. Pöltens gibt es viel Unterhaltungsmöglichkeit für Junge, mit „mistigen“ Folgen für die Anrainer der Betriebe. (NON13/MAR.12333 Niederösterreichische Nachrichten, 28.03.2013; Müll vom Vorglühen)
Die Schülerinnen Denise Hatter, Simone Blüml und Theresa Hierwek beim Vorglühen. (NON13/APR.04728 Niederösterreichische Nachrichten, 11.04.2013;)
Altmann, Leiter Brauhotel,

Weitra:


„Einen kleinen Dorfwirt betrifft das sicher mehr als uns. Wir haben unsere Stammkundschaft, die auch kommt, wenn z. B. ein Fest in Weitra ist. Auch die Jungen kommen zum ‚Vorglühen‘.“

Thomas


Wallner, (NON13/MAI.19381 Niederösterreichische Nachrichten, 30.05.2013; Schaden Vereinsfeste den Wirten?)
Der Film „schrammel.punkt.aus“ von Martin Ani bas über den Musiker und Landwirt Hans Schrammel wurde am 18. Februar im Stadtmuseum vorgeführt.

Zu Beginn gab es zur Einstimmung ein paar Stücke von Schrammel, begleitet von Erwin Pistracher an der Bluesharp, zu hören, bevor die die Filmvorführung startete. Ursprünglich war „schrammel.punkt.aus“ als 15-minütiger Film konzipiert, doch beim Dreh hatte sich dermaßen viel Material angesammelt, dass schließlich 85 Minuten daraus wurden.

Anibas hatte Schrammel auf seinem Bauernhof in Wultschau bei Weitra mit der Kamera durch seinen Alltag als Landwirt begleitet. Bereitwillig führt Schrammel seine Sammlung alter Traktoren vor, immer mit dem Hinweis „ohne Vorglühen läuft gar nichts“, und lädt den Zuschauer auf einen Streifzug durch sein Zuhause ein, gewürzt mit Schrammels Musik und Rückblicken in die Vergangenheit des Musikers.

Dabei kommt der Humor keineswegs zu kurz. Vor allem Schrammels lapidare Kommentare sorgten für Lacher im Publikum. Der Schmäh kam stets mit Waldviertler Ehrlichkeit rüber, ohne aufgesetzt oder einstudiert zu wirken. „Schrammel, wie er leibt und lebt“ fasst den Inhalt des Films wohl am besten zusammen.

Auch die Naturverbundenheit Schrammels fließt in das Portrait mit ein, ebenso wird sein Zugang zur Musik thematisiert. (NON14/FEB.14225 Niederösterreichische Nachrichten, 27.02.2014; Filmischer Streifzug)
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Franz Hofer (vorne Mitte sitzend) beim „Vorglühen“ im Kreise seiner Poltererfreunde. (NON14/JUL.32049 Niederösterreichische Nachrichten, 31.07.2014;)


Werden die Feste verstärkt überwacht? Die NÖN hat bei Polizei und Veranstaltern nachgefragt.

BEZIRK NEUNKIRCHEN

Die Polizei stellt klar, dass die angesetzten Planquadrate nichts mit den Festterminen zu tun haben. „Da gibt es einen Jahresplan und danach wird kontrolliert“, so Pressesprecher Johann Baumschlager. „Natürlich kontrollieren wir rigoroser, wo wir wissen, dass es öfter zu Ausschreitungen kommt. Für die einzelnen Bezirke gibt es aber keine eigenen Zahlen, wie oft es zu Ausschreitungen kommt. Die Dunkelziffer ist sicher höher, denn nur die Vorfälle, bei denen es zu Verletzungen bei einer Schlägerei kommt oder wir eine Verletzungsanzeige vom Krankenhaus bekommen, werden registriert.“ Das „Vorglühen“ von Jugendlichen bleibt aber weiterhin ein Problem, welches man nur schwer in den Griff bekommen kann. „Hier wäre das Elternhaus gefragt“, so Baumschlager.

Beim Taxiunternehmen Friedrich Pruggmayer werden an den Wochenenden verstärkt Taxis gerufen. „Da haben wir immer mehr Autos im Einsatz, als unter der Woche. Die Kunden sind vom Alter her bunt gemischt, obwohl natürlich bei diversen Festen die Jugend überwiegt. Ich muss sagen, dass die Jungen oft vernünftiger sind als die Eltern.“

Die meisten Vereine haben Security-Firmen engagiert, um die Sicherheit bei den Festen zu gewährleisten. Diese kommen aus Wiener Neustadt oder aus der Steiermark. „Daher haben wir auch keine Schlägereien“, so Kommandant Michael Lemberger aus Feistritz. (NON14/AUG.00017 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Mit Security-Hilfe gegen Fest-Exzesse)
BEZIRK NEUNKIRCHEN

Betrunkene Jugendliche, die durch das Zelt torkeln, kein schöner Anblick. Doch in den letzten Jahren hat sich auf diesem Gebiet viel getan. Durch die Verwendung verschiedenfärbiger Plastikbänder kann man sofort erkennen, wer Alkohol trinken darf und wer nicht.

Bezirkskommandant Josef Huber aus Aspang weiß aber: „Das sind alles feuerwehrinterne Sachen. Jede Feuerwehr kann das handhaben, wie sie möchte. Die einen verwenden Stempeln, die anderen Bänder. Prinzipiell ist diese Unterscheidung der Besucher eine gute Sache und ich glaube, dass man damit dem unerlaubten Alkoholkonsum besser Herr werden kann. Jugendliche, die ‚vorglühen‘, wird es aber immer geben, das kann man nicht verhindern. Denn das passiert außerhalb des Festgeländes.“

Eines der größten Feuerwehrfeste im Bezirk ist das Grimmensteiner Pfingstfest. Kommandant Josef Ulrich hat nur gute Erfahrung mit den Farbbändern gemacht. „Früher hatten wir verschiedenfärbige Stempeln für die Besucher. Seit etwa vier Jahren haben wir die Bändermarkierung“, meint der Kommandant. „Da kann man auf einen Blick erkennen, wer Alkohol trinken darf und wer nicht.“

Auch Kommandant Michael Lemberger von der Feuerwehr Fesitritz weiß: „Der Alkoholkonsum ist mit den Bändern leichter zu überwachen. Seit wir die Bänder verwenden, gibt es auf jeden Fall weniger betrunkene Jugendliche. Josef Stickelberger aus Mariensee ist ebenfalls der Meinung, dass man den Alkoholkonsum für Minderjährige eindämmen muss. (NON14/AUG.00018 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Auf einen Blick erkennbar)
Das Problem ist das „Vorglühen“

Ausschenken an Jugendliche

Vom Armband bis zu Securitys reicht Prävention. Parkplatz als Hotspot. (NON14/AUG.00315 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Das Problem ist das „Vorglühen“)
„Die Feuerwehren im Bezirk haben unterschiedliche Varianten, um das Ausschenken von Alkohol an Jugendlichen zu verhindern“, erklärt Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafallner. Von Armbändern für Erwachsene bis zur Ausweiskontrolle von Securitys gebe es einige Optionen.

Ohne Probleme laufe eine Veranstaltung aber selten. „Unter anderem machen uns gefälschte Ausweise oder ältere Freunde, die zum Getränkekauf geschickt werden, das Leben schwer“, so Fahrafellner.

Vor allem aber mit dem „Vorglühen“ im Vorfeld des Festbesuchs haben Veranstalter zu kämpfen. „Das fängt schon am Parkplatz an. Die Veranstalter bemühen sich, das in den Griff zu bekommen, aber da haben sie es schwer“, so Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler. Auch Bezirkshauptmann Josef Kronister stößt in dasselbe Horn: „Nicht der gekaufte Alkohol beim Fest, sondern der mitgebrachte ist das Problem.“

Fahrafellner weist daraufhin, dass Kommandanten im Vorfeld von Veranstaltungen mit einem Schreiben auf die richtige Vorgangsweise hingewiesen werden. „Die Parkplätze werden ebenso überwacht wie mitgebrachte Rücksäcke. Notfalls wird den Besuchern der Eintritt verwehrt.“

Dennoch hofft Fahrafellner auf Unterstützung. „Es kann nicht sein, dass in diesem Punkt die ganze Verantwortung bei dem Veranstalter liegt. (NON14/AUG.00315 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Das Problem ist das „Vorglühen“)
Das Problem ist das „Vorglühen“

Ausschenken an Jugendliche

Vom Armband bis zu Securitys reicht Prävention. Parkplatz als Hotspot. (NON14/AUG.01083 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Das Problem ist das „Vorglühen“)
„Die Feuerwehren im Bezirk haben unterschiedliche Varianten, um das Ausschenken von Alkohol an Jugendlichen zu verhindern“, erklärt Stadtfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafallner. Von Armbändern für Erwachsene bis zur Ausweiskontrolle von Securitys gebe es einige Optionen. Probleme gibt es trotzdem: „Unter anderem machen uns gefälschte Ausweise oder ältere Freunde, die zum Getränkekauf geschickt werden, das Leben schwer“, so Fahrafellner.

Georg Schröder, Abschnittskommandant in der Region Wienerwald, erklärt: „Bei vielen Feuerwehrfesten sind Disco-Zelte für die Jugend der Renner, hier wird aber sehr stark auf den Jugendschutz geachtet, um Gewalt- oder Alkoholexzesse zu verhindern.“ Die Palette reiche von Security-Personal bis zu Armbändern zur Alterskennzeichnung sowie Parkplatz- und Taschenkontrollen, um ein „Vorglühen“ zu verhindern. Denn gerade mit dem „Vorglühen“ im Vorfeld eines Festbesuchs haben die Veranstalter oft zu kämpfen. Daheim oder auf dem Parkplatz wird bereits für den weiteren Abend „vorgetrunken“. Alkopops oder Wodka werden schon vor dem Fest konsumiert. „Dort reicht dann das eine oder andere Glas Bier, um dem Körper den Rest zu geben. Eine bedenkliche Entwicklung“, sagt Georg Schröder.

Bezirkshauptmann Josef Kronister stößt in dasselbe Horn: „Nicht der gekaufte Alkohol beim Fest, sondern der mitgebrachte ist das Problem.“ (NON14/AUG.01083 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Das Problem ist das „Vorglühen“)
„Die Feuerwehren im Bezirk haben unterschiedliche Varianten, um das Ausschenken von Alkohol an Jugendlichen zu verhindern“, erklärt Stadtfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafallner. Von Armbändern für Erwachsene bis zur Ausweiskontrolle von Securitys gebe es einige Optionen. Probleme gibt es trotzdem: „Unter anderem machen uns gefälschte Ausweise oder ältere Freunde, die zum Getränkekauf geschickt werden, das Leben schwer“, so Fahrafellner.

Georg Schröder, Abschnittskommandant in der Region Wienerwald, erklärt: „Bei vielen Feuerwehrfesten sind Disco-Zelte für die Jugend der Renner, hier wird aber sehr stark auf den Jugendschutz geachtet, um Gewalt- oder Alkoholexzesse zu verhindern.“ Die Palette reiche von Security-Personal bis zu Armbändern zur Alterskennzeichnung sowie Parkplatz- und Taschenkontrollen, um ein „Vorglühen“ zu verhindern. Denn gerade mit dem „Vorglühen“ im Vorfeld eines Festbesuchs haben die Veranstalter oft zu kämpfen. Daheim oder auf dem Parkplatz wird bereits für den weiteren Abend „vorgetrunken“. Alkopops oder Wodka werden schon vor dem Fest konsumiert. „Dort reicht dann das eine oder andere Glas Bier, um dem Körper den Rest zu geben. Eine bedenkliche Entwicklung“, sagt Georg Schröder.

Bezirkshauptmann Josef Kronister stößt in dasselbe Horn: „Nicht der gekaufte Alkohol beim Fest, sondern der mitgebrachte ist das Problem.“ (NON14/AUG.01083 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Das Problem ist das „Vorglühen“)
Eine Fünfzehnjährige aus Wieselburg, die namentlich nicht genannt werden will, bestätigt in einem Gespräch mit der NÖN-Redakteurin das Gegenteil: „Wer an Alkohol kommen will, schafft das auch. Wenn es gar nicht anders geht, schickt man eben ältere Freunde. Und die meisten Jugendlichen haben ohnehin einen gefälschten Ausweis.“

Eine weitere Möglichkeit für die Minderjährigen: sich das, was man auf dem Fest nicht bekommt, selber mitzubringen. Damit kein Alkohol auf das Festgelände geschmuggelt werden kann, werden auf den meisten Festen Rucksäcke kontrolliert oder – wie auf dem Feuerwehrfest in Gresten – sogar abgenommen.

Nicht verhindern kann jede noch so strenge Kontrolle am Eingang auch das „Vorglühen“ zuhause und das „Kofferraumtrinken“ auf dem Parkplatz. Ein Grund, warum Security-Experte Peter Birbaumer Patrouillen in der Umgebung empfiehlt. (NON14/AUG.01349 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; „Jeder kommt an Alkohol“)
Von Martin Gruber-Dorninger

REGION PURKERSDORF

Für die Veranstalter gestaltet sich der Ausschank oftmals zum Problem, vor allem wenn Jugendliche unter 16 an Alkohol kommen. Die Organisatoren von Festen haben sich ein System überlegt, das sich mittlerweile bewährt hat. Bereits beim Eintritt eines Festes wird das Alter der Besucher kontrolliert. Ist man unter 16, bekommt man kein Armband und der Zugang zu Alkohol ist, zumindest aus Sicht des Veranstalters untersagt. Gegen das „Vorglühen“ vor einem Fest hat man da freilich nicht unter Kontrolle.

Gute Erfahrungen mit dem Band-System haben bereits Matthias Pilter und sein Organisationsteam für das Feldwiesenfest in Mauerbach gemacht. „Seit der Einführung vor einigen Jahren kommt es seltener zu Vorfällen“, so Pilter. Was die jugendlichen Gäste vor dem Besuch des Festes konsumiert haben, lässt sich, laut Pilter, aber nur schwer sagen. „Wir sind ein großes Fest und öffentlich zugänglich. Wir können nur darauf achten, dass nur jene Leute Alkohol bekommen, die auch ein Band tragen“, erklärt der geschäftsführende Gemeinderat und Ausschussvorsitzender für Kultur und Sport in Mauerbach.

Besonders passt auch das Personal und eigens engagierte Security darauf auf, dass Besucher unter 16 keinen Alkohol bekommen. (NON14/AUG.02140 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Bänder-System hat sich bewährt)
BEZIRK ZWETTL

Bei vielen Vereinsfesten und Feuerwehrfesten gibt es mittlerweile Bändermarkierungen, dass Minderjährige keinen Alkohol konsumieren.

Auch auf dem Feuerwehrfest in Etzen gibt es diese Bänder, wie Kommandant der FF Etzen, Erich Raffelseder, meint: „Wir haben schon länger Bändermarkierungen für unsere Gäste und sie sind wirklich eine große Hilfe, um betrunkene Minderjährige zu vermeiden. Jedoch haben wir in den letzten Jahren immer häufiger bemerkt, dass die Jugendlichen später zum Fest kommen, da sie vorher noch daheim ‚vorglühen‘. Das Problem ist, dass die jungen Leute sich daheim schon betrinken, da sie dort Alkohol zur Verfügung haben und dementsprechend betrunken zum Fest kommen. In diesen Fällen können wir leider nicht viel machen, trotzdem müssen wir dann als Schuldige den Kopf hinhalten. Hier sollte dann aufseiten der Eltern für Kontrolle gesorgt werden.“

Günther Berger, Veranstalter der „Ballermannparty“, spricht sich für Bändermarkierungen aus: „Bei uns ist der Einlass ab 15 Jahren, hier gibt es ein rotes Band, wo darauf steht: ‚kein Alkohol‘. Für die Besucher ab 16 Jahren gibt es gelbe Bänder. Die Trennung macht Sinn bei der Vermeidung von betrunkenen Minderjährigen und hat bis jetzt immer sehr gut funktioniert. (NON14/AUG.02696 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Bunte Bänder je nach Alter)


Von Martin Gruber-Dorninger

KLOSTERNEUBURG

Für die Veranstalter gestaltet sich der Ausschank oftmals zum Problem, vor allem wenn Jugendliche unter 16 an Alkohol kommen. Die Organisatoren von Festen haben sich ein System überlegt, das sich mittlerweile bewährt hat. Bereits beim Eintritt eines Festes wird das Alter der Besucher kontrolliert. Ist man unter 16, bekommt man kein Armband, und der Zugang zu Alkohol ist, zumindest aus Sicht des Veranstalters, untersagt. Das „Vorglühen“ vor einem Fest hat man da freilich nicht unter Kontrolle. Aber dieses Problem scheint in Klosterneuburg ohnehin nur selten aufzutreten.

„Wir haben das Armband-System schon das eine oder andere Mal versucht, das System greift, obwohl wir ohnehin in Klosterneuburg kaum Probleme damit haben“, bestätigt Veranstalter Michael Bauer. Die Klosterneuburger Feste seien meist auf Familien ausgelegt, „die Eltern passen da meist selbst gut auf ihre Schützlinge auf“, so Bauer.

Ein Erfolgsgeheimnis ist auch die aktive Mitwirkung der lokalen Gastronomen, die genau darauf achten, wem sie Alkohol ausschenken. „Es gibt immer Möglichkeiten, noch besser zu kontrollieren. Man muss aber auch darauf achten, dass sich das auch bezahlt macht“, meint Bauer im Bezug auf Schnell-Alkotests. (NON14/AUG.02825 Niederösterreichische Nachrichten, 07.08.2014; Bänder-System hat sich bewährt)
Norwegen-Besuch mit E-Antrieb

Bereits zum dritten Mal besuchte Adrian Savu aus Norwegen die Familie Komarek in Ornding bei Pöchlarn, um mit seinem E-Auto Sonnenstrom zu tanken. Der Weltenbummler zeigt mit seiner Fahrt von Norwegen nach Rumänien und zurück, dass eine solche Reise auch ohne Benzin und umweltfreundlich zu bewältigen ist.



Vorglühen mit

Beigeschmack

Das sogenannte „Vorglühen“ hinterlässt seit einiger Zeit deutliche Spuren auf dem Spielplatz in Klein-Krummnußbaum bei Marbach. Letztes Wochenende fand eine derartige Aktion ihren traurigen Höhepunkt: Zahllose Flaschen lagen verstreut und zertrümmert am Spielplatz herum. Beim Baumhaus wurde ein Brett aus der Verankerung gerissen. Besonders „klug“ war ebenso das Vergraben von größeren Glasscherben im Sandspielbereich. Bürgermeister Anton Gruber persönlich hat sich nun der Sache angenommen und sich dafür eingesetzt, dass die Polizei intensiver überwacht. „Denn lustig ist das jetzt nicht mehr“, so der Bürgermeister. (NON14/AUG.04737 Niederösterreichische Nachrichten, 14.08.2014;)
Vorglühen mit

Beigeschmack

Das sogenannte „Vorglühen“ hinterlässt seit einiger Zeit deutliche Spuren auf dem Spielplatz in Klein-Krummnußbaum bei Marbach. Letztes Wochenende fand eine derartige Aktion ihren traurigen Höhepunkt: Zahllose Flaschen lagen verstreut und zertrümmert am Spielplatz herum. Beim Baumhaus wurde ein Brett aus der Verankerung gerissen. Besonders „klug“ war ebenso das Vergraben von größeren Glasscherben im Sandspielbereich. Bürgermeister Anton Gruber persönlich hat sich nun der Sache angenommen und sich dafür eingesetzt, dass die Polizei intensiver überwacht. „Denn lustig ist das jetzt nicht mehr“, so der Bürgermeister.

5.000 Kilometer

auf dem Rad (NON14/AUG.04737 Niederösterreichische Nachrichten, 14.08.2014;)
„Wir betreuen sowohl den Eingangs-, den Veranstaltungs- als auch den Außenbereich des jeweiligen Standortes. Selbstverständlich ist für uns die Kontrolle der Ausweise, die besonders für die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes wichtig ist. Aber auch Taschenkontrollen und die Einhaltung der Bekleidungsvorschriften etwa bei Bällen gehören zu unseren Aufgaben.“ In der Regel wird pro Veranstaltung und 200 Gästen eine Securitykraft abgestellt. „Es gibt aber auch Veranstalter, die von vornherein gleich mehr Sicherheitsleute wünschen.“

Bernreiter betont, dass er eng mit der Exekutive zusammenarbeitet und diese Partnerschaft auch sehr gut funktioniert.

Was dem Vater von drei Söhnen auffällt, ist, dass Jugendliche verstärkt schon vor dem Fortgehen Alkohol konsumieren – also „vorglühen.“

„Gerade bei Zeltfesten kommen Jugendliche oft schon alkoholisiert zur Veranstaltung. Dadurch steige auch ihr Aggressionspotenzial.“ Bernreiter stellt das vor allem bei Jugendlichen im Alter von 16 bis 20 Jahren fest. „Es gibt welche, die kommen schon bewusst mit dem Vorsatz, Ärger zu machen, zur Veranstaltung.“ Dabei reiche die Palette von Pöbeleien über Provokationen bis hin zu Handgreiflichkeiten. Die Security, so Bernreiter, versuche dann durch gutes Zureden für eine Deeskalation zu sorgen. „Hilft das nichts, dann sind wir auch befugt, die Jugendlichen fortzuschicken und ein Lokalverbot zu erteilen.“

Diese Maßnahme sei allerdings nicht sehr oft notwendig. Meist würden die Betreffenden schon zuvor freiwillig das Fest verlassen. (NON14/SEP.12770 Niederösterreichische Nachrichten, 25.09.2014; „Zerstören ist doch out“)
Mit einzelnen Projekten setzt sich die JVP für die Verschönerung des Stadtbildes ein.

SCHEIBBS


Für die JVP Scheibbs steht ein „schönes Stadtbild“ im Vordergrund. Mit dem neuen Verschönerungs-Projekt unter dem Motto „Stop littering in den Partyzonen“ möchte die JVP die Jugendlichen auffordern, nach dem Vorglühen beziehungsweise nach dem Feiern ihre Flaschen, Gläser, Becher und was sonst noch anfällt, richtig zu entsorgen. Darüber hinaus verschärft die JVP die Fensterputzaktion beim Hotel. Die Fenster sollen mit alten Scheibbser Bildern und geschichtlichen Informationen beklebt werden.

„Unser Projekt ‚Stadtbild Verschönerung‘ liegt uns schon lange am Herzen und nun werden wir es mit großer Unterstützung umsetzen“, meint JVP-Obfrau Katrin Ressl. (NON14/OKT.11323 Niederösterreichische Nachrichten, 16.10.2014; Für ein schönes Scheibbs)


LEOPOLD

„Lokale bieten schon jetzt bei 15 Grad Plus Punsch und Glühwein an. Da wird’s bei Minusgraden auf die Ausschank bei Hilfswerk, Rotem Kreuz und Kiwanis nicht ankommen, ob das Geschäft läuft.“



Vorglühen für Advent (NON14/OKT.13425 Niederösterreichische Nachrichten, 23.10.2014; HERR LEOPOLD)
Wolfgang Scharinger fuhr in der Budget-Sitzung schwere Geschütze auf. In der Zuhörerschaft entstand der Eindruck, dass der FPÖ-Stadtrat diesmal besonders vorbereitet und „aufmagaziniert“ war – womöglich, um seinen neuen Jungkandidaten für die kommende Gemeinderatswahl, die sich ebenfalls im Publikum befanden, vorzuzeigen, wie populistische Oppositionsarbeit in Vollendung zu funktionieren hat.

Wie effizient diese mit sozialpädagogisch wertvollen Goodies gefüllten Alksackerl auch sein mögen: Dass ein erfahrener Lokalpolitiker wie Scharinger wirklich glaubt, dass Sozialarbeiter das Saufen verherrlichen, erscheint dann doch eher unwahrscheinlich. Umso erstaunlicher war es, dass hier kein verbaler Konter der ÖVP kam. Noch dazu, wo diese drei Tage später offenbarte, dass ein FPÖ-naher Verein am Wochenende zum „Vorglühen“ mit Getränken zum „Kampfpreis“ geladen habe.

KOMMENTAR

c.reiterer@noen.at (NON14/DEZ.10808 Niederösterreichische Nachrichten, 18.12.2014; Lehrstunde des „Altmeisters“)


Wie es richtig gemacht wird, erklären Dekra-Sachverständige:

_ Beim Anlassen Kupplung treten. Dann muß der Anlasser nur den Motor durchdrehen und nicht gegen den Widerstand des Getriebeleerlaufs arbeiten. Das entlastet die Batterie.

_ Licht, heizbare Heckscheibe, Radio und andere elektrische Verbraucher müssen während des Startvorgangs ausgeschaltet bleiben; das gilt besonders beim Vorglühen von Dieselmotoren.

_ Bei den heute üblichen Benzinmotoren mit Kraftstoffeinspritzung darf man vor und während des Startens kein Gas geben.

_ Springt das Auto nicht sofort an, den Anlasser zehn Sekunden oder länger - höchstens jedoch eine halbe Minute - "orgeln" lassen. Rührt sich nichts, den Startvorgang abbrechen und nach etwa einer halben Minute wiederholen. (NUN97/DEZ.01948 Nürnberger Nachrichten, 20.12.1997, S. 24; -)
Ein keuscher Kuss in schwarz-weiß, die toupierte Frisur sitzt perfekt: Bei einstimmenden Filmaufnahmen aus den 50ern und rauchigen Rock 'n'Roll-Klängen konnte die Swing-Gemeinde im Hirschen schonmal vorglühen, bevor "Bill Haley's Comets" mit markigen Synkopen und Klängen aus der Zeit des Wirtschaftswunders das Publikum in rhythmische Ekstase versetzten.

Mit klassischer Elvis-Locke und sorgsam gepflegten Koteletten lehnt Swen Drummer (28) an der Bar - ein Nasenring zeigt allerdings, dass er auch heutigen Trends nicht verschlossen ist. Auch Marco Opitz prunkt mit blonder Retro-Locke: "Mit Techno hab ich gar nichts am Hut", sagt der 23-jährige Lagertechniker, der daheim die Auswahl zwischen 150 Platten hat. Sein Styling finden die Kollegen "cool, und vor allem bei den älteren Damen kommt das sehr gut an". Ab und an werde man in der Fußgängerzone schon scheel angeschaut und mit originellen Bemerkungen wie "Elvis lebt" bedacht, erzählt Bernd Zobel, der Dritte im Bunde. (NUN01/FEB.00798 Nürnberger Nachrichten, 09.02.2001, S. 11; Bei "Bill Haley's Comets" tanzten und wippten im Hirsch Rockabilly-Freunde jeden Alters)


Gipfeltreffen der Anti-Rockhelden im gutbesuchten K4-Zentralcafé: Nach den vergleichsweise zahmen »Boris« - drei schmächtigen Japanern, die schwer am Erbe von Black Sabbath schrauben - lassen »sunn o)))« aus Portland/USA die Verstärker erst mal eine Viertelstunde lang vorglühen.

Punkt Mitternacht entern dann vier bärtige Gesellen in Mönchskutten die Bühne und starten ihr seltsames Ritual. Das besteht im Prinzip aus einem einzigen Gitarrenakkord, der in Zeitlupe wieder und wieder neu angeschlagen wird - 80 Minuten lang. Dieses minimalistische, tonnenschwere Riff jagen die beiden »sunn o)))«-Köpfe Greg Anderson und Stephen O'Malley durch eine Batterie von Effektgeräten in die voll aufgedrehte Verstärkerwand, um den Auftritt langsam, aber sicher in einer fiesen endlosen Feedbackorgie enden zu lassen.

Keine Songs also, kein Rhythmus und keine Melodien. Keine Ansagen, keine Arrangements. Keine Kunst, kein Können, keine Hoffnung. Zeit ist bedeutungslos bei dieser monoton wummernden Frequenz-Dröhnung. Hätten »sunn o)))« seinerzeit Masada belagert, die Eingeschlossenen hätten ruckzuck die Waffen gestreckt, und man hätte sich die Nummer mit der Rampe sparen können. (NUN05/MAR.02623 Nürnberger Nachrichten, 23.03.2005; Keine Kunst und - keine Hoffnung - »sunn o)))« im Zentralcafé)
München und Nürnberg, das geht oft gar nicht gut zusammen. Die Rivalität zwischen den zwei Städten wird nicht nur beim Fußball immer wieder ausgetragen. Anders ist es in Sachen Musik: Hier wird nicht regional gedacht - Musik kann völkerverbindend sein. Der Beweis wurde kürzlich beim Gastspiel von »Cosmic Casino« und den »Bolzplatz Heroes« im Musikclub »Rakete«angetreten.

Bevor den beiden Bands aus der bayerischen Landeshauptstadt die Bühne gehört, übernimmt die Nürnberger Gruppe »Unprinted« den Job, das Publikum ordentlich vorzuglühen.Die vier jungen Herren offerieren hörenswerten Rock, der mit seinem starken Pop-Appeal nie verkehrt liegt, zwischendurch aber leider etwas zu pathetisch rüberkommt. Längst sind die Jungs in Franken keine Unbekannten mehr, schließlich haben sie bereits letztes Jahr den »Check'n'Play«-Bandwettbewerb der Musikzentrale Nürnberg gewonnen und gehen demnächst mit Unterstützung des Goethe Instituts in England auf Tour.

Während die Aufsteiger zielstrebig um mehr Publikum werben, geht es bei den »Bolzplatz Heroes« vielmehr darum, quasi unter Pseudonym einmal ganz andere Musik zu machen. Für dieses Nebenprojekt vereinen sie musikalisch Elektronik und modernen Hardcore und personell unter anderem Musiker von »The Notwist« und den »Sportfreunden Stiller«. (NUN05/AUG.01127 Nürnberger Nachrichten, 10.08.2005; Annäherungsversuche von Hardcore und Pop - Bayern trifft Franken in der »Rakete«)
Die rumänische Balkan-Blaskapelle „Fanfare Ciocarlia“ begeisterte das Publikum in der Nürnberger Tafelhalle

„Die Tafelhalle ist einfach zu klein für so was!“ schimpft die Frau an der Kasse, nachdem sie etliche enttäuschte Besucher abweisen musste: Ausverkauft! Nicht wirklich verwunderlich, schließlich ist die rumänische Roma-Blaskapelle „Fanfare Ciocarlia“ die mit Abstand populärste der derzeit sehr gefragten Balkan-Brass-Bands.

Nach einem stimmungsvollen Einstieg mit der spanischen Flamenco-Gruppe „Kaloome“, die den Blutkreislauf des bunt gemischten Publikums gut vorglüht, zeigen die Stars des Abends erstmal, wo der Hammer hängt: In Tempi jenseits der Schallgrenze — für das menschliche Ohr also kaum noch wahrnehmbar — jagt das knappe Dutzend kleiner, untersetzter Männer atemlos durch Turbo-Polkas, was ungefähr klingt wie eine Ernst-Mosch-LP auf 78 rpm abgespielt.

Erst die holde Weiblichkeit bringt die Herren zur Besinnung, oder besser: Zurück zur Sinnlichkeit. „Queens and Kings“ heißt das neue Album, auf dem viele namhafte Gesangsstars der Gypsy-Szene mitwirken. Diese sind auch bei der Live-Umsetzung zum Teil mit von der Partie: Die junge Sängerin Florentina Sandu garniert die nun lässig synkopierten Bulgar-Rhythmen mit ihrer strahlenden Stimme, während zwei prachtvolle Tänzerinnen mit kreisenden Hüften die Party so richtig in Fahrt bringen. (NUN07/MAR.01478 Nürnberger Nachrichten, 13.03.2007; Tolle Turbo-Polkas ohne Geschwindigkeitsbegrenzung - Die rumänische Balkan-Blaskapelle „Fanfare Ciocarlia“ begeisterte das Publikum in der Nürnberger Tafelhalle)


„Ich bin extra aus Würzburg gekommen“, jammert sie noch und zieht ab. Nebenan wird sie vielleicht mehr Glück haben.

Die Saufparties sind völlig legal, Alkohol gehört für die meisten der Jugendlichen zu einem geselligen Abend. Schon der Ur-Opa hat damit geprahlt, dass er im Dorf die anderen unter den Tisch getrunken hat, James Bond trinkt, und mancher Rockmusiker wurde erst durch seine Saufexzesse zum Superstar. Gerade in Diskos wurde schon immer gebechert, doch normalerweise zu saftigen Preisen: ein Longdrink kostet schnell 6,50, ein kleines Bier drei Euro. So kippen viele junge Leute noch auf dem Parkplatz gemeinsam eine Flasche Schnaps oder vernichten einen Sixpack Bier, das spart Geld.

Das kollektive Vorglühen ist dagegen auf den Billigparties nicht mehr nötig: Bei sechs Euro Eintritt und nach fünf Glas Hefeweizen trägt der Nachtschwärmer für wenig Geld einen hübschen Rausch nach Hause, hat getanzt, vielleicht geflirtet, bestimmt aber Spaß gehabt — wenn der Blick ins Glas nicht allzu tief war.

Noch können sich Michael und Phillip ohne Probleme auf dem Stuhl halten. Die Sprache ist klar und der Blick gerade. Es ist kurz vor elf, so langsam füllt sich die Disko. Beide haben ein großes Glas vor sich stehen. „Big Pump“ ist da drin: Wodka, gemischt mit einem Energy-Drink. „Ich hatte schon acht Wodka-Orange und drei Big Pump“, erzählt Phillip ohne Umschweife. (NUN07/APR.01358 Nürnberger Nachrichten, 14.04.2007; Billig zum Vollrausch - Wer nur 99 Cent für ein Bier oder einen Longdrink bezahlt, verliert schnell alle Hemmungen)


Vorglühen“ zum Wahlkampf auf der Kirchweih

Großgründlach: OB Maly gratuliert Söder zum Nachwuchs und empfiehlt ihm ,längere Elternzeit‘

Ohne ein wenig – mindestens lokale – Politprominenz kommt keine Kirchweih aus, die auf sich hält. Dabei dürfte es den meisten Besuchern herzlich gleichgültig sein, ob sich fünf rote und sechs schwarze Stadträte auf den Ehrenplätzen niederlassen oder umgekehrt. Und vermutlich könnte so mancher auf die Politgäste gut und gerne ganz verzichten, auch wenn das keiner laut zugibt – so spießig-unpolitisch will ja auch keiner sein. (NUN07/AUG.01573 Nürnberger Nachrichten, 13.08.2007, S. 1; „Vorglühen“ zum Wahlkampf auf der Kirchweih - Großgründlach: OB Maly gratuliert Söder zum Nachwuchs und empfiehlt ihm ,längere Elternzeit‘)
Großgründlach: OB Maly gratuliert Söder zum Nachwuchs und empfiehlt ihm ,längere Elternzeit‘

Ohne ein wenig – mindestens lokale – Politprominenz kommt keine Kirchweih aus, die auf sich hält. Dabei dürfte es den meisten Besuchern herzlich gleichgültig sein, ob sich fünf rote und sechs schwarze Stadträte auf den Ehrenplätzen niederlassen oder umgekehrt. Und vermutlich könnte so mancher auf die Politgäste gut und gerne ganz verzichten, auch wenn das keiner laut zugibt – so spießig-unpolitisch will ja auch keiner sein.

Schwerer fiele ein Verzicht gewiss den Volksvertretern. Wann und wo sonst können sie sich schon in so entspanntem Rahmen, ohne Schlagabtausch zu heiklen Fragen, in Erinnerung rufen? Und zum „Vorglühen“ im Ringen um Wählerstimmen eignen sich die Brauchtumsfeste allemal.

Ein Schuss Repräsentation darf allerdings schon sein: Dass sich „ihr“ Oberbürgermeister, gleich welcher Couleur, beispielsweise auch einmal in Großgründlach blicken lässt, und sei es zum Bieranstich, darauf haben die Bürger im nördlichsten Stadtteil fast schon so etwas wie einen moralischen Anspruch.

Wenn aber Maly kommt, wollen die Schwarzen nicht einfach nur mit Hinterbänklern vertreten sein, schon gar nicht gut sechs Monate vor der Kommunalwahl. Und so eilte auch CSU-Generalsekretär Markus Söder ins Knoblauchsland. Nicht dass es seine Pflicht gewesen wäre – sein Stimmkreis liegt im Westen. Und vielleicht wäre er sogar zuhause viel stärker gefordert gewesen. (NUN07/AUG.01573 Nürnberger Nachrichten, 13.08.2007, S. 1; „Vorglühen“ zum Wahlkampf auf der Kirchweih - Großgründlach: OB Maly gratuliert Söder zum Nachwuchs und empfiehlt ihm ,längere Elternzeit‘)
Mit dabei sind nicht nur Discothekenbesitzer, sondern auch Wirte von Trend- und Szenelokalen.

Eine förmliche Erklärung, keine Flatrate-Partys und vergleichbare Veranstaltungen zuzulassen, übergab die Interessengemeinschaft Erlanger Gastronomen gestern Oberbürgermeister Siegfried Balleis (CSU). Die Stadt hatte die Initiative von Anfang an nachdrücklich unterstützt. Die Wirte sehen sich in einer gesellschaftlichen Verantwortung, Jugendliche und Heranwachsende vor übermäßigem Alkoholkonsum zu schützen, sorgen sich aber auch um ihren Ruf.

Denn gerade in der Altstadt kommt es immer wieder vor, dass betrunkene Minderjährige von der Polizei aufgegriffen werden. Das wirft oft zu Unrecht ein schlechtes Licht auf die Kneipenbesitzer, sagte OB Balleis. Ein großes Problem sei nämlich das so genannte Vorglühen, das viele Jugendliche praktizierten: Sie betrinken sich vor dem eigentlichen Lokalbesuch schon zu Hause, um in Stimmung zu kommen. (NUN08/JAN.03456 Nürnberger Nachrichten, 31.01.2008, S. 15; Erlangen: Klare Absage an die Flatrate-Partys - 31 Gastwirte in der Uni-Stadt gingen eine Selbstverpflichtung ein)
Unbeantwortet blieb allerdings die Hauptfrage des Abends, wie der seit zehn Jahren bestehende Sicherheitspakt zwischen Stadt, Polizei, Justiz und anderen

Institution weiterentwickelt werden könnte oder sollte. Immerhin zwei Ansätze wurden erkennbar: Am Hauptbahnhof, wo immer wieder Gruppen vor allem von Punker Anstoß erregen, versuchen sich die Beteiligten, in einer „Ordnungspartnerschaft“ noch enger abzustimmen. Doch außerhalb des Bahnhofsgebäudes und der U-Bahn-Stationen, wo jeweils das Hausrecht greift, ist das „Lagern“ auf den öffentlichen Verkehrsflächen nicht von vorneherein verboten.

„Wenn wir eine tolle Idee oder eine Patentlösung hätten, wäre sie bestimmt schon umgesetzt“, warb Osterrieder um Verständnis. Und um Störungen durch bereits vom „Vorglühen“ betrunkener Gruppen einzudämmen, experimentieren die Stadt und die Polizei bei Stadtteilfesten und Kirchweihen jetzt mit der Einrichtung von „Sicherheitsgürteln“ schon im Umfeld der Veranstaltungen. (NUN08/JUL.00558 Nürnberger Nachrichten, 05.07.2008, S. 13; Polizei kann bald live in den Untergrund blicken - Einsatzzentrale bekommt direkten Zugang zum Videosystem der Verkehrs AG — Kontrollen im Hauptbahnhof)
Sie hatten Schnapsflaschen im Rucksack und Bierflaschen in den Taschen: Bei rund 80 jungen Besuchern der Kirchweih in Ziegelstein fand die Polizei „Alkohol in nicht unerheblichen Mengen“. Die meisten lenkten schnell ein, als sie mit dem neuen Kurs konfrontiert wurden. „Sie haben den Alkohol gleich ausgeschüttet“, sagt Adolf Blöchl, Vize-Chef der Nürnberger Polizei.

Die Kirchweih in Ziegelstein, die am Sonntag zu Ende ging, war die erste, auf der es untersagt war, von zu Hause Alkohol mitzubringen. Ordnungsamt, Polizei und Veranstalter hatten sich darauf verständigt. Der Grund: Einige Stadtteil-Kirchweihen entwickeln sich immer mehr zu regelrechten Happenings mit Auswüchsen beim Alkoholkonsum.

Vor allem junge Leute trinken im Kärwa-Umfeld, bis der Arzt kommt. Weil der Suff aus der im Supermarkt gekauften Wodka-Flasche billiger ist als der Rausch aus dem Bierzelt, bringen sie den Alkohol gleich selbst mit. „Vorglühen“, heißt dieser Trend.

Die Nebenwirkungen machen der Polizei zu schaffen. Der traurige Höhepunkt: Ein betrunkener Gast der Boxdorfer Kirchweih fuhr in eine Gruppe Jugendlicher, die gerade von der Polizei kontrolliert wurde. Ein 16-Jähriger aus Fürth kam dabei ums Leben (wir berichteten).

Mit wachsender Alkoholisierung werde auch die Aggressionsschwelle immer niedriger, sagt Blöchl. Schlägereien sind programmiert. „Die Stimmung wurde aggressiv. Jeder hatte Angst, dass irgendetwas passiert.“ So beschreibt Werner Volland, Vorsitzender des Ziegelsteiner Brauchtumvereins, der die Ziegelsteiner Kirchweih ausrichtet, die Atmosphäre in den letzten Jahren. (NUN08/AUG.00477 Nürnberger Nachrichten, 05.08.2008, S. 9; Mit Verboten gegen Saufgelage - Mitgebrachter Alkohol ist tabu: Das gilt jetzt auf immer mehr Kirchweihen)
Er wird es am nächsten Tag nicht mehr wissen. Auch das ist eine Seite des Forchheimer Annafestes 2008 — und kein Einzelfall. Experten sind entsetzt.

FORCHHEIM — „Man muss halt seine Erfahrungen machen“, sagt die Mutter schulterzuckend, als sie später ihren Junior in der Polizeiwache abholt. Johannes (Name geändert) ist ein Bub. Er darf noch nicht den neuen Akte-X-Film im Kino anschauen und erst im nächsten Jahr kann er den Roller-Schein machen — aber zu einem Vollrausch, kurz vor der Alkoholvergiftung, hat er es schon gebracht. Bereits vor dem Annafest haben er und seine Freunde Wodka mit grüner Brause getrunken — zum „vorglühen“, wie er sagt. Dazu kamen die Schnäpse vom Annafest und dann der Filmriss.

Annafest-Szenen: Kreisjugendpflegerin Ursula Albuschkat wurde Zeugin, wie ein Vater seinem elfjährigen Sohn mit den Worten „Da nimm, des macht dein Hirn frei!“ Schnupftabak hinhielt. Albuschkat sprach den Mann an. „Das ist doch mein Sohn!“, hat er daraufhin geschrien. Thomas Schmalfuß, Jugendkontaktbeamter der Polizei Forchheim, hat miterlebt, wie ein Erwachsener seinem zehnjährigen Neffen Weißbier einflößte. Der Junge hatte doch Geburtstag.

Experten aus dem Landkreis sind mehr als besorgt. Da sind viele Eltern, die so reagieren wie die Mutter von Johannes. Vor denen sich die Polizisten rechtfertigen müssen, weil sie ihr sturzbetrunkenes, minderjähriges Kind aufgelesen und mit auf die Wache genommen haben. (NUN08/AUG.00493 Nürnberger Nachrichten, 05.08.2008, S. 14; Annafest — Kinder im Vollrausch - Jugendexperten und Polizei sind alarmiert: Schon 15-Jährige sind sturzbetrunken)


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