Institut für Deutsche Sprache, Mannheim



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Vorglühen im Park

„Viele haben auch vorab im Park vorgeglüht“, schildert Willhardt. Dort hätten seine Kollegen am Samstag insgesamt 50 Liter Schnaps ausgeschüttet.

Schließlich gelte im Park ein Alkoholverbot. Auffällig sei auch die Menge des dort gefundenen Mülls. Insgesamt sieben Säcke mit Abfall sammelten die Mitarbeiter der Stadt ein. (M13/JUN.03164 Mannheimer Morgen, 11.06.2013, S. 15; „Wir sind sehr zufrieden“)
Löw kann den Zuckerhut schon sehen

Von unserem Redaktionsmitglied Alexander Müller

Frankfurt. Dass am kommenden Mittwoch in die Katakomben des Fritz-Walter-Stadions kistenweise Bier angeliefert werden, ist nicht zu erwarten. Denn Joachim Löw meinte natürlich nicht das bei Jugendlichen übliche alkoholische Aufwärmprogramm vor dem Aufbruch zur Party, als er das erste Länderspiel der Saison in Kaiserslautern gegen Paraguay (20.45 Uhr/ZDF) neudeutsch als „Vorglühen für Brasilien“ bezeichnete. Stattdessen hält der Bundestrainer die Partie gegen die Südamerikaner für einen „ernstzunehmenden Test“ auf dem Weg zum langersehnten Weltmeistertitel 2014.

„Unsere Chancen schätze ich als sehr, sehr gut ein. Wir haben eine gute Mannschaft, die eingespielt ist, die jung ist, belastbar und dennoch schon erfahren“, ließ der 53-Jährige bei der ersten Pressekonferenz der WM-Saison in der Frankfurter DFB-Zentrale keinen Zweifel an der Zielsetzung für den World Cup, auch wenn Löw wieder nicht vergaß zu erwähnen, dass die Weltspitze „ganz, ganz eng zusammengerückt“ sei.

Bayern-Trio fehlt weiterhin (M13/AUG.02642 Mannheimer Morgen, 09.08.2013, S. 9; Löw kann den Zuckerhut schon sehen)
Sie sind Aktive der Freiwilligen Feuerwehr in Bobstadt – und außerdem Garanten für heiße Partynächte. Ihre Qualitäten stellten sie einmal mehr bei der Vorkerwe im Ortsteil unter Beweis.

Dazu hatten sie den Parkplatz vor der Sporthalle in eine angesagte Partyzone verwandelt. Neben der Bühne, von der RPR1-Moderator und DJ Andy Clormann die Regler bediente, zog die neue, neun Meter lange Rundbogenbar die Besucher an. Unter den weißen Zeltplanen, die mit verschiedenen Lampen immer wieder in neues Licht getaucht wurden, tummelten sich nicht nur Ortsvorsteher Hans-Georg Gött und SPD-Vorsitzender Daniel Ludwig, auch viele Kameraden der Feuerwehr und Besucher aller Altersklassen genossen den sommerlichen Abend unterm Sternenzelt.

„Wir sind zum Vorglühen zur Kerwe hier“, lachte eine vergnügte Truppe, die es nach Stehtänzen am Bartresen nicht mehr auf der Stelle hielt. Denn als Könner seines Fachs zündete DJ Clormann mit seiner Musikauswahl eine Tanzeinlage nach der anderen. Geschickt mischte er alte Rockballaden mit gängigen Hits und rief fußballerische Höchstleistungen beim WM-Sommermärchen mit Shakiras „Waka Waka“ ins kollektive Gedächtnis. Während der sommerliche Cocktailhit „Hugo“ reißenden Absatz fand und der Gerstensaft frisch gezapft in die Gläser floss, die Gäste mehr und mehr die Gelegenheit zum Tanzen wahrnahmen, war Wehrführer Frank Reinhardt bereits gedanklich mit eigenen Kerweaufbauarbeiten beschäftigt. Denn ab Freitag, 16. August, ab 20 Uhr heißt es auch am Feuerwehrgerätehaus: „Partynacht“. (M13/AUG.03606 Mannheimer Morgen, 13.08.2013, S. 17; Vorfeiern mit Hugo und Shakira)
Bevor der Rat über den Antrag der GL abstimmte, berichtete Bürgermeister Hansjörg Höfer von seinem Gespräch mit zwei Polizisten der Kriminalprävention. Es gebe leider kein „Patentrezept“, von Markt zu Markt seien neue Maßnahmen nötig. Problematisch sei beim Mathaisemarkt, dass viele Jugendliche „vorgeglüht“ aus den umliegenden Orten kämen, in Schriesheim funktioniere „zum Glück die Sozialkontrolle.“

Höfer stellte Pläne vor, wie ein anderes Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu erreichen sei: Zum einen will er Briefe an alle umliegenden Gemeinden und Schulen schreiben, dass der Mathaisemarkt ein „traditionelles Fest“ sei und nicht ausarten solle. Außerdem will er gemeinsam mit den Schulen etwas erarbeiten, um eine andere Atmosphäre unter Jugendlichen zu erreichen – „Vorglühen“ und Betrinken bis ins Krankenhaus sollen „out“ sein. Auch über Facebook will er mit Jugendlichen kommunizieren. Gemeinderäte könnten nächstes Jahr abends mit der Polizei über das Fest laufen, um „Erfahrungen vor Ort“ zu machen. Jugendgemeinderäte könnten andere Jugendliche dabei ansprechen. Eine Schlüsselrolle soll Schulen, aber auch Eltern zukommen, die die „Verantwortung für ihre Kinder“ haben, die Stadt könne nur „begleiten“.

Dem Antrag der Grünen Liste stimmten die Freien Wähler – wie auch die anderen Fraktionen – zu, Dr. Herbert Kraus riet aber davon ab, dass Gemeinderäte nachts die Polizei begleiten, auch die Begleitung durch Jugendgemeinderäte sei „nicht unproblematisch“. Karl-Heinz Schulz (SPD): „Was uns fehlt, ist ein Jugendsozialarbeiter.“ (M13/OKT.07964 Mannheimer Morgen, 25.10.2013, S. 17; Schriesheim: Gemeinderat einstimmig für Mathaisemarkt-Präventionskonzept / Bürgermeister will Schulen und Eltern einbinden)
„Auch diesmal werden es – gutes Wetter vorausgesetzt – nicht weniger sein“, ist Ralf Kleisinger, neuer Vorsitzender des Vereins Lorscher Fastnachtszug (VLF), sicher. Diesmal soll am Fastnachtsdienstag allerdings einiges anders laufen als in der jüngsten Vergangenheit. Vor allem, was den Umgang mit Alkohol betrifft. „Wir werden knallhart durchgreifen“, kündigt Kleisinger an.

Zuletzt hatte die beliebte Großveranstaltung für negative Schlagzeilen gesorgt. Die riesige Freiluft-Party nach dem Umzug wurde von Alkoholexzessen überschattet. Es gab Ärger vor allem wegen sehr junger, stark betrunkener, es gab Schlägereien und Tätlichkeiten. Die Sicherheitskräfte sowie die Helfer vom DRK hatten allerhand zu tun.

Vorglühen“ erschweren

Die Konsequenz aus den Geschehnissen: In diesem Jahr fällt die Sause unter freiem Himmel nach dem Umzug aus. Aber das ist nicht alles. Am Fastnachtsdienstag sollen diesmal deutlich mehr Sicherheitskräfte unterwegs sein. Besonders im Blick haben sie vor allem die Gruppe der Teenager. Geplant sind im Bereich der Innenstadt zahlreiche Kontrollen durch Polizei und Security – und zwar schon lange, bevor sich der Fastnachtszug um 14 Uhr in Bewegung setzt. Das bei jungen Leuten verbreitete „Vorglühen“ soll so erschwert werden.

„Das Securitypersonal ist geschult“, erklärt Kleisinger. Es sei mit üblichen Tricks vertraut. Zu rechnen sei mit jeder Menge Ausweis- und Rucksack-Kontrollen. (M14/JAN.03887 Mannheimer Morgen, 16.01.2014, S. 22; Fastnachtsumzug: Lorsch erwartet am 4. März rund 40 000 Gäste aus der Region / Veranstalter wollen gegen Alkoholexzesse vorgehen)
Es gab Ärger vor allem wegen sehr junger, stark betrunkener, es gab Schlägereien und Tätlichkeiten. Die Sicherheitskräfte sowie die Helfer vom DRK hatten allerhand zu tun.

„Vorglühen“ erschweren

Die Konsequenz aus den Geschehnissen: In diesem Jahr fällt die Sause unter freiem Himmel nach dem Umzug aus. Aber das ist nicht alles. Am Fastnachtsdienstag sollen diesmal deutlich mehr Sicherheitskräfte unterwegs sein. Besonders im Blick haben sie vor allem die Gruppe der Teenager. Geplant sind im Bereich der Innenstadt zahlreiche Kontrollen durch Polizei und Security – und zwar schon lange, bevor sich der Fastnachtszug um 14 Uhr in Bewegung setzt. Das bei jungen Leuten verbreitete „Vorglühen“ soll so erschwert werden.

„Das Securitypersonal ist geschult“, erklärt Kleisinger. Es sei mit üblichen Tricks vertraut. Zu rechnen sei mit jeder Menge Ausweis- und Rucksack-Kontrollen. Bei jungen Leuten unter 16 Jahren, die mit Hochprozentigem erwischt werden, würden die Getränke sofort einkassiert. „Das Geld ist weg“, erklärt der VLF-Vorsitzende, dass sich die Jugendlichen die Ausgaben für Alkohol lieber gleich sparen sollten.

Nicht nur vor dem Umzug, auch während sich der Gaudiwurm durch die Stadt schlängelt, laufen die Kontrollen weiter. Plätze, die sich in der Vergangenheit als Treffpunkt für Trinkfreudige herauskristallisiert hatten, sollen nicht unbeobachtet bleiben: beispielsweise der Kaiser-Wilhelm-Platz, das Klostergelände, das Areal um den Pavillon, die Rhein- und Hirschstraße. (M14/JAN.03887 Mannheimer Morgen, 16.01.2014, S. 22; Fastnachtsumzug: Lorsch erwartet am 4. März rund 40 000 Gäste aus der Region / Veranstalter wollen gegen Alkoholexzesse vorgehen)
Bernd Laubisch (SPD) sieht dies ähnlich: „Der Berliner Platz bleibt unser Sorgenkind, dank dieser Verordnung können wir aber Schlimmeres verhindern.“ Gleichwohl beschloss der Stadtrat erst nach längerer Diskussion, wie in den Vorjahren eine Alkoholsperrzone von Mai bis September im Bereich des Berliner Platzes einzuführen.

Früher Passanten angegriffen

Vehement lehnten die Linken die Gefahrenabwehrverordnung ab, weil damit eine Personengruppe „ausgegrenzt“ würde. Liborio Ciccarello sprach von einer „Diskriminierung“ derjenigen, die draußen Alkohol trinken, während diejenigen in Discos und Kneipen unbehelligt blieben. Sein Änderungsantrag, in dem er eine andere Abwägung von Sicherheits- und Selbstbestimmungsaspekten forderte, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. „Es geht darum zu verhindern, dass die Leute auf dem Platz mit Alkohol vorglühen und Passanten tätlich angreifen“, entgegnete Laubisch.

Auch der Ortsvorsteher warnte dringend vor einem Rückfall in frühere Zeiten ohne Verbot.„Das waren damals Zustände fast ähnlich wie in einem Zirkus bei den alten Römern. Viele Leute haben sich nachts um 1 oder 2 Uhr auf dem Platz eingefunden und darauf gewartet, bis andere aufeinander losgegangen sind.“

„Ich bin froh über die Sperrzone, damit wird die Sicherheit deutlich erhöht“, ergänzte Rainer Metz (Freie Wählergruppe). „Es gibt keine grenzenlose Freiheit. Die Unversehrtheit der Bürger muss geschützt werden“, betonte Thomas Schell (FDP). Bei der Alkoholsperrzone sei die Verhältnismäßigkeit gewahrt, meinte auch OB Eva Lohse (CDU). (M14/APR.02558 Mannheimer Morgen, 08.04.2014, S. 23; Innenstadt: Stadt beschließt erneut Alkoholverbot von Mai bis September / „Wir können Schlimmeres verhindern“)
Bernd Laubisch (SPD) sieht dies ähnlich: „Der Berliner Platz bleibt unser Sorgenkind, dank dieser Verordnung können wir aber Schlimmeres verhindern.“ Gleichwohl beschloss der Stadtrat erst nach längerer Diskussion, wie in den Vorjahren eine Alkoholsperrzone von Mai bis September im Bereich des Berliner Platzes einzuführen.

Vehement lehnten die Linken die Gefahrenabwehrverordnung ab, weil damit eine Personengruppe „ausgegrenzt“ würde. Liborio Ciccarello sprach von einer „Diskriminierung“ derjenigen, die draußen Alkohol trinken, während diejenigen in Discos und Kneipen unbehelligt blieben. Sein Änderungsantrag, in dem er eine andere Abwägung von Sicherheits- und Selbstbestimmungsaspekten forderte, wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. „Es geht darum zu verhindern, dass die Leute auf dem Platz mit Alkohol vorglühen und Passanten tätlich angreifen“, entgegnete Laubisch.

Warnung vor Rückfall

Auch der Ortsvorsteher warnte dringend vor einem Rückfall in frühere Zeiten ohne Verbot. „Das waren damals Zustände fast ähnlich wie in einem Zirkus bei den alten Römern. Viele Leute haben sich nachts um 1 oder 2 Uhr auf dem Platz eingefunden und darauf gewartet, bis andere aufeinander losgegangen sind.“ (M14/APR.02776 Mannheimer Morgen, 09.04.2014, S. 21; Sperrzone am Berliner Platz)


Betrunken zum Risiko-Spiel

Gabriele Schöpf betont, dass sie und ihre Schöffen bei ihrem Urteil an die Grenze gegangen sind: „Ein Monat mehr, und Sie wären eingerückt.“ Auch zwei kleinere Jugendstrafen schlagen noch zu Buche. Sie hoffe, dass der junge Pfälzer jetzt sein Leben in den Griff bekomme. Auch ein Bewährungshelfer ist bestellt. Die Richterin rät außerdem zu einer Therapie, um die künftige Familie nicht wieder in Gefahr zu bringen.

„Ich weiß nicht, was mit mir los war“, hatte Bernhard D. den Tag im August geschildert. Ein Six-Pack Bier und eine Flasche Wein habe er schon „zum Vorglühen“ getrunken, im Stadion noch mal einige Bier. Schließlich habe er sich von der aggressiven Stimmung mitreißen lassen. Die familiären Verhältnisse sind schwierig, er wächst bei den Großeltern auf, macht den Hauptschulabschluss, geht zur Bundeswehr, ist arbeitslos, bis er den Ausbildungsplatz bei einer großen Weltfirma bekommt.

Staatsanwältin Katja Schremb wirft Bernhard D. vor, er sei bewusst zum Fußball gegangen, um Randale zu machen – mit Schal vermummt und mit Quarz-Schlägerhandschuhen ausgestattet. Doch auch sie sieht das im Moment feste soziale Umfeld, würdigt das Geständnis und plädiert deshalb für zwei Jahre auf Bewährung. „Da gibt es nichts zu beschönigen“, meint Verteidiger Volker Hoffmann. Zum Glück sei damals niemand schwer verletzt worden. (M14/JUN.00489 Mannheimer Morgen, 03.06.2014, S. 21; Richterin: Krieg im Stadion nicht hinnehmbar)


Erschöpft ist er von der Lerngruppe und den Vorlesungen, vom morgendlichen Joggen tun ihm die Beine weh. Eigentlich könnte er direkt ins Bett gehen. Vorher vielleicht noch einen Happen essen. Doch die Heia muss warten: Seine Mitbewohner wollen noch mit Freunden ausgehen. Stimmt, Dominik hatte es vergessen. Heute kommt ja dieser eine DJ in die Stadt. Das kann er sich natürlich nicht entgehen lassen. Die Erschöpfung ist dahin. Schnell noch ein Brot geschmiert – Grundlage schaffen – dann geht es schon ab zum Vorglühen.Als er das Sixpack Bier über die Kasse des Supermarkts schiebt, ist es fast 22 Uhr – noch zu früh, um gleich in den Club zu gehen. Der macht sowieso erst um 23 Uhr auf, und dann ist ja noch nichts los. Noch genug Zeit für Dominik und seine Freunde, sich etwas Stimmung anzutrinken. Kurz nach Mitternacht brechen sie schließlich ins Nachtleben auf.

Zeiten ändern sich

Die ältere Generation reibt sich ungläubig die Augen, wenn junge Menschen über den letzten Diskobesuch berichten: Erst nach 24 Uhr aus dem Haus gehen. Heimkommen, wenn es fast schon wieder hell ist – das hätte es früher doch nicht gegeben. (M14/OKT.05137 Mannheimer Morgen, 18.10.2014, S. 1; Heiße Nächte unter der Diskokugel)
Fertig war die Diskothek und damit ein Konzept, das heute zu einem großen Teil das Nachtleben in Deutschland bestimmt: Nach einer Studie von Viacom, bei der 2000 Menschen zwischen 14 und 29 Jahren zu ihrem Ausgehverhalten befragt wurden, gehen 39 Prozent der 20- bis 24-Jährigen regelmäßig in Diskos oder Clubs. Was in den 60ern der Rock’n’Roll war, ist heute Dance-Music: Die meist elektronische Musik ist mit 71 Prozent das beliebteste Genre. Es folgen Pop (60 Prozent), R’n’B und Rock (jeweils 48 Prozent).

Der Heidelberger Daniel Wilson kennt die heutigen Ausgeh-Gewohnheiten nur zu gut. Er ist Mitinhaber und Geschäftsführer vom „Mel’s“, „Jinx“ und „ZKB“, Bars und Clubs in Heidelberg. Er bestätigt: „Die Leute gehen später aus als früher.“ Vor 23 Uhr sei so gut wie nichts los. Das Vorglühen spiele eine immer größere Rolle. Anders als Dominik und seinen Freunden reicht ein Sixpack Bier den meisten nicht. „Viele kaufen sich in den Supermärkten Wodka und Weinbrand. Die Leute kommen dann mit einem entsprechenden Pegel an.“

Dominik und seine Freunde stehen in der Schlange vor der Clubtüre. Mittlerweile ist es 1 Uhr. Weil sie sich beim Vorglühen verquatscht haben, mussten sie einen späteren Bus nehmen. Jetzt will jeder in den Club. „Hoffentlich merkt der Türsteher nicht, dass ich schon das eine oder andere Bier intus habe“, denkt Dominik. Dann könnte es mit dem Eintritt schwierig werden. (M14/OKT.05137 Mannheimer Morgen, 18.10.2014, S. 1; Heiße Nächte unter der Diskokugel)
Er ist Mitinhaber und Geschäftsführer vom „Mel’s“, „Jinx“ und „ZKB“, Bars und Clubs in Heidelberg. Er bestätigt: „Die Leute gehen später aus als früher.“ Vor 23 Uhr sei so gut wie nichts los. Das Vorglühen spiele eine immer größere Rolle. Anders als Dominik und seinen Freunden reicht ein Sixpack Bier den meisten nicht. „Viele kaufen sich in den Supermärkten Wodka und Weinbrand. Die Leute kommen dann mit einem entsprechenden Pegel an.“

Dominik und seine Freunde stehen in der Schlange vor der Clubtüre. Mittlerweile ist es 1 Uhr. Weil sie sich beim Vorglühen verquatscht haben, mussten sie einen späteren Bus nehmen. Jetzt will jeder in den Club. „Hoffentlich merkt der Türsteher nicht, dass ich schon das eine oder andere Bier intus habe“, denkt Dominik. Dann könnte es mit dem Eintritt schwierig werden.

Doch es klappt: Nach und nach schiebt sich die Gruppe an der Security vorbei. Schnell das Bändchen an den Arm, dann ab auf die Tanzfläche: „Mal nach den Mädchen Ausschau halten“, denkt Dominik.

Denn wo besser Menschen kennenlernen, als in der Disko? Ob in den 60ern oder heute: An der Bar oder auf der Tanzfläche kann man sich hervorragend näherkommen. Tatsächlich nutzen laut Viacom 27 Prozent der Partygänger die Gelegenheit, um zu Flirten. (M14/OKT.05137 Mannheimer Morgen, 18.10.2014, S. 1; Heiße Nächte unter der Diskokugel)


Im Dauertest: Vorglühen mit Nachbrenner im Katalysator

Katalysator in Sekunden auf Betriebstemperatur

Von Klemens Mayrhofer (N93/AUG.29513 Salzburger Nachrichten, 16.08.1993; Im Dauertest: Vorglühen mit Nachbrenner im Katalysator)
Auch nach 25 Dienstjahren im Rockgeschäft hat sich das Thema für die Herren noch nicht gänzlich erschöpft. Sänger Steven Tyler gebärdete sich, in ein blaues Koboldmäntelchen gehüllt, wie gehabt als lüsterner Derwisch. Rock 'n' Roll ist eben nicht nur Musik, sondern auch Leben, wild und hart.

Auch das unverminderte Krachmachen scheint Aerosmith noch immer höllischen Spaß zu bereiten. Daß die Wiener Stadthalle, was ihre akustischen Möglichkeiten betrifft, eher für Hallenfußball geeignet ist, störte da nicht weiters. Den Fans, passionierten Leder- und Jeansjackenträgern, hat die schweißtreibende Show überaus gut gefallen. Eigentlich kein Wunder, denn einige hatten es sich offensichtlich, den vielen leeren Bierdosen auf den Bänken nach zu schließen, auch schon beim gemeinsamen rituellen Vorglühen im Park recht gut gehen lassen. Ein pralles, wildes und hartes Leben. Ganz wie der Rock 'n' Roll eben.

Alexis Wiklund (N97/MAI.21436 Salzburger Nachrichten, 26.05.1997, Ressort: Kultur; "Aerosmith" bleibt bei seinem Leisten)
Alle Motoren der Limousine sind von Anfang an so ausgelegt, daß sie die strengen Emissionsvorschriften der EU bereits vor dem verbindlichen Termin im Jahr 2000 erfüllen. Bei jedem Triebwerk wurden die Komponenten daraufhin optimiert, die Wartungintervalle zu verlängern. Kunden können sich also auf eine drastische Kostenersparnis freuen. Durch effiziente Nutzung von Ressourcen werde zudem die Umwelt geschont.

Die Motorenpalette der neuen Autos umfaßt neben dem Reihen- Sechszylinder den neuen Diesel-Direkteinspritzer sowie einen Vierzylinder mit Ausgleichswellen. "Der Diesel-Vierzylinder überzeugt mit der Laufkultur eines Sechszylinders und dem Verbrauch eines Dreizylinders", verspricht der Geschäftsführer. Die Vorzüge des Direkteinspritzers im BMW 320d würden sich auch beim Kaltstart bemerkbar machen. "Vorglühen" ist kaum mehr notwendig.

Neben der Motorentechnik stecken noch andere heimische Produkte im neuen 3er BMW:

Aluminium-Gußlegierungen aus Ranshofen, Sitzbezüge, Öl- Wasser- Wärmetauscher, Kraftstoffkühler mit Filtermodulen (Mattighofen) und Sicherheitsgurte (Bergheim) sind nur einige Beispiele dafür. (N98/AUG.33384 Salzburger Nachrichten, 30.08.1998, Ressort: LOKALES; Neuer BMW ist "echter Österreicher")


* Und: 43 Prozent der 15-Jährigen geben an, bereits des öfteren richtig betrunken gewesen zu sein. Damit nimmt Österreich den unrühmlichen dritten Platz im internationalen Vergleich ein (siehe Grafiken unten).

Angesichts solch erschreckender Zahlen ist man im Gesundheitsministerium alarmiert. Unter dem Slogan "Mehr Spaß mit Maß" soll nun eine Kino-, TV-und Printkampagne Jugendliche zu einem bewussteren Umgang mit Alkohol aufrufen. "Denn diesen generell zu verteufeln", erklärt Ministerin Maria Rauch-Kallat, "brächte bei den Jugendlichen kein Ergebnis. Vielmehr müssen sie lernen, dass es sich nur in Maßen um ein Genussmittel handelt, das leicht zur Sucht mit verheerender gesundheitlicher Wirkung wird." (Siehe Interview nächste Seite.)



Vorglühen am Parkplatz. Eine Wirkung, die sich auch auf einem Zeltfest im Mühlviertel (OÖ) längst eingestellt hat: Der dumpfe Bass, der Samstagabend durch die bäuerliche Ortschaft hämmert, verrät, dass den Besuchern im Partyzelt bereits ordentlich eingeheizt wird. Doch auch am Wiesenparkplatz davor erreicht die Stimmung einen ersten Höhepunkt, denn hier treffen sich die ortsansässigen Teenies zum gemeinschaftlichen "Vorglühen". So auch die Schulfreundinnen Sandra, Eva und Nadine. Die drei hübschen Mädchen nuckeln abwechselnd an einer 1,5-Liter-PET-Flasche mit dem unschuldigen Logo eines bekannten Mineralwassers. Erst auf Nachfrage entpuppt sich der wahre Inhalt, der mit Quellfrische wenig gemein hat. "Da is' Red-Red drin, Roter Eristoff mit Red Bull", erzählt die 15-jährige Eva. (NEW06/JUN.00170 NEWS, 08.06.2006, S. 44; Kinder im 1 Euro-Rausch)
Unter dem Slogan "Mehr Spaß mit Maß" soll nun eine Kino-, TV-und Printkampagne Jugendliche zu einem bewussteren Umgang mit Alkohol aufrufen. "Denn diesen generell zu verteufeln", erklärt Ministerin Maria Rauch-Kallat, "brächte bei den Jugendlichen kein Ergebnis. Vielmehr müssen sie lernen, dass es sich nur in Maßen um ein Genussmittel handelt, das leicht zur Sucht mit verheerender gesundheitlicher Wirkung wird." (Siehe Interview nächste Seite.)

Vorglühen am Parkplatz. Eine Wirkung, die sich auch auf einem Zeltfest im Mühlviertel (OÖ) längst eingestellt hat: Der dumpfe Bass, der Samstagabend durch die bäuerliche Ortschaft hämmert, verrät, dass den Besuchern im Partyzelt bereits ordentlich eingeheizt wird. Doch auch am Wiesenparkplatz davor erreicht die Stimmung einen ersten Höhepunkt, denn hier treffen sich die ortsansässigen Teenies zum gemeinschaftlichen "Vorglühen". So auch die Schulfreundinnen Sandra, Eva und Nadine. Die drei hübschen Mädchen nuckeln abwechselnd an einer 1,5-Liter-PET-Flasche mit dem unschuldigen Logo eines bekannten Mineralwassers. Erst auf Nachfrage entpuppt sich der wahre Inhalt, der mit Quellfrische wenig gemein hat. "Da is' Red-Red drin, Roter Eristoff mit Red Bull", erzählt die 15-jährige Eva. Die hochprozentige Mischung schmeckt ein bisschen nach Gummibären - und steht auf der Getränkebeliebtheitsskala junger Mädels oft ganz oben. Erst nachdem die vermeintliche Wasserflasche komplett geleert ist, passiert das Trio die Kassahütte vor dem Festzelt. Laut A4-Aushang wird hier zur Ausweiskontrolle gebeten. Dass bei derselbigen oftmals ein Auge zu viel zugedrückt wird, beweisen Biertische voller 14-Jähriger, die im Inneren des Zeltes grölend ihre vollen Glaskrüge aneinander schellen lassen. (NEW06/JUN.00170 NEWS, 08.06.2006, S. 44; Kinder im 1 Euro-Rausch)


Kristallzauber Seefeld

Tirols Glanz & Glamour

Eins vorweg: Nein, Carmen Geiss hat Ehemann Robert keine Hörner aufgesetzt. Im Gegenteil: Zu Ehren des 48. Geburtstags des Millionärs entrang sich dessen Gattin das Lied "Jetset" vor enthusiasmiertem Publikum. Immerhin sind die Reality-TV-Stars seit dreißig Jahren ein Paar, was im "Jahr der Trennungen" (Helga Kuhn) unter Millionären keine Selbstverständlichkeit ist. Das Glamourduo kam auf Einladung von Gregor Glanz nach Seefeld. Der begnadete Sänger entreißt mit seinem "Seefelder Kristallzauber" den Nobelskiort alljährlich dem Winterschlaf. Treffpunkt der Snowciety: das Hotel Klosterbräu. Zum Vorglühen, Nachbrennen und überhaupt. (NEW12/FEB.00010 NEWS, 02.02.2012, S. 126; Tirols Glanz & Glamour)
Aufwärmen: 22-23 Uhr

Ice Bar


Vorglühen einmal anders: In arktischer Atmosphäre bekommt man hier bis zu drei Cocktails in Eisgläsern serviert. Ab fünf Euro - warme Kleidung inkludiert. Váci utca 82. www.icebar.hu

Szimpla Kert

Die älteste der "Ruin Bars’ ist für ihre Gemütlichkeit bekannt. Bei Live-Elektro-Musik kann man hier sehr günstig Cocktails schlürfen (vier Euro). Kazinczy utca 14. www.szimpla.hu (NEW12/DEZ.00107 NEWS, 13.12.2012, S. 122,123; Einmal Silvester und zurück)
Hallöchen!

! kann mir mal einer sagen, warum man heutzutage immer später zur Disko

gehen muss, damit dort schon was los ist? Vor Jahren warteten alle, bis es 21 Uhr ist, und machten sich auf den Weg. Vorher war tote Hose. Wer heute zu dieser Zeit an der Tür steht, findet diese meist noch verschlossen vor. Vor 22 Uhr geht keiner aus dem Haus, dann noch irgendwo zum "Vorglühen" und gegen Mitternacht erst in den Tanztempel. Nun leuchtet es ein, dass man allein auf großer Tanzfläche keinen Spaß hat. Aber genauso einleuchtend ist doch auch, dass, wenn alle früher kämen, der Spaß auch schon um 22 Uhr stattfinden könnte. Sicher, so ein Kinderschubsen um 18 Uhr, als draußen noch die helle Sonne schien, wie es die ältere Generation in den gegenwärtig viel gelobten 80ern praktiziert hat - das ist wirklich der totale Stimmungskiller. Aber gegen zehn Uhr wäre doch nichts einzuwenden, oder? Auf jeden Fall kann auch ungestümes Jungsein gegen die biologische Uhr nichts ausrichten, der literweise Konsum von Red Bull und Kaffee machts deutlich. (NKU02/DEZ.04478 Nordkurier, 19.12.2002; Hallöchen!)
Bereits zum zweiten Mal sind junge Leute aus ganz Deutschland zu Gast in Neustrelitz, um in Kursen und Workshops ihre künstlerischen Aktivitäten zu vervollkommnen. In diesem Jahr sind über 40 Jugendliche, der Einladung von Jugendpastor Johannes Fähndrich gefolgt. Glaube und Kunst gehören ganz einfach zusammen, so der Organisator. Fast alle Teilnehmer sind künstlerisch vorgebildet, spielen ein Instrument oder sind in Theatergruppen aktiv. Angeleitetet werden sie von erfahrenen Profis, denn am Ende der Probenwoche soll ein qualitativ hochwertiges Programm stehen. Zunächst trafen sich die Mentoren Linda Psaute (Neustrelitz) für den Kurs Gospel, Christopher Lass (Bremen) im Bereich Bandplay, Sonja Lange (Göttingen) für die Theatertruppe und Thomas Weißenfels (Rostock), der sich dem Digitalvideo widmet. "Vorglühen" nennt Johannes Fähndrich diese Zusammenkunft, denn eine warmherzige, offene Atmossphäre mit Zeiten für Andacht und Gebet ist die Grundlage für die weitere Arbeit. Die erste Bewährungsprobe hatten die jungen Leute gleich am Sonntag beim Gottesdienst, wo sie in einer Inszenierung die Entwicklung der Musikgeschichte vom Neandertaler bis hin zur Moderne darstellten. Neben dem Unterricht in den vier Sparten werden Workshops Tanzen, unterstützt vom Tanzhaus, Videobearbeitung und Akrobatik/Jonglage, angeboten. "Es ist erstaunlich, dass die jungen Leute mittags eigentlich Freizeit haben, aber die Proben nicht wirklich unterbrochen werden. Sie brennen einfach darauf, etwas Kreatives zu machen", beschreibt Thomas Weißenfels die Stimmung Am weitesten gereist ist die Lehramtsstudentin Sara aus Nürnberg. (NKU05/JUL.05731 Nordkurier, 28.07.2005; Eine Woche des Ausprobierens für junge Leute)
Wenn die Party-Nacht beim Notarzt endet

Wenn die Party-Nacht beim Notarzt endet

Anklam (MF/EF/SG). Die Jugend von heute ist sparsam. In Diskotheken und Clubs sind Bier, Wein und Mixgetränke teurer als im Discounter - darum scheint die Devise zu gelten: Bevor der erste Fuß über die Schwelle einer Party-Location gesetzt wird, schon mal etwas vorglühen. "Wir treffen uns im Park, vor Penny oder sonst irgendwo. Meist trinken wir Bier, so vier bis fünf Flaschen jeder", sagt Susann Kohn (15) aus Anklam. Doch nicht immer bleibt es beim Bier, ein- bis zweimal im Monat gibt es härtere Mixturen. Ausgerüstet mit Klarem, Cola und Plastikbechern gönnt man sich die feucht-fröhliche Variante eines Picknicks. Trotzdem passe Susann immer auf, dass sie es nicht übertreibt. "Wie wollen nur ein bisschen angedüselt sein, bevor wir in den Club gehen." Diese Art Vorabend-Programm ist auch dem Anklamer Gymnasiasten Martin Krenz nicht fremd. "Vorm Club muss man einfach was trinken, weil´s sonst echt zu langweilig ist", findet der 17-Jährige. (NKU05/SEP.04489 Nordkurier, 21.09.2005; Wenn die Party-Nacht beim Notarzt endet)
Waldbühne 07: Von House & Techno bis Hardrock mit den "enkelz"

Demmin (tp). Die Waldbühne wird auch in diesem Jahr einiges zu bieten haben. So jedenfalls sieht man das im Kulturamt der Hansestadt, wo gerade das Programm 2007 für Demmins "Open-Air-Arena" fertiggeworden ist. Schon zu Pfingsten gehtæs demnach los, und zwar am 25. Mai mit einer - Schlagerfreunde weggehört - "House- und Technonight". Einen Tag später wird dann die eigentliche Pfingstparty mit Disco und Liveband steigen. Hochsommer ist Hardrockzeit. So zumindest darf man das in Demmin behaupten, wenn am 4. August erneut (nach dem Vorjahreserfolg) die Onkelz-Tribut-Band "enkelz" aus Hamburg loslegt, eingangs spielt zum Vorglühen eine einheimische Kapelle: "red ink". Noch Fragen? Am 25. August kommen dann all jene zu ihrem Recht, die bei den enkelz nicht eben in der ersten Reihe tobten: Zur "Hit auf Hit"-Party steigen Popstars Cora, Fancy und die Bad Boys Blue in Demmin ab. Karten und weitere Infos: an der Rathaus-Rezeption oder in der Stadtinformation. (NKU07/MAR.07433 Nordkurier, 27.03.2007; Waldbühne 07: Von House & Techno bis Hardrock mit den "enkelz")


Burkhard Kirchenstein gießt den Brennstoff in die Heizlampe und zündet ihn an. Er pumpt und setzt einen Windfang über die Flamme. "Damit das Feuer nicht ausgeht", erklärt der Roidiner. Er wartet. Der Kraftstoff muss vergasen. Nach etwa zehn Minuten kann er den Brenner unter den Glühkopf des Bulldog-Motors stellen. "Der muss glühend rot sein", sagt Kirchenstein. "Das kann man nur durch Fremdglühen machen." Fünf bis sechs Minuten dauert das Vorglühen. Der 48-Jährige greift sich das Lenkrad der alten Landwirtschaftsmaschine, kurbelt damit und wirft den Motor an. Der Traktor fängt laut an zu tuckern. Dampf steigt stoßweise in die Luft. Die Maschine fährt. Der einmalige markante Klang eines Lanz Bulldog zieht sofort Neugierige an. Wie zuletzt beim Dorffest in Roidin. "Bei vielen kommen Erinnerungen hoch. Viele kennen ihn von früher. Diese Region ist stark geprägt von Bulldogs", weiß Burkhard Kirchenstein. (NKU07/SEP.00031 Nordkurier, 01.09.2007; Das Tuckern lockt sofort Neugierige an)
Berlin startet Aktion gegen Koma-Saufen

Berlin startet Aktion gegen Koma-Saufen

Berlin (dpa). Vorglühen, Flatrate- Partys und Koma-Saufen - im Kampf gegen den übermäßigen Alkoholgenuss Jugendlicher starten die Gesundheitsverwaltung und die Berliner Bezirke an diesem Mittwoch eine ganzjährige Präventionskampagne. Mit witzigen Sprüchen auf Plakaten und Flyern wollen die Initiatoren Jugendliche unter dem Motto "Na klar!" von einem überlegten Umgang mit Alkohol überzeugen. Eine Leitfigur der Kampagne ist die Comicfigur "Klara Kopf". Zu den Ideen gehört unter anderem eine "Lange Nacht der alkoholfreien Getränke". Lieber was auf´m Kasten als aus´m Kasten - an "cooler" Werbung für ein Leben ohne Flasche in der Hand können sich Berliner Jugendliche im Internet beteiligen. Hinter der spielerischen Art der Kampagne steckt bitterer Ernst. (NKU09/JAN.02388 Nordkurier, 12.01.2009; Berlin startet Aktion gegen Koma-Saufen)
Markttreiben sowie die Versorgung mit ländlich deftigen Speisen runden das Programm ab. Eine Woche später, am 8. und 9. August, findet dann an gleicher Stelle das Oldtimer- und Traktorentreffen mit 300 Raritäten aus der Treckergeschichte statt. Die Zuschauer können sich von historischen Modellen in den Bann ziehen lassen, einen Trecker-Corso erleben sowie mit den Fahrern plaudern und fachsimpeln. Zu beiden Veranstaltungen wird ein breites Rahmenprogramm wie Kinderbelustigung, Essen und Trinken, Markttreiben, Teilemarkt, Rübenbahn mit Dampfbetrieb u. v. m. geboten. Das Oldtimer- und Traktorentreffen beginnt sowohl am 8. als auch am 9. August um 10 Uhr mit dem so genannten Andieseln und Vorglühen der historischen Traktoren. Bis jeweils 17 Uhr finden an beiden Tagenständige Vorführungen historischer Traktoren, Oldtimern sowie Arbeitsmaschinen wie Steinbrecher, Dreschmaschine, Strohkanone, Buschhacker und Fahrten mit der Rübenbahn statt. Im Agrarhistorischen Museum Alt Schwerin finden im August zwei aktionsreiche Wochenenden mit Dampfmaschinen und Traktoren statt.FOTO: Privat Technikschau Das Agrarhistorische Museum lässt die Herzen von Fans alter Maschinen höher schlagen. (NKU09/JUL.07106 Nordkurier, 18.07.2009; Dampfmaschinen äschnaufenô wieder in Alt Schwerin)
Steinbrecher und Buschhacker in Aktion zu erleben

Steinbrecher und Buschhacker in Aktion zu erleben



Alt Schwerin (NK). Traktoren und Oldtimer werden am Sonnabend, 8. August, wieder das Ortsbild von Alt Schwerin bestimmen. Um 10 Uhr wird das nunmehr 16. Oldtimer und Traktorentreffen eröffnet. Dem Startschuss durch Landrätin Bettina Paetsch (CDU) geht das Andieseln und Vorglühen der Maschinen voraus. An zwei Tagen können sich die Besucher auf ständige Vorführungen der Untersätze freuen, auch Arbeitsmaschinen wie Steinbrecher, Dreschmaschinen und Buschhacker sind dabei. Am Sonnabend gibt es um 14 Uhr den großen Traktorenkorso durch das Dorf. An beiden Tagen ist für ländliche, deftige Versorgung mit Speisen und Getränken gesorgt. (NKU09/AUG.01734 Nordkurier, 06.08.2009; Steinbrecher und Buschhacker in Aktion zu erleben)
´Jimmy Tessenow war eine guter Sand- und Grasbahnfahrer´, steht in den Erläuterungen zu dem Motorrad. Er sei zwischen 1970 und 1985 gefahren. Tessenow sei sehr bekannt in Malchin gewesen, weil er beim Kraftverkehr gearbeitet habe und später selbst Fuhrunternehmer gewesen sei. Ein technisches Meisterwerk konnten die KfL-Besucher gleich in der Nähe der Motorräder bestaunen. Es handelt sich um eine Handwerker-Brigade aus beweglichen Männchen, die der Senior Horst Hoppe einst gebaut hat. In einem kleinen Häuschen schmieden, drehen und werkeln sie - angetrieben von einem Elektromotor und einer Transmissionswelle.Auf dem Platz in der Sonne wurde es immer spannend, wenn die Traktorfahrer ihre alten Gefährte anließen. Vorglühen per Brennlampe war auch beim Bulldog angesagt. Gleich versammelte sich eine Schar Männer um das Gefährt, das Burkhard Schwarz von der MST Warrenzin anschmiss. Er hat selber einen Bulldog und half BrunoSchmidt beim Anlassen. Stolz fuhr der dann eine Runde nach der anderen um den Platz. ´Die Maschine ist aus dem Nachlass.´ ´Originalteile sind schwer zu finden.´ (NKU10/JUN.02561 Nordkurier, 08.06.2010; ´Stern´-Parade,ESO-Maschine und Figuren)
´Jimmy Tessenow war eine guter Sand- und Grasbahnfahrer´, steht in den Erläuterungen zu dem Motorrad. Er sei zwischen 1970 und 1985 gefahren. Tessenow sei sehr bekannt in Malchin gewesen, weil er beim Kraftverkehr gearbeitet habe und später selbst Fuhrunternehmer gewesen sei. Ein technisches Meisterwerk konnten die KfL-Besucher gleich in der Nähe der Motorräder bestaunen. Es handelt sich um eine Handwerker-Brigade aus beweglichen Männchen, die der Senior Horst Hoppe einst gebaut hat. In einem kleinen Häuschen schmieden, drehen und werkeln sie - angetrieben von einem Elektromotor und einer Transmissionswelle.Auf dem Platz in der Sonne wurde es immer spannend, wenn die Traktorfahrer ihre alten Gefährte anließen. Vorglühen per Brennlampe war auch beim Bulldog angesagt. Gleich versammelte sich eine Schar Männer um das Gefährt, das Burkhard Schwarz von der MST Warrenzin anschmiss. Er hat selber einen Bulldog und half BrunoSchmidt beim Anlassen. Stolz fuhr der dann eine Runde nach der anderen um den Platz. ´Die Maschine ist aus dem Nachlass.´ ´Originalteile sind schwer zu finden.´ (NKU10/JUN.02733 Nordkurier, 08.06.2010; ´Stern´-Parade,ESO-Maschine und Figuren)
Jörg Schmiedel verwies bei dieser Gelegenheit auf das HaLT-Projekt, mit dem auch in Neubrandenburg versucht wird, präventiv gegen Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen vorzugehen. Zudem zeige man Präsenz. Die letzte größere Kontrolle in einer Viertorestädter Großdiskothek im April habe aber keine gravierenden Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz erbracht. Fünf Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren mit zwölf Polizisten zwischen Mitternacht und und 3.30 Uhr unangekündigt vor Ort. Es wurde lediglich eine 17-Jährige angetroffen, die sich um diese Zeit hier nicht mehr hätte aufhalten dürfen und deren Eltern daraufhin informiert wurden. Das sich hartnäckig haltende Vorurteil, dass sich nachts in den Diskotheken viele Minderjährige herumtreiben, könne er nicht bestätigen. Der Schwerpunkt des Alkoholmissbrauchs liege ohnehin nicht in diesen Einrichtungen, sondern beim so genannten "Vorglühen" am Strand, auf Parkplätzen oder zuhause. Trotz verstärkter Kontrollen im öffentlichen Raum seien allerdings trotzdem bislang keine Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz festgestellt worden, so Schmiedel. (NKU10/JUL.09675 Nordkurier, 28.07.2010; 18-Jährigem droht Bußgeldverfahren)
"Es ist aber eher selten, dass wir einen Verantwortlichen haben", sagt Schmiedel. Wie selten, das zeigen die Zahlen der in Neubrandenburg eingeleiteten Bußgeldverfahren in solchen Fällen. In den vergangenen drei Jahren war es nur eines: Ein Gewerbetreibender hatte Bier an Kinder und Jugendliche ausgeschenkt. Hier laufe das Verfahren noch. Jörg Schmiedel verwies bei dieser Gelegenheit auf das HaLT-Projekt, mit dem auch in Neubrandenburg versucht wird, präventiv gegen Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen vorzugehen. Zudem zeige man Präsenz. Die letzte größere Kontrolle in einer Viertorestädter Großdiskothek im April habe aber keine gravierenden Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz erbracht. Der Schwerpunkt des Alkoholmissbrauchs liege ohnehin nicht in diesen Einrichtungen, sondern beim so genannten "Vorglühen" am Strand, auf Parkplätzen oder zuhause. Kontrolle in Diskothekenergab nur einen Verstoß (NKU10/JUL.09676 Nordkurier, 28.07.2010; 18-Jährigem droht Bußgeldverfahren)
Mit Rauschbrillen konnten sie die Wirkung von Bier, Schnaps und Co. simulieren. Sehr gut angekommen war im Sommer in Demmin auch ein "Alkohol-Parcours" der Landeskoordinationsstelle für Suchtvorbeugung (Lakost). Schüler der Pestalozzischule wurden an mehreren Stationen mit dem Thema Alkohol konfrontiert, nicht nur theoretisch, sondern bei aktiver Mitarbeit mit Punktesammeln. "So was bleibt haften, auch bei denen, die glauben, alles schon zu kennen." Nach dem Probelauf mit der Pestalozzischule soll der Parcours jetzt allen Schulen angeboten werden. Zusammen mit den HaLT-Projekten des Müritzkreises und Neubrandenburg sind die Berater für eine Nacht in die Diskothek Colosseum in Neubrandenburg gegangen. Da konnten die Jugendlichen mal "pusten" und ihren Promillewert ermitteln lassen, und das Thema "Vorglühen" spielte in den Gesprächen eine Rolle. In diesem Jahr wird es noch eine Prävent ionsveranstaltung in Malchin geben, im Januar/Februar den "Alkohol-Parcours" in Malchin und Demmin. Als nächste Aktion ist im Frühjahr geplant, mit Fahrschulen, Polizei und ADAC eine Fahrt mit Rauschbrille zu testen. Zu den Aufgaben des HaLT-Projektes gehört auch die Elternarbeit. Denn Eltern seien Vorbilder. In 99 Prozent der Fälle würde Kindern von Eltern der erste Alkohol angeboten, sei dieser auf Familienfeiern "gesellschaftsfähig". Bei den Gesprächen würden Eltern aufgeschlossen reagieren, wenn man ihnen auch die Angst nimmt, als Eltern nicht versagt zu haben, wenn das Kind betrunken nach Hause kommt. (NKU10/NOV.09392 Nordkurier, 24.11.2010; Schulen bei Alkohol offen für Prävention)
Nicht nur bei dem, was auf den Grill drauf kommt, auch beim Grill selbst scheiden sich die Geister. Die einen schwören auf Kohle, die anderen auf Elektro und wieder andere auf Gas. "Ein Elektrogrill ist für mich mehr ein Küchengerät und nur ein Grill für den Notfall", sagt der Koch und Autor Sebastian Dickhaut. Am besten findet er einen Kohle- oder Gasgrill. "Beim Kohlegrill kommt der typische Freiluft-Grillgeschmack durch die Kohle dazu." Ein Gasgrill habe dagegen die Vorteile, dass man ihn nicht so aufwendig saubermachen müsse und dass er sich einfach andrehen lasse wie ein Küchenherd. "Während der Grill fünf Minuten vorglüht, deck ich schnell den Tisch, stell die Soßen und Salat dazu und dann kann's schon losgehen", so der Koch-Profi. nk (NKU11/JUN.07855 Nordkurier, 24.06.2011; Freiluftgeschmack mit Kohle)
Andampfen "läutet" Technik-Treffen ein

Aktionstag Freunde historischer Dampfmaschinen geben sich am Wochenende in Alt Schwerin wieder ein Stelldichein. Viele Vorführungen sind geplant. 10 Uhr beginnt das Andieseln und Vorglühen. Alt Schwerin (pek). Wenn am Sonnabend, 6. August, 10 Uhr, das traditionelle Andampfen im Agroneum beginnt, dann schlagen die Herzen von Technikfans wieder höher. Beim nunmehr 9. Internationalen Dampftreffen werden Arbeitsmaschinen der unterschiedlichen Fabrikate zu sehen und vor allem auch zu hören sein. Bis Sonntag können sich die Besucher auf Vorführungen der Steinbrecher, Dreschmaschinen, Strohkanonen und Buschhacker freuen. Auch Fahrten mit einer echten Dampflok über das Museumsgelände sind möglich. In diesem Jahr werden diese Fahrten ganz besonders interessant, denn bekanntlich wird das ursprüngliche Agrarhistorische Museum durch den Landkreis in das Informations-, Bildungs- und Erlebniszentrum Agroneum umgestaltet (der Nordkurier berichtete). Viele verschiedene neu gestaltete Museumsteile sind bereits zu besichtigen. (NKU11/AUG.00403 Nordkurier, 02.08.2011; Andampfen "läutet" Technik-Treffen ein)


Für die kleinen Gäste gibt es um 14 Uhr ein Puppentheater. Um 11.30 Uhr startet am Sonnabend die erste Parade der Dampfmaschinen. Die wiederholt sich am gleichen Tag um 16 Uhr sowie am Sonntag, 7. August, um 11 und um 15 Uhr. Auch am zweiten Tag des Internationalen Dampftreffens gibt es Vorführungen verschiedener historischer Arbeitsmaschinen und wiederum Rundfahrten mit der Dampflok. Technikfreunde kommen auch am Wochenende darauf, am 12. und 13. August, in Alt Schwerin auf ihre Kosten. Dann stehen beim Oldtimer- und Traktorentreffen andere historische Fahrzeuge im Mittelpunkt. Um 10 Uhr ist an beiden Tag das sogenannte Andieseln und Vorglühen geplant, bevor es wiederum verschiedene Technik-Vorführungen gibt. Ein Höhepunkt ist sicherlich um 14 Uhr der große Traktoren-Korso über das Museumsgelände. Die Rübenbahn steht für Rundfahrten bereit. @ ! www.agroneum-altschwerin.de (NKU11/AUG.00403 Nordkurier, 02.08.2011; Andampfen "läutet" Technik-Treffen ein)
Und das heißt in dieser Stadt nichts anderes, als dass sie den Faschingsvirus gleich mit der Muttermilch injiziert bekommen. Damit aber nicht genug. Auch sich und ihr Liebesglück haben die Zwei beim Karneval in Neukaledonien gefunden. "Beim Kappenball vor zwei Jahren hat es zwischen uns beiden gezündet. Und seitdem sind wir bei allen Faschingsveranstaltungen gemeinsam auf der Piste und feiern mit unseren Freunden bis zum Abwinken", erzählte Sabrina gestern auf dem Neukalener Marktplatz. Das Programm vor dem Neukalener Rathaus startete gestern zwar erst um 13 Uhr, für Sabrina und Marco klingelte aber schon um 8 Uhr der Wecker. "Eine Stunde brauchen wir, bis das Kostüm richtig sitzt und um 9 Uhr haben wir uns dann schon zum Vorglühen und ,warm up' mit unseren Freunden getroffen", sagt Marco. Ihre Freunde - das sind zirka fünfzig Fußballer des Neukalener Turn-und Sportvereins. Und die waren gestern bestens gerüstet für das Programm auf dem Marktplatz und den anschließenden Festumzug durch die Stadt. Über das Kostüm hatte sich die Truppe schon vor gut drei Monaten verständigt. Als "Mauerblümchen" kamen die Kicker und ihre Spielerfrauen gestern daher. So trist der Name "Mauerblümchen" auch klingen mag, die Kostüme waren schrill und wurden dem Motto des 54. Neukalener Karnevals mehr als gerecht. "Den 54. feiern wir mit viel Nostalgie, Karneval der 80er, schön wie nie" - so ist die Jeckenzeit in diesem Jahr überschrieben. (NKU12/FEB.07513 Nordkurier, 20.02.2012; Neukalener Narren zünden Stimmungsrakete Nr. 54)
Und das heißt in dieser Stadt nichts anderes, als dass sie den Faschingsvirus gleich mit der Muttermilch injiziert bekommen. Damit aber nicht genug. Auch sich und ihr Liebesglück haben die Zwei beim Karneval in Neukaledonien gefunden. "Beim Kappenball vor zwei Jahren hat es zwischen uns beiden gezündet. Und seitdem sind wir bei allen Faschingsveranstaltungen gemeinsam auf der Piste und feiern mit unseren Freunden bis zum Abwinken", erzählte Sabrina gestern auf dem Neukalener Marktplatz. Das Programm vor dem Neukalener Rathaus startete gestern zwar erst um 13 Uhr, für Sabrina und Marco klingelte aber schon um 8 Uhr der Wecker. "Eine Stunde brauchen wir, bis das Kostüm richtig sitzt und um 9 Uhr haben wir uns dann schon zum Vorglühen und ,warm up' mit unseren Freunden getroffen", sagt Marco. Ihre Freunde - das sind zirka fünfzig Fußballer des Neukalener Turn-und Sportvereins. Und die waren gestern bestens gerüstet für das Programm auf dem Marktplatz und den anschließenden Festumzug durch die Stadt. Über das Kostüm hatte sich die Truppe schon vor gut drei Monaten verständigt. Als "Mauerblümchen" kamen die Kicker und ihre Spielerfrauen gestern daher. So trist der Name "Mauerblümchen" auch klingen mag, die Kostüme waren schrill und wurden dem Motto des 54. Neukalener Karnevals mehr als gerecht. "Den 54. feiern wir mit viel Nostalgie, Karneval der 80er, schön wie nie" - so ist die Jeckenzeit in diesem Jahr überschrieben. (NKU12/FEB.07514 Nordkurier, 20.02.2012; Neukalener Narren zünden Stimmungsrakete Nr. 54)
Und das heißt in dieser Stadt nichts anderes, als dass sie den Faschingsvirus gleich mit der Muttermilch injiziert bekommen. Damit aber nicht genug. Auch sich und ihr Liebesglück haben die beiden beim Karneval in Neukaledonien gefunden. "Beim Kappenball vor zwei Jahren hat es zwischen uns beiden gezündet. Und seitdem sind wir bei allen Faschingsveranstaltungen gemeinsam auf der Piste und feiern mit unseren Freunden bis zum Abwinken", erzählte Sabrina auf dem Neukalener Marktplatz. Das Programm vor dem Neukalener Rathaus startete am Sonntag zwar erst um 13 Uhr, für Sabrina und Marco klingelte aber schon um 8 Uhr der Wecker. "Eine Stunde brauchen wir, bis das Kostüm richtig sitzt und um 9 Uhr haben wir uns dann schon zum Vorglühen und ,Warm up' mit unseren Freunden getroffen", sagt Marco. Ihre Freunde - das sind zirka fünfzig Fußballer des Neukalener Turn-und Sportvereins. Und die waren bestens gerüstet für das Programm auf dem Marktplatz und den anschließenden Festumzug durch die Stadt. Über das Kostüm hatte sich die Truppe schon vor gut drei Monaten verständigt. Als "Mauerblümchen" kamen die Kicker und ihre Spielerfrauen am Sonntag daher. So trist der Name "Mauerblümchen" auch klingen mag, die Kostüme waren schrill und wurden dem Motto des 54. Neukalener Karnevals mehr als gerecht. "Den 54. feiern wir mit viel Nostalgie, Karneval der 80er, schön wie nie" - so ist die Jeckenzeit in diesem Jahr überschrieben. (NKU12/FEB.07954 Nordkurier, 21.02.2012; Neukalener Narren zünden Stimmungsrakete Nr. 54)
"Grey Bulls" starten mit erster Ausfahrt in die neue Biker-Saison

Von unserem Mitarbeiter Christian Menzel Die Güstrower Motorradfreundewünschen sich mehr Íffentlichkeit. Sie überlegen, ihre Jahresfeier als Straßenfest zu feiern. üstrow. Mit der traditionellen Ausfahrt begann offiziell die neue Saison des Güstrower Bikervereins "Grey Bulls". Die Truppe hat in diesem Jahr aber schon einige Aktivitäten hinter sich. So besuchte eine Abordnung des seit vier Wochen als eingetragener Verein geführten Klubs die Biker aus Güstrows Partnerstadt Gryfice. Auch beim traditionellen Osterfeuer des "RT-Club Parchim", mit dem die Barlachstädter enge Kontakte unterhalten, waren die Motorradfreunde dabei. "Das ist wie Vorglühen beim Diesel. Man trifft sich, quatscht und tauscht Termine aus", sagt "Grey Bulls"-Präsident Torsten Köpnik. Der Kalender der Güstrower ist ziemlich randvoll. Ausfahrten, Besuche bei Freunden, der Biker-Gottesdienst im Doberaner Münster, die einwöchige Tour nach Thüringen oder diegroße Jahresparty im eigenen Domizil am Ulrichplatz sind dortvermerkt. Wahrnehmen wollen die "Grey Bulls" auch eine Einladung zur 20-Jahr-Feier der "Nor-ding Bulls", der Elektro-Rollstuhl-Hockeyspieler, mit denen die Bi-ker eine lange Freundschaft verbindet.Was sich der Verein, der um die 20 Mitglieder zählt, wünscht, ist mehr Íffentlichkeit. Denn trotz vielfältigen sozialen Engagements in der Vergangenheit fühlen die Biker Vorurteile, die ihnen die Gesellschaft entgegen bringt. So überlegen sie, ihre Jahresfeier als Straßenfest zu feiern. (NKU12/APR.05000 Nordkurier, 17.04.2012; "Grey Bulls" starten mit erster Ausfahrt in die neue Biker-Saison)


Apropos Gemütlichkeit, wie wärs mit einem "Kaffeeklatsching".Da kann man dann auch einen Schweden treffen. Dem ist seine "Kaffepaussi" heilig. Der Finne geht sogar noch ein bisschen weiter. Dort setzt die "Kahvipaussi" nicht nur die Beamten matt, sondern bedeutet auch: Außer Betrieb. Die "Lamppu" zum Beispiel. Aber das ist dem Finnen ziemlich "Wursti", er ist Dunkelheit gewöhnt. Gleich nebenan der Este würde bestimmt sofort nach der "Politsei" rufen und schnell einen "Schnaps" gegen die Aufregung kippen. Und wenn es beim Norweger "dunkel" ist, ist er einem Schlückchen nicht abgeneigt. Er nennt das "Forspill" und meint vorglühen, wenn es gilt sich so richtig einen in den "Hals" zu kippen. Der Absacker ist dann das "Nachspill" und der unvermeidliche Kater beim Aufwachen heißt "Kleine Morgen". In Japan bekommt der "Kuranke" (Kranke) schon mal einen "Gipisu", einen Gipsverband. Falls er sich in Arabien verletzt hat, beim Fußballspielen mit "El Mannschaft". "Is-das-soo?" fragt man in Nigeria. Aber ja. Und das deutsche "Wunderkind" findet sich sogar in Amerika und in Russland. Bei den Russen sieht es natürlich komisch aus, mit seinen kyrillschen Buchstaben. Der Franzose findet das "loustic" und der Spanier lacht sich darüber "kaputt".Die Gesellschaft für deutsche Sprache hatte Deutsche in aller Welt aufgerufen, Worte zu senden, denen sie in der Fremde begegneten. (NKU12/SEP.03094 Nordkurier, 08.09.2012; Exportschlager Deutsch)
Hausbesuch mit Stromsparer Rösler

Hausbesuch mit Stromsparer Rösler



dpa-KorrespondentinTheresa Münch Über den alten Röhrenfernseher im Wohnzimmer von Petra Röfke muss Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) ein wenig schmunzeln. "Der muss noch vorglühen, oder?", kommentiert er den Stromfresser spöttisch. In der kleinen Siedlung Hönow vor den Toren Berlins begleitet der Minister gestern eine Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Und muss gleich zugeben: Ein Plasma-TV, der wohl bei ihm zu Hause steht, verbrauche auch nicht weniger. Energiesparen - könnte man sagen - ist Röslers neues Steckenpferd.Bisher gilt der Wirtschaftsminister Umweltverbänden und der Opposition bei dem Thema eher als Blockierer. EU-Vorschläge für verbindliche Einsparungen wurden auf seinen Druck hin verändert. Der Bund der Energieverbraucher verlieh ihm sogar die Negativauszeichnung "Trübe Funzel". Jetzt wirbt Rösler für Energieeffizienz als "tragende Säule bei der Umsetzung der Energiewende". "Energie, die nicht verbraucht wird, muss auch nicht erzeugt werden", ist sein Argument. (NKU12/SEP.09469 Nordkurier, 26.09.2012; Hausbesuch mit Stromsparer Rösler)
Gewinnchance für eine "Hafenliebe"Neubrandenburg. Frühlingsmelodien der moderneren Art sind am Freitag, 26. April, im Yachthafen, Augustastraße 6, zu erleben. Der Mixtape-Club lädt ab 23 Uhr zur Party unter dem Motto "Hafenliebe Frühlingsmelodie" ein. Karten dafür gibt es unter anderem im Ticketservice in der Stargarder Straße oder an der Abendkasse. Darüber hinaus können Feierwütige 2 x 2 Karten für das Event inklusive Schifffahrt zur Einstimmung gewinnen. Denn zum "Vorglühen" mit den beiden DJs Nick Hansen und Maggo FM sticht die Mudder Schulten um 20.30 Uhr in See und wird gegen 22.30 Uhr direkt am Yachthafen den Anker werfen. Wer die Karten will, sollte den Mixtape-Leuten via Facebook eine Nachricht schicken und erklären, warum gerade er oder sie bei der Party dabei sein will, heißt es. www.facebook.com/MIXtapeClubHilfe für Haus Hoffnung Neubrandenburg. Das Heim "Haus Hoffnung" in Simferopol auf der Krim (Ukraine) gibt es bereits. Es soll jedoch mit Hilfe des Fürstenberger Fördervereins Ravensbrück e. V. erweitert werden. Darauf weist Vereinsmitglied Elli Heiden hin. Der Fürstenberger Verein wird dabei, wie berichtet, von der Stiftung EVZ (Erinnerung, Verantwortung, Zukuft) und der Kurt und Herma Römer Stiftung unterstützt. (NKU13/APR.08720 Nordkurier, 24.04.2013; ohne Titel)
Gewinnchance für eine "Hafenliebe"Neubrandenburg. Frühlingsmelodien der moderneren Art sind am Freitag, 26. April, im Yachthafen, Augustastraße 6, zu erleben. Der Mixtape-Club lädt ab 23 Uhr zur Party unter dem Motto "Hafenliebe Frühlingsmelodie" ein. Karten dafür gibt es im Ticketservice in der Stargarder Straße oder an der Abendkasse. Darüber hinaus können Feierwütige 2 x 2 Karten für das Event inklusive Schifffahrt zur Einstimmung gewinnen. Denn zum "Vorglühen" mit den beiden DJs Nick Hansen und Maggo FM sticht die Mudder Schulten um 20.30 Uhr in See und wird gegen 22.30 Uhr am Yachthafen den Anker werfen. Wer die Karten will, sollte den Mixtape-Leuten via Facebook eine Nachricht schicken und erklären, warum gerade er oder sie bei der Party dabei sein will, heißt es. www.facebook.com/MIXtapeClubHilfe für Haus Hoffnung Neubrandenburg. Das Heim "Haus Hoffnung" in Simferopol auf der Krim (Ukraine) gibt es bereits. Es soll jedoch mit Hilfe des Fürstenberger Fördervereins Ravensbrück e. V. erweitert werden. Darauf weist Vereinsmitglied Elli Heiden hin. Der Fürstenberger Verein wird dabei, wie berichtet, von der Stiftung EVZ (Erinnerung, Verantwortung, Zukuft) und der Kurt und Herma Römer Stiftung unterstützt. (NKU13/APR.08721 Nordkurier, 24.04.2013; ohne Titel)
Ein Spiegel der brasilianischen Gesellschaft also, die sich klar nach Geld und Hautfarbe gliedert. Je heller, desto besser. Ein animalisches und animistisches Folklorefest dazu, gespickt mit christlichen Elementen. Ein nächtlichesSodom und Gomorra Die engen Straßen vom Hafen zum Bumbódromo, dem eigens für das Festival errichteten Stadion, sind am Bersten. Wie eine Lawine wälzt sich die Masse auf den Hexenkessel zu, wo Punkt 20 Uhr das Schicksal der beiden Stiere, Boi Caprichoso und Boi Garantido, seinen Lauf nehmen wird. Die Caprichosos scheinen schon vor den Wettbewerben mit den Garantidos um die Krone zu tanzen. An jeder Ecke heizen DJs und Baterias, Perkussionsgruppen in Kompaniestärke, den 200000 Tänzern ein. Ein kollektives Vorglühen zum nächtlichen Sodom und Gomorra. Sie tanzen einen einzigen Tanz, der eigens für diese drei Tage choreografiert wurde, nach zwei Dutzend indianischen Gassenhauern, die nächste Woche schon Geschichte sein werden. Die Songs mit Anleihen von Samba, Calypso und Musical werden die Insel genau drei Tage lang gefangen halten, um sie danach wieder den Klängen der Natur zu überlassen.Der weiße Stierübernimmt die Regie Selbst das Stadion ist nun komplett zweigeteilt. Auf der einen Seite die Roten, auf roten Sitzen, auf der anderen die auf den blauen Sitzen. Zehntausende ohne Ticket feiern mit - draußen vor Hightech-Videowänden. Endlich ist es soweit. Mit einem Schlag erhellt ein infernalisches Feuerwerk den schwarzen Horizont und der MC, der Master of Ceremony, eröffnet das Spektakel in einem hypnotischen Bass.Dann übernimmt Boi Garantido, der weiße Stier mit dem roten Herzen auf der Stirn, die Regie. (NKU13/MAI.01032 Nordkurier, 04.05.2013; Im Rhythmus von Venus und Apoll)
Beatles-Fan Vettel feiert mit Stones

Von Elmar Dreher Der Weltmeister zieht im Titelrennen so langsam auf und davon. Getrübt wird Vettels Siegesfreude von der Nachricht vom Tod eines Streckenpostens. MontrÚal. Nach dem ersehnten Kanada-Triumph ließ es Champion Sebastian Vettel so richtig krachen. Erst Vorglühen auf der spontanen Red-Bull-Teamparty, dann zum Konzert der Rolling Stones. Obwohl der Pop-Fan die sanftere Musik der Beatles bevorzugt, ließ er sich den Auftritt der Rocklegenden um Mick Jagger nicht entgehen. Wie alle Formel-1-Fahrer war auch Vettel zu dem Event im Bell Center von MontrÚal eingeladen. Zum Feiern hatte Vettel wahrlich Grund. Im fünften Anlauf schaffte es der Red-Bull-Pilot erstmals, auf dem berühmten Circuit Gilles Villeneuve zu gewinnen. Es war der erste Sieg für Vettel und Red Bull in Nordamerika. "Ich bin sehr, sehr glücklich. Es war für uns sehr wichtig, dieses Rennen zu gewinnen. Ich bin sehr stolz darauf", sagte Vettel nach der Premiere. (NKU13/JUN.03676 Nordkurier, 11.06.2013; Beatles-Fan Vettel feiert mit Stones)


Im September geht es dann wieder weiter. Aber auch dann, so hoffen die beiden Veranstalter, werde sich die Torgelower Stadthalle wieder füllen. Und was ist ihr Erfolgsrezept? So wirklich in die Karten gucken, lassen sie sich nicht. Aber: "Wir legen viel Wert auf Sauberkeit und Ordnung. Hier liegt niemand besoffen in der Ecke. Wer zu viel hat, wird nach Hause geschickt. Und von Vorteil ist, dass bei uns schon ab 20 Uhr Stimmung ist. Das Vorglühen bleibt aus. Das will doch auch keiner", sagt Nötzel. Doch eines mussten er und Enrico Tesch auch lernen: "Mit Disco und Party ist nicht mehr das große Geld zu verdienen. Jedenfalls nicht, wenn man es ordentlich machen will." Immerhin sind mindestens 30 Mitarbeiter am Abend für sie im Einsatz. Auch Tresen und anderes Equipment sei in den Leihgebühren gestiegen. "Und wenn man dann noch eine Liveband hat, dann ist das ja auch nicht mit 100 Euro getan", ergänzt der Neubrandenburger. Aber beide haben Spaß, und das sei die Hauptsache. Und selbst nach Dutzenden "UER tanzt"-Feten haben sie jedes Mal aufs Neue Lampenfieber. (NKU13/JUN.07425 Nordkurier, 20.06.2013; Sie lassen die Vorpommern zappeln)
Im September geht es erst wieder weiter. Aber auch dann, so hoffen die beiden Veranstalter, werde sich die Torgelower Stadthalle wieder füllen. Und was ist ihr Erfolgsrezept? So wirklich in die Karten gucken, lassen sie sich nicht. Aber: "Wir legen viel Wert auf Sauberkeit und Ordnung. Hier liegt niemand besoffen in der Ecke. Wer zu viel hat, wird nach Hause geschickt. Und von Vorteil ist, dass bei uns schon ab 20 Uhr Stimmung ist. Das Vorglühen bleibt aus. Das will doch auch keiner", sagt Nötzel. Doch eines mussten er und Enrico Tesch auch lernen: "Mit Disco und Party ist nicht mehr das große Geld zu verdienen. Jedenfalls nicht, wenn man es ordentlich machen will." Immerhin sind mindestens 30 Mitarbeiter am Abend für sie im Einsatz. Auch Tresen und anderes Equipment sei in den Leihgebühren gestiegen. "Und wenn man dann noch eine Liveband hat, dann ist das ja auch nicht mit 100 Euro getan", ergänzt der Neubrandenburger. Aber beide haben Spaß, und das sei die Hauptsache. Und selbst nach Dutzenden "UER tanzt"-Feten haben sie jedes Mal aufs Neue Lampenfieber. (NKU13/JUN.07426 Nordkurier, 20.06.2013; Sie lassen die Vorpommern zappeln)
"Jugendliche, die zum ersten Mal Erfahrungen mit Alkohol machen, werden immer jünger", bestätigt Suchttherapeutin Barbara Fellöcker. Zudem seien scharfe Getränke zurzeit sehr in Mode. Bei Alkohol sei die Toleranz der Gesellschaft recht groß, so Fellöcker. Und: "Warum die Kinder den Rausch suchen, hat mit der Gesellschaft zu tun, mit der Perspektivenlosigkeit vieler Familien."

Dass der Griff zur Flasche immer früher passiert, weiß auch Stadtpolizeikommandant Franz Bäuchler, relativiert aber den Vorwurf vieler an die Polizei, dass Jugendliche zu schwach kontrolliert werden. "Viele augenscheinlich 12- oder 13-Jährige stellen sich bei einer Kontrolle als bereits 16 heraus. Die Optik täuscht da oft."

Seine Sorgen gelten eher dem bei der Jugend beliebten "Vorglühen", dem Parkplatz-Trinken, bevor man ein Lokal betritt. Und dem Umstand, dass Lokale die Verpflichtung haben, anti-alkoholische Getränke billiger als das billigste Alkohol-Getränk anzubieten. "Viele halten sich nicht daran. Das wird oft ein bisschen lax kontrolliert."

"So weit ich weiß, wird das eingehalten", entgegnet Wirte-Bezirksinnungsmeister Alfred Neuhauser.

"Genauso wie die Kontrolle, keinen Alkohol an unter 16-Jährige auszuschenken. In der Branche ist jedem bewusst, dass er das Jugendschutzgesetz einhalten muss, wenn er nicht Probleme bekommen will." (NON07/APR.04572 Niederösterreichische Nachrichten, 09.04.2007, S. 9; "Die Ersttrinker werden leider immer jünger")
Mädchen und Burschen halten sich dabei die Waage", sagt NAW-Kommandant Christian Panzenböck über das Auftreten des Problems in heimischen Gefilden.

Über einen aktuellen Exzess weiß Lilienfelds Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner Bescheid. Am Rande des Sportlerzeltfestes in Hainfeld „wurde im Bereich B 18 bei der Zufahrt zum Sportzentrum ein noch nicht 16 Jahre alter Jugendlicher im Vollrausch liegend von Passanten gefunden", berichtet er, "seine Mutter wurde verständigt und in der Folge eine Verbringung ins Spital mit dem Rettungswagen abgelehnt". Laut Hochgerner muss "betont werden, dass von ihm Alkohol nicht beim Fest, sondern nach eigenen Angaben vorher in einer Wohnung gemeinsam mit anderen noch nicht 16-Jährigen Wodka konsumiert wurde".

Beim so genannten "Vorglühen" im privaten Bereich sind der Exekutive die Hände gebunden, überprüft wird dennoch. "Wir haben den Auftrag der Bezirkshauptmannschaft, verstärkt Jugendschutzkontrollen zu machen", schildert Hochgerner, "die passieren laufend im Rahmen der Möglichkeiten neben den anderen polizeilichen Tätigkeiten. Zusätzlich werden immer wieder gezielte Schwerpunktaktionen mit Ausweiskontrollen in Lokalen und bei Zeltfesten durchgeführt." Letztere stehen mit Saisonbeginn vor allem im Visier. "Die Veranstalter haben es aber nicht leicht, wenn von den Jugendlichen in Rucksäcken mitgebrachter Alkohol konsumiert wird", so der Bezirkspolizeikommandant.

Keinen Einlass unter 16 Jahren und Ausweispflicht hat die Landjugend Hainfeld für ihren Heubodentanz am Mittwoch dieser Woche verhängt. "Wir lehnen das Kübelsaufen generell ab, sondern wollen, dass sich unsere Gäste bei uns gut unterhalten", meint auch Alfred Schwab, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Freiland, die am vergangenen Wochenende ih (NON07/MAI.09499 Niederösterreichische Nachrichten, 15.05.2007, S. 3; "Auftrag für verstärkte Kontrollen")


Sicherheitsmaßnahmen bei

einigen Feuerwehren

Ausweiskontrollen sind seiner Angabe nach bei der Veranstaltung üblich. Ein eigenes Autofahrergetränk, das ohne Alkohol zusammengesetzt ist, wurde ebenfalls angeboten. Schwab: "Das ‚Vorglühen' können wir nicht verhindern, aber die Kameraden und das Servierpersonal waren angewiesen, bei offensichtlich betrunkenen Gästen keinen Alkohol mehr auszuschenken. Es ist nicht in unserem Sinne, wenn jemand zu Schaden kommt. Da muss es eine Grenze geben, auch wenn sich dadurch die Einnahmen verringern." Dem Trinkgelage von Jugendlichen einen Riegel vorzuschieben versuchte die Feuerwehr Rohrbach bereits bei ihrem Fest im Vorjahr. "Unser Sicherheitsdienst, der von 20 bis 5 Uhr tätig war, hat Ausweise verlangt und Rucksäcke auf Alkohol kontrolliert", erzählt Kommandantstellvertreter Franz Bader, "Besucher, die nicht 16 Jahre alt waren, bekamen keinen Stempel, der zum Kauf von Alkohol berechtigte."

Eltern sollten Verantwortung (NON07/MAI.09499 Niederösterreichische Nachrichten, 15.05.2007, S. 3; "Auftrag für verstärkte Kontrollen")


Übel an der Wurzel packen

Passend zum derzeit heiß diskutierten Thema Komatrinken, hat jetzt auch der Bezirk einen aktuellen Fall von Alkoholmissbrauch unter Minderjährigen (Seite 2).

Stellt sich die Frage: Wie sind solche Vorfälle zu verhindern? Ein Patentrezept gibt es dafür natürlich nicht. Klar ist auch: Noch so viele Kontrollen durch die Polizei bringen wenig, wenn der Nachwuchs, wie in diesem Fall, schon zuhause „vorglüht".

Gefordert sind primär die Eltern: Zeit mit den Kindern verbringen, (über Probleme) reden, Vorbild sein, aufklären, sinnvolle Freizeitbeschäftigungen anbieten. All das bringt mehr als jedes gesetzliche Verbot, jede Polizeikontrolle. Der Schule die Verantwortung fürs Erziehen zu übertragen, ist der einfachere, jedoch falsche Weg.

Und: Probleme, die Jugendliche nicht selten ins Glas schauen lassen, als Elternteil anzusprechen, mag zwar mitunter unangenehm sein, muss aber der erste Schritt sein. Nur wer versucht, das Übel an der Wurzel zu packen, hat realistische Chancen, ungewollte Auswüchse zu verhindern. Sonst kommt der nächste (vielleicht schlimmer endende) Alkoholexzess bestimmt. (NON07/MAI.09659 Niederösterreichische Nachrichten, 15.05.2007, S. 7; Übel an der Wurzel packen)
Alterserkennung durch

färbige Armbänder

"Wir haben gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr eine Aktion für mehr Kontrollen bei deren Festen gestartet", erklärt Mayrhofer. Die Wehren gelten mit den Abschnitten und Unterabschnitten als guter Multiplikator für dieses positive Beispiel. Alter und Fälschungssicherheit bei den Ausweisen werden genau geprüft. "Bei unseren Festen erhalten die Jugendlichen über und unter 16 Jahren verschiedenfarbige Armbänder. Dadurch kann leichter kontrolliert werden, an wen Alkohol ausgeschenkt werden darf", erklärt Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Göls. Auch gibt es bei den Feuerwehrfesten keine Aktionsangebote wie "Zahl vier, trink sechs" oder ähnliche Angebote. Auch er sieht aber das Problem beim sogenannten "Vorglühen".Oftmals kommen die Jugendlichen schon stark alkoholisiert zum Fest.

Konsequenz ist auch im Bereich der Schulen gefragt. "Wenn bei uns ein Vorfall von Alkoholmissbrauch bekannt wird, fliegt der Schüler raus", erklärt Gerhard Reikerstorfer, Direktor des Ybbser Schulzentrums. Auch Maturafeiern im Schulbereich wurden deshalb bei der HAK/IT-HTL Ybbs abgeschafft. (NON07/MAI.09722 Niederösterreichische Nachrichten, 15.05.2007, S. 2; Behörde setzt auf verstärkte Kontrolle)


VON EDDA SCHACH-UNTERBERGER UND MICHAEL SISKOV

BEZIRK MÖDLING / Alkohol ist in Österreich eine gesellschaftlich anerkannte Droge und wird reichlich in verschiedensten Formen von allen Altersgruppen genossen. Wenn sich die Jugend jedoch ins Koma säuft, hört der Spaß auf. Das finden auch trinkfeste Erwachsene. Nur, wie soll man das den Jugendlichen klarmachen? Die NÖN hörte sich im Bezirk Mödling um, welche Ideen es dazu gibt.

Das Problem beginnt meist nicht im In-Lokal oder beim Bierfest, sondern schon vorher. Beim "Vorglühen".Es ist nicht schwierig für Jugendliche unter 16 Jahren in einem Supermarkt alkoholische Getränke einzukaufen, auch wenn man laut Gesetz eigentlich noch zu jung dafür ist. Nur sehr selten nimmt sich die Kassiererin die Zeit, nach einem Ausweis zu fragen.

"Die Supermarktketten müssten sensibilisiert werden", schlägt Sozialstadtrat Stephan Schimanowa aus Mödling vor und verlangt weiters eine Anhebung des Schutzalters auf 18 Jahre und eine Vereinheitlichung der Jugendschutzbestimmungen in allen Bundesländern.

Strafen und Verbote (NON07/MAI.11232 Niederösterreichische Nachrichten, 16.05.2007, S. 2; Alkohol: Jugend soll sensibilisiert sein)
"Gute Laune kommt nicht vom Alkohol!"

VON EDITH HOFMANN

BEZIRK WAIDHOFEN / Betrunkene Kinder und Jugendliche sind seit den Vorfällen in den vergangenen Wochen auch in Niederösterreich ein Thema. Der Verantwortungsbereich hierfür liegt aber keineswegs nur bei den Gastronomen. Komatrinken entsteht meist beim so genannten "Vorglühen".Eine gewisse Gruppendynamik kann hier leicht zu einem großen Problem für die Jugendlichen werden.

Security im Discobus

"Im Discobus, der die Besucher aus Gmünd bringt, gab es immer wieder Vorfälle. Deshalb wird dieser nun von einer Security begleitet, die bereits betrunkene Jugendliche gar nicht erst mitfahren lässt", weist Discothekenbesitzer Günther Hofmann aus Vitis auf die Problematik hin, die sich meist nicht in den Lokalen, sondern oft bei Festveranstaltungen oder am Parkplatz zeigt. "Wir kontrollieren die Ausweise unserer Besucher sowohl beim Eingang als auch bei der Ausschank, es ist aber schwer möglich, einem 18-Jährigen, der einige alkoholische Getränke holt, nachzuweisen, dass er diese dann an Jugendliche weitergibt. (NON07/MAI.11292 Niederösterreichische Nachrichten, 16.05.2007, S. 2; "Gute Laune kommt nicht vom Alkohol!")
Probleme mit jugendlichen Koma-Trinkern sollen um jeden Preis vermieden werden. Aus diesem Grund, so Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta, erging an alle Feuerwehren ein Rundschreiben, das auf das Jugendschutzgesetz hinweist und eine strenge Vorgangsweise anrät. „Alle Jugendlichen müssen sich ausweisen und bekommen ein andersfärbiges Armband", kündigt Buchta an. „Wir versuchen wirklich alles und werden auch Kontrollen machen, aber wir können nicht jeden Jugendlichen überwachen. Da sind auch die Eltern und die Vernunft gefordert", betont Buchta.

In dieselbe Kerbe schlägt auch Pressesprecher Ralph Schüller vom Roten Kreuz NÖ: „Das ist ein gesellschaftliches Problem. Wir werden es z. B. nicht verhindern können, dass manche Jugendliche „vorglühen" – also schon betrunken auf dem Rot-Kreuz-Fest erscheinen." Es müsse aber, so Schüller, ebenfalls mit Ausweiskontrollen gerechnet werden. Schüller: „Bei uns sind außerdem anti-alkoholische Getränke immer schon günstiger als alkoholische Getränke."

Union-Landesgeschäftsführer Friedrich Manseder hält wenig von Ausweiskontrollen: „Koma-Trinken und Sport verträgt sich ohnehin nicht." Ausweiskontrollen werde es aber nicht geben. Manseder vertraut auf „Insider-Wissen", da die Feste zum Großteil in den Gemeinden stattfinden, wo man sich kenne.

Seitens des Landes ist in dieser Frage die Vorgehensweise jedoch klar. Landesrätin Johanna Mikl-Leitner: „Jedem Veranstalter muss klar sein, dass der Ausschank von Alkohol an Jugendliche gesetzlich verboten ist." Seitens der Politik habe man alle gesetzlich notwendigen Schritte unternommen. (NON07/JUN.00547 Niederösterreichische Nachrichten, 04.06.2007, NÖN Großformat S. 2; "Ohne Zeltfeste wäre vieles gar nicht möglich!")


ALKOHOLVERGIFUNG / 14-jähriger Bursche trank mit seinem Freund zwei Bier und eine Flasche Wodka.

Bis zum Umfallen getrunken

EICHGRABEN / Zwei Bier und eine Flasche Wodka tranken zwei Burschen (14 und 16) zum "Vorglühen", bevor sie mit dem Zug von Eichgraben zu einer Party fuhren. Doch plötzlich brach der 14-Jährige am Bahnhof in Eichgraben zusammen - Alkoholvergiftung.

Zwei weitere Freunde, die auch mitfahren wollten, riefen schließlich die Rettung, die die Polizei verständigte. Laut Angaben der Jugendlichen kauften sie den Alkohol zuvor in Neulengbach.

Der Bursche wurde ins Krankenhaus gebracht. (NON07/OKT.11600 Niederösterreichische Nachrichten, 16.10.2007, S. 5; Bis zum Umfallen getrunken)
Ensemble füllte Hubertus-Kirche

Seit fast 40 Jahren gibt es den Scheiblingsteiner Weihnachtsmarkt. Zum bislang zweiten Mal sang aus diesem Anlass das Vocalensemble St. Martin in der bis zum letzten Platz gefüllten St. Hubertus-Kirche. Und wieder durften Chorleiter Dr. Dominik Sedivy und die stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Ursula Kohut, stolz auf eine gelungene Veranstaltung sein, die im Mühldorf-Heim ihren Ausklang fand: mit einem gemeinsamen Adventsingen bei selbst gemachten Keksen und Punsch.



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