Ädagogische fakultät der masarykuniversität brünn lehrstuhl für deutsche sprache und literatur diplomarbeit Literarische Sprachexperimente



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Hier gibt es Beispiel vom Beginn der Ursonate: 15


 

Introducción

Fümms bö wö tää zää Uu, 
                                         pögiff, 
                                                     kwii Ee.

Oooooooooooooooooooooooo,

dll rrrrr beeeee bö 
dll rrrrr beeeee bö fümms bö,                                   (A)
     rrrrr beeeee bö fümms bö wö, 
             beeeee bö fümms bö wö tää, 
                        bö fümms bö wö tää zää, 
                             fümms bö wö tää zää Uu:

primera parte:

tema 1:
Fümms bö wö tää zää Uu, 
                                        pögiff, 
                                                 Kwii Ee.

tema 2: 
Dedesnn nn rrrrr, 
                           Ii Ee, 
                                     mpiff tillff too, 
                                                              tillll, 
                                                                      Jüü Kaa?

tema 3:
Rinnzekete bee bee nnz krr müü? 
                                                    ziiuu ennze, ziiuu rinnzkrrmüü,

          rakete bee bee, 

tema 4 
Rrummpff tillff toooo?

exposición:

Ziiuu ennze ziiuu nnzkrrmüü, 
Ziiuu ennze ziiuu rinnzkrrmüü

    rakete bee bee? rakete bee zee.

desarrollo:

Fümms bö wö tää zää Uu, 
Uu zee tee wee bee fümms.



1.8.4. Weitere Interessen: Collage und Typographie

Zu seinen Aktivitäten gehörten auch Verlagsprojekte, Reklameaufträge, graphische und typographische Entwürfe, Filmvorhaben, Bühnen- und Opernpläne. (vgl. Ebd. 50) Schwitters suchte festzustellen, wie man die Lautgestalt graphisch sichtbar machen könnte. Er entwickelte sogar eine eigene Schrift, die Systemschrift. Er beschäftigte sich mit den optophonetischen Problemen und versuchte Lautqualitäten visuell darzustellen.

Interesse an Werbegraphik, Reklame und Typographie und sein Verhältnis zu allem Gedruckten trug zu seiner Erfindung des Klebebilds bei. Schwitters war aber nicht der Erfinder der Collage. Schon die französischen Kubisten bemühten sich, die Imitation der Wirklichkeit in Bild einzuführen. (vgl. Ebd. 27) Kurt Schwitters gab der Collage eine neue spezifische Dimension. Das Collageprinzip in seinen Gedichten zeigte, wie der Experimentator mit den Sprachelementen umging. Er klebte die Wörten und Sätzen so zusammen, dass die Anordnung rhythmisch eine Zeichnung ergab.
Die freien Collagen von Schwitters haben fast immer einen literarisch appellativen Zug, und seine Signets, Programmzettel, Verpackungen, Zeitungsanzeigen tragen fast alle den Charakter freien künstlerischen Spiels.“ (Ebd. 91)

2. Konkrete Poesie
Nicht nur der Dadaismus, sondern auch die Konkrete Poesie hatte einen markanten Einfluss auf die Entwicklung der experimentellen Techniken in der Literatur. Diese Techniken ermöglichen kreativen Umgang mit der Sprache und damit verbundenes Spiel mit der Schriftgestalt von Buchstaben, Wörtern, Sätzen und Texten.

Ich bemühe mich um die Beschreibung des Kennzeichens und der Entstehungsgeschichte der Konkreten Dichtung und danach präsentiere ich typische Formen der Konkreten Poesie und ihre Impulse auf andere Autoren, die unübersehbar sind. Ich lege auch eine Menge von Beispielen vor, die die Konkrete Poesie demonstrieren.


Die erste Begegnung mit einzelnen Beispielen experimenteller und konkreter Dichtung kann faszinieren, aber ebenso gut verwirren, abstoßen oder ärgern. Was ins Auge springt, ist der, so oder so empfundene, Kontrast zu vielem, was man bisher an Dichtung kannte und liebte. Wie steht es nun mit dem Verhältnis solcher Dichtung zur Tradition?

Wer Gedichte schreibt, tut damit auf jeden Fall etwas, das andere schon vor ihm getan haben. Schon indem er Gedichte schreibt, setzt er eine Tradition fort. Das heißt noch nicht, dass auch seine Gedichte es tun. Gibt es statische und dynamische Traditionen, dann ist unsere dynamisch, dann muss man wissen, was bisher geschah, um nicht aus Nichtwissen etwas zu tun, das schon geleistet wurde. Ebenso muss man die Tradition kennen, um in ihr die passenden Ansatzpunkte für die eigene Arbeit zu finden.“ (Rainer, 2006, 64)

Ernst Jandl



2.1. Definition

Unter dem Begriff „experimentelle Literatur“ versteht man Versuche zum Probieren neuer literarischen Ausdrucksformen. Zu den neuen Ausdrucksformen gehören in der ersten Linie visuelle und akustische Gedichte, Dialektgedichte, Sprechgedichte16, Figurengedichte17 und serielle Texte.18 Es handelt sich um die literarischen Versuche, die die Sprache zum Material und Thema haben. Siegfried J. Schmidt sieht „konkrete Poesie […] als das bislang extremste Experiment mit Sprache als Material.“ (Ebd. 63)

Die Poesie, die unter diesem Namen in den fünfziger Jahren entstand, wird oft auch als linguistische, abstrakte oder absolute Dichtung bezeichnet und ist ein Sondergebiet der experimentellen Literatur. Die Sprache hat eine andere Funktion, sie wird zum einzigen Thema. Konkrete Poesie bemüht sich nicht nur um die literarische Abbildung der außersprachlichen Wirklichkeit, sondern die Autoren legen Gewicht auch auf die Sprache und Sprachelemente und fordern neue Schreib- und Lesemöglichkeiten. (vgl.Willberg, 1992, 81)
2.2. Merkmale Konkreter Poesie

- Die Autoren der Konkreten Poesie lehnen die traditionelle Lyrik ab. Sie verzichten auf ihre Inhalte, Formen und sprachliche Konventionen.

- Konkrete Poesie strebt nach der Objektivierung, d. h. dass die Autoren klassische erzählende Satzverbindungen absagen.

- Die Sprache zerlegt sich in ihre Teile und diese Elemente werden zu neuen Konstellationen kombiniert.

- Konkrete Poesie hat internationalen Charakter und deshalb können die Autoren verschiedene Sprachen im selben Text kombinieren.

- Die Autoren befreien die Wörter von den typographischen Normung, von Lese-, Hör- und Sprechgewohnheiten.

- Konkrete Poesie liefert dem Leser keine Ergebnisse, sondern sie liefert den Prozess des Findens.

- Konkrete Dichtung ist weder monumental noch statisch. Sie ist eine Bewegung. Ihre Bewegung endet im Leser auf verschiedene Weise.

- Die Aussage der Konkreten Poesie kann der Leser durch den Aufbau des Textes entschlüsseln.

- Konkrete Dichtung ist verständlich. Sie sagt nichts als was sie sagt.

(vgl. Rainer, 2006, 64)
2.3. Vorgeschichte

Die Geschichte der Konkreten Poesie reicht weit zurück.19 Zu ihren Vorbildern gehören die Figurengedichte der Antike, des Mittelalters, des Humanismus und des Barock. In diesen Gedichten wurden die Figuren typographisch abgebildet. Im Figurengedicht tritt neben der lautlichen Seite des Textes auch sein Schriftbild. Schon im Jahre 1902 wurde in Hugo von Hofmannsthals Brief des Lord Chandos eine neue Sprache nachgefragt. In dieser Sprache sollte Wort und Ding, Sprache und Welt übereinstimmen. Konkrete Poesie suchte Inspiration beim italienischen Futurismus (Marinetti), Expressionismus und beim Dadaismus (schon Hugo Ball löste die Sprache ganz in ihre Bestandteile aus). (vgl. Willberg, 1992, 82)


Im Jahre 1953 verfasste der Schwede Öyvind Fahlström Manifest für Konkrete Poesie (HÄTILA RAGULPR PÄ FÄTSKLIABEN) und damit wollte er auf die materialen Elemente der Sprache zurückgehen. In Brasilien gab es die Gruppe Noigandres 20, die sich vor allem für Ideogramme interessierte und ab 1955 mit Eugen Gomringer zusammenarbeitete. Später begannen sich für die Konkrete Dichtung vor allem die Wiener Gruppe21 und die Stuttgarter Schule zu interessieren. (vgl. Fischer, 1986, 420) Einer der bekanntesten deutschen Befürworter der Konkreten Poesie ist Helmut Heißenbuttel. Er forderte anstelle unserer grammatisierten Sprache mit ihrer Subjekt-Prädikat-Objekt Beziehung eine antigrammatische Poesie und deshalb begrüβte er die ersten schriftlichen Arbeiten von Eugen Gomringer, die am Anfang 50er Jahre entstanden. Als Vater der Konkreten Poesie gilt Eugen Gomringer, der diese Bezeichnung im Jahre 1955 in der Literatur verwendete. (vgl. Willberg, 1992, 82) Gomringer ist der Meinung, dass durch die konkrete Anwesenheit von Wörtern im selben Raum etwas entsteht, was dem Leser die Möglichkeit gibt, sich in der vom Dichter bestimmten Struktur verschiedene Sinndeutungen anzueignen und auszuprobieren.22
2.4. Spielerischer Umgang mit der Sprache

Die Dichter wollen die vorgegebenen literarischen Dichtungsformen zerbrechen und durch den spielerischen Umgang mit fremdartigen Formen neue Methoden der Textherstellung gestalten. Diese literarische Produktion ist dem traditionellen Lesen und Verstehen fremd, weil die „Werke“ dem traditionellen Umgang und der Interpretation des Textes widersprechen. Die Dichter berücksichtigen nicht grammatische und syntaktische Fügungen. Sie reduzieren die Bildelemente auf Punkt, Linie, Fläche und die Wörter verlieren die Funktion von Bedeutungsträgern.


Die Autoren der experimentellen Poesie werden häufig als „Sprachdesigner“ bezeichnet, weil sie verschiedene Wortmalereien und interessante Textanordnungen in dem Zwischenbereich von Poesie und bildender Kunst produzieren. Die Dichter montieren sprachliche Elemente zu einer Komposition nach dem optischen und akustischen Aspekt. Zugleich verzichten sie auf sprachliche Sinnerfassung. Sie wollen die Sprache etwas aussagen lassen, aber nicht mehr etwas mit der Sprache ausdrücken. Die Wortkünstler bemühen sich nicht nur um die Reduktion der Poesie auf die Sprache, sondern sie interessieren sich auch dafür, was die Sprache meint. Die Sprache wird zum Zweck des Gedichts.
Die das «Wort freisetzende« konkrete Literatur, eine internationale Strömung der modernen Lyrik (erstes Manifest für konkrete Poesie des Schweden Öywind Fahlström 1953), versucht in die äußersten Grenzzonen des sprachlich noch Realisierbaren vorzustoßen, zu dem, «was noch nicht sagbar ist«. […] Sie sucht in Anlehnung an linguistische Theorien nach neuen Wirkungsmöglichkeiten der Sprache, die jetzt nicht mehr als Sinnträger, sondern nur noch als Material verwendet wird – analog etwa der abstrakten Malerei, in der sich Farbe und Form auch vom Inhaltlich-Gegenständlichen gelöst haben. Konkrete Poesie besteht zumeist aus alogischen, sinnfreien Wort- und Buchstaben-Zusammenstellungen, die sie unter Verzicht auf herkömmliche Aussage oder Mitteilung neu kombiniert, wobei sie sich oft von den Kontrastwirkungen des Sprachmaterials leiten lässt. Die Beschränkung in der Zahl der Wörter – am radikalsten im «Ein-Wort-Gedicht« – bewirkt, dass das isolierte Wort, aus den konventionellen Satzmustern herausgelöst, eine oft ungeahnte Bedeutungsfülle erhält.“ (Rainer, 2006, 84)

2.5. Teilung der Konkreten Poesie

Die konkrete Lyrik teilt sich in visuelle und akustische Poesie, selten tritt im Text auch eine Zwischenform: das audiovisuelle Gedicht auf. Ein Sonderfall der Konkreten Dichtung stellt auch die serielle Lyrik dar. (vgl. Willberg, 1992, 85)



2.5.1. Visuelle Poesie

Aus der Verbindung der Konkreten Poesie und der bildenden Kunst entstand die visuelle Poesie. Es handelt sich um vielfältige »Sehtexte« an der Grenze zwischen Text und Typografie, zwischen Wort und Bild, bereichert auch durch den Einfluss und die zahlreiche Möglichkeiten der elektronischen Medien.



Als eindrucksvolles Beispiel von visueller Poesie gilt Reinhard Döhls "Wurm im Apfel" (1965)23

(Quelle: Willberg, 1992, S. 93)


1. Ideogramme und Piktogramme

Ideogramme sind Sprachspiele auf graphischer Ebene. Sie stellen Gebilde aus Buchstaben bzw. Wörtern auf solche Weise dar, dass aus ihrem Aufbau die Wortbedeutung auch visuell gezeigt wird. Im Gegensatz zu den Buchstaben, die meistens nur einen Laut beschreiben, funktionieren Ideogramme als Schriftzeichen, die einen Begriff darstellen. Diese graphischen Darstellung ermöglicht zahlreiche Abbildungen von den Sachverhalten. Dort gibt es mehrere Methoden, wie man die Bedeutung eines Wortes visualisieren kann. Der Künstler kann einen Buchstaben oder ein Wort verbildlichen, die Buchstaben in einem Wort graphisch anordnen oder die graphische Gestaltung aller Buchstaben eines Wortes darstellen. Das poetische Ideogramm definiert Gomringer als einen „Sehtext, mit dessen Hilfe ein Begriff eine einprägsame, unveränderbare und sichtbare Gestalt erhält“ (Fischer, 1986, 422)


Hier gibt es Beispiel von Bildwörtern24 (graphische Darstellung aller Buchstaben eines Wortes):




(Quelle: Waldmann, 2001, 8)
Poetische Piktogramme sind oft als Textbilder oder Figurengedichte bezeichnet. Die Hauptfunktion der Piktogramme ist Visualisierung eines Wortes oder eines Satzes durch vielfache Wiederholung des Bauelements des Wortes. Sie sind Textanordnungen, deren Erscheinungsbild absichtlich abbildende Umrisse hat. Eine Figur wird gedacht oder skizziert und ihre Formen werden später mit Sprachmaterial aufgefüllt. Der Autor hat einen vorgegebenen Text und der Text ist durch eine dargestellte Figur eingegrenzt. (vgl.Willberg, 1992, 85)
Beispiel von Piktogramm:

Kurt Marti: demokratisches Modell


stimme stimme

stimme stimme

ja nein

stimm stimm



damit es stimmt denn du bestimmst

stimmend stimmt ihr

ja und nein

überein
(Quelle: Rainer, 2006, 67)


2. Konstellationen und Permutationen

Konstellationen und Permutationen reihen sich zu den gebräuchlichen Methoden der konkreten Gedichttechnik. Die Bezeichnung „Konstellationen“ benutzte schon im Jahre 1953 Eugen Gomringer, der mit diesem Namen seinen ersten Band benannte.

Gomringer sagt zur Konstellation: „…mit der Konstellation wird etwas in die Welt gesetzt. Sie ist eine Realität an sich und kein Gedicht über. Unter Konstellation verstehe ich die Gruppierung von wenigen verschiedenen Worten, so dass ihre gegenseitige Beziehung nicht vorwiegend durch syntaktische Mittel entsteht, sondern durch ihre materielle, konkrete Anwesenheit im selben Raum.“ (Fischer, 1986, 427)
Gomringers Beispiel von der Konstellation ist die Darstellung einer Windrose25:

w w


d i

n n n


i d i d

w w


(Quelle: Balzer, Hertens, 1990, 448)
Die Konstellationen sind die Verbindungen von Wörtern, die nebeneinander oder untereinander gesetzt werden. Die Kombinationen von Wörtern ergeben besondere Beziehungsgefüge. Die Dichter lösen sie aus dem alltäglichen Redefluss heraus. Sie stellen ein offener Spielraum, in dem die Anordnung der Elemente und typographische Gestaltung ebenso bedeutungskonstituirende Funktion übernehmen. (vgl. Willberg, 1992, 85-86) Die Konstellation stellt ein bewegliches Gebilde dar, dessen Buchstaben, Silben, ganze Wörter und eventuell auch Sätze vom Autor in mehreren Kombinationsmöglichkeiten vorgesezt werden. (vgl. Rainer, 2006, 67) Bei der Konstallation ist es wichtig, dass sie sich meistens nur auf das Einzelwort beschränkt. Der Text dieser Art besteht oft nur aus Ein-Wort-Konstallation und selten hat mehr als fünf Worte. Sie trägt auch der internationalen Kommunikation bei, weil sie erlaubt, Elemente verschiedener sprachlicher Herkunft miteinander zu kombinieren.

Beispiele von Konstellationen von Eugen Gomringer:


schweigen schweigen schweigen

schweigen schweigen schweigen

schweigen schweigen

schweigen schweigen schweigen

schweigen schweigen schweigen
(Quelle: Willberg, 1992, 92)
worte sind schatten

schatten werden worte

worte sind spiele

spiele werden worte

sind schatten worte

werden worte spiele

sind spiele worte

werden worte schatten

sind worte schatten

werden spiele worte

sind worte spiele

werden schatten worte


(Quelle: Ebd. 92)
sonne mann

mond frau

sonne frau

mond mann

sonne mond

mann frau

kind
(Quelle: Ebd. 92)

Ernst Jandl: wohi-wohin26

wohin

wohin
dort



dort
der ort

der ort
schön

schön
fort

fort
(Quelle: Ebd. 93)


Permutationen sind Sonderformen der Konstellation, bei denen eine kleinere Zahl von Wörtern oder Satzelementen nicht frei miteinander verbunden wird, sondern nach den mathematischen Gesetzen der Permutation27 mechanisch kombiniert wird. (vgl. Willberg, 1992, 86)

Wenn man z.B. die Buchstaben a, b, c zur Verfügung hat, dann ist es möglich, aus diesen 3 Buchstaben sechs Permutationen zu erschaffen: abc, acb, bac, bca, cab, cba.


Beispiele von Permutationen:

Herman Jandl: begriffe

steinweich

käseart


sauschön

bildblös
käseweich

sauhart

bildschön



steinblöd
sauweich

bildhart


steinschön

käseblöd
bildweich

steinhart

käseschön

saublöd
(Quelle: Ebd. 94)
Herman Jandl zerlegt im Gedicht vier zusammengesetzte Adjektive in ihre zwei Bestandteile. Der zweite Teil, das Grundwort, bleibt in allen Strophen an seiner Stelle, während das Bestimmungswort von Strophe zu Strophe verschoben wird. Die Variationen der vier Bestimmungswörter schaffen ganz neue Begriffsbildungen. (vgl. Willberg, 1992, 99)
Friedrich Achleitner: wos na ge

wos


na

ge
ge

na

wos
na



wos

ge
ge

wos

na
wo



ge

na
na

ge

wos
(Quelle: Ebd. 94-95)



In Friedrich Achleitners Permutation wos na ge benutzt der Autor drei Kurzwörter der Wiener Mundart, um sein Erstaunen seinem Gesprächspartner gegenüber auszudrücken. Der Partner ist durch seine nur scheinbar ungläubigen Fragen zu weiterem Reden herausfordert. (vgl. Willberg, 1992, 99-100)

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